Mode im Netz: Die besten Streetstyle- und Modeblogs

Mode im Netz
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Die neuesten Trends kommen nicht mehr nur von den Laufstegen der Modemetropolen. Längst haben Streetstyle- und Modeblogger das Trendsetting in die Hand genommen. Hier eine Auswahl der Besten

Mode im Netz: Die besten Streetstyle- und Modeblogs

Wir haben für Sie die 17 besten Mode-Blogs recherchiert. Eines vorweg: Die Prophezeiung des sagenumwobenen Popart-Künstlers Andy Warhol, dass in der Zukunft jeder für 15 Minuten berühmt sein wird, scheint sich immer mehr zu bewahrheiten

Die neuesten Trends kommen nicht mehr nur von den Laufstegen der Modemetropolen. Längst haben Streetstyle- und Modeblogger das Trendsetting in die Hand genommen. Dabei leben sie ihre ureigene Sicht auf Mode aus und kümmern sich nicht um die etablierte Szene.
Urbane Trends werden aufgegriffen und in rasender Schnelle über das Internet in die Welt hinausgetragen. Die Community wächst und wird von den Designern sehr ernst genommen.

Der Macher von Facehunter, Yvan Rodic und Streetstyles von seiner Seite
2 / 15 | Der Macher von Facehunter, Yvan Rodic und Streetstyles von seiner Seite

Facehunter: Die besten Mode-Blogs

An Yvan Rodic alias „Face Hunter” kommt niemand in der Welt der Modeblogs vorbei

Er ist so etwas wie der König der Stilblogger. Vor ein paar Jahren begann der gebürtige Schweizer in Paris auf Straßen, Modeschauen und Partys Gesichter zu fotografieren. Mittlerweile interessiert ihn der ganze Mensch – vor allem was dieser trägt. Er startete seinen Blog facehunter 2006. Seitdem reist der Trendjäger um die Welt und fotografiert exzentrische Straßenlooks von Stockholm bis Moskau oder von Reykjavik bis Wien. 2009 hat er seinen Wohnort von Paris nach London verlegt. Neuerdings präsentiert Rodic seine Fotoschnappschüsse auf Ausstellungen in Berlin und Paris. Außerdem dreht er ansprechende Kurzfilmchen, natürlich ausschließlich mit auf der Straße gecasteten Leuten und stellt die Clips anschließend auf seine Myspace-Seite.

Scott Schumann ist der Sartorialist
3 / 15 | Scott Schumann ist der Sartorialist

The Sartorialist: Die besten Mode-Blogs

Der 2005 von Scott Schumann ins Leben gerufene Blog ist phänomenal erfolgreich, obwohl das Konzept an sich ganz einfach ist

Der zierliche New Yorker reist durch die Welt und fotografiert gut gekleidete Menschen. Darunter auch bekannte Größen aus der Mode-Branche, wie zum Beispiel Karl Lagerfeld oder Carine Roitfeld, die Chefredakteurin der französischen Vogue. In englischsprachigen Kommentaren und Kurzinterviews erfahren die User, wo die Fotografierten sich einkleiden und nach welchen Stilregeln sie leben. Er hat ein unglaublich gutes Auge für Bilder und klassische Ästhetik. Daher wirken seine per Kamera festgehaltenen Trends erwachsener und klassischer als die des "Face Hunter".
Es ist kein Zufall, dass Schuman an die Modefotografie geraten ist. Er hat jahrelang in der Mode-Branche gearbeitet, z.B. für Helmut Lang, Jean Paul Gaultier und das Nobelkaufhaus Bergdorf Godman. Sein Einsatz zahlt sich aus: Schumann wurde jüngst vom Time Magazine unter die 100 einflussreichsten Menschen gewählt und hat bereits unzählige Presseauszeichnungen gewonnen.
Mittlerweile sitzt er bei den großen Schauen der mächtigsten Designer in der ersten Reihe und sein Expertenrat ist als Jurymitglied bei verschiedenen Kreativ-Wettbewerben äußerst gefragt.
Hier geht es zu: the sartorialist

4 / 15 | Adriano Sack ist Gründungsmitglied der Online-Community

I like my Style: Die besten Mode-Blogs

Alle, die nicht warten wollen, bis ein Sartorialist oder Face-Hunter sie auf der Straße entdeckt, können auch selbst aktiv werden

Bei der jüngsten Form des Streetstyleblogs wird man dazu eingeladen, den eigenen Look selbst ins Netz zu stellen und so einem weltweiten Publikum zu zeigen.
Die Seite ilikemystyle ist seit Dezember 2007 mit diesem Konzept online. User können Bilder von sich einstellen und bewerten lassen. Mit gutem Stil und einer gelungenen Bildidee kann man es dann zu Kommentaren bringen, wie „"freaky but cool", "Schöner Kerl!" oder gar "I love it!".

Ziel dieser Seite ist es, ein soziales Netzwerk von Modeliebhabern zu knüpfen. Ideengeber ist der 1967 in Köln geborene Adriano Sack. 2007 gründete er gemeinsam mit dem Web-Konzepter Klaus-Peter Frahm diese Online-Community, die bereits drei Monate nach ihrem Start den Lead Award (deutscher Medienpreis) in Silber in der Kategorie "Webcommunity des Jahres" gewann.

Der Look der Großstadt: Die besten Mode-Blogs

Kaum zu glauben, aber im globalen Netz kommen auch echte Lokalpatrioten auf ihre Kosten

Mittlerweile sind in jeder deutschen Großstadt Menschen auf der Mode-Pirsch, um den Look ihrer Stadt mit der Kamera festzuhalten.
Schnell ist zu erkennen, dass Deutschland in Sachen Streetstyle dem Ausland in nichts nachsteht.
So sind zum Beispiel Mary Scherpe und der 23-jährige Kanadier Dario Natale als Trendjäger in Berlin unterwegs. In ihrem Blog stilinberlin zeigen sie Modebegeisterte mit Mut zur Auffälligkeit. Der Nutzer kann sich hier durch einzelne Stadtteile klicken und sehen, wo in Berlin die stylischsten Outfits getragen werden.
Als Pendant präsentiert sich bei hh-streetstyle das Hamburger Szenevolk im Karoviertel und bei styleclicker sieht man, was die Menschen rund um den Münchner Gärtnerplatz anhaben.
Im Netz tummeln sich weltweit zu jeder Großstadt von A, wie Amsterdam bis Z, wie Zürich eigene Streetstyle-Blogs. Ein Blick lohnt sich vor allem auf copenhagenstreetstyle, hel-looks aus Helsinki und stylescout bei dem die Trendsucher Robert Cassidy und Luisa Kos aus London nicht nur Schnappschüsse, sondern auch kurze Filme zeigen, in denen Stilexperten genau sechs Fragen über Mode beantworten dürfen.

6 / 15 | Screenshot von der Website ashadedviewonfashion

A shaded view on fashion: Die besten Mode-Blogs

Die US-Amerikanerin Diane Pernet betreibt einen der meistbesuchten Modeblogs der Welt

Sie ist die Grande Dame der virtuellen Modewelt und eine Bloggerin der allerersten Stunde. Seit zwanzig Jahren lebt sie in Paris und gehört gewissermaßen zum Stadtbild. Ihr eigener Stil ist nämlich sehr exzentrisch, man sieht sie nur in langen schwarzen Gewändern, die Haare hoch aufgetürmt unter schwarzen Schleiern. In ihrem Blog ashadedviewonfashion schreibt sie über Mode als Kulturphänomen. Sie führt Interviews mit Nachwuchsdesignern und schaut hinter die Kulissen von Modeausstellungen und Modefilm-Festivals.
Der perfekte Blog um die John Gallianos oder Jean Paul Gaultiers von Morgen aufzuspüren.

7 / 15 | Einer der bekanntesten Mode-Blogger weltweit, Bryan Boy

Bryan Boy: Die besten Mode-Blogs

Kein Mode-Blogger polarisiert so sehr wie Bryan Boy

Der Philippine hat es mit modischem Mut und persönlichen Bekenntnissen wie: "I'm so gay, I sweat glitter" zu internationaler Bekanntheit gebracht und sich seinen Platz in den ersten Reihen der wichtigsten Modenschauen gesichert. Mit 17 Jahren startete er seinen Blog bryanboy im Elternhaus in Manila. Jetzt ist er 22 und schwärmt wie ein Teenie von Schlußverkäufen bei Balenciaga, Anzeigenmotiven von Versace und Schmuckkollektionen von Cavalli. Dazwischen zeigt er ehrfürchtig seine erste persönliche Einladung auf eine Louis Vuitton-Show und plaudert von seinen gelegentlichen Selbstzweifeln. Er begeistert sich für Frauenkleider und High-Heels, in denen man ihn auch ab und zu sieht. (Was bei seiner Konfektionsgröße "size 0" kein Problem ist). Sein modischer Ritterschlag : Topdesigner Marc Jacobs benannte eine Handtasche nach ihm.

8 / 15 | Roberto Poropat ist der Macher von coutequecoute

Coutequecoute: Die besten Mode-Blogs

Dieser Blog ist vor allem optisch sehr gelungen

Der Blog coutequecoute (übersetzt: Koste es, was es wolle) bietet vor allem sehr viele optische Highlights. Es gibt schöne Foto-Modestrecken und ansprechenden Anzeigenkampagnen zu sehen. Hier geht es aber nicht auschließlich um das Thema Mode, vielmehr werden auch Kunst, Design, Musik und Film besprochen und gezeigt. Verantwortlich dafür ist der 26jährige Düsseldorfer Kommunikationsdesigner Roberto Poropat. Aus seiner Diplomarbeit ist erst ein Fashion Magazin (ropmag.com) und anschließend dann dieser Blog entstanden.
DREI FRAGEN an Roberto Poropat
1. Welchen Kleidungsstil mögen Sie an Männern? Ich begeistere mich für alles Androgyne und für Unisex-Schnitte.
2. Ihr Lieblingskleidungsstück? Ein schwarzer Strickmantel mit doppelter Kapuze.
3. Auf welches Accessoire sollte kein Mann verzichten?
Taschen, Taschen, Taschen. Ein Mann darf Mut beweisen, wenn es um das Gepäckstück für den Alltag geht. Das kann der klassische Samsonite-Aktenkoffer sein (den es jetzt mit einem wundervollen Futter von Thom Browne gibt), aber auch Duffle-Bags & Co.

9 / 15 | Die Marcherinnen von styleproofed, Julia Freitag und Silke Wichert

Styleproofed: Die besten Mode-Blogs

In diesem Blog werden die aktuellen Mode-Trends vorsortiert und persönlich bewertet

Dazu gibt es eine Auswahl der schönsten Accessoires und Must Haves. Besonders userfreundlich: Man kann alles gleich mit einem Mausklick bestellen. Zwei echte Modeprofis sind mit dem Blog styleproofed im Dezember 2009 ins Netz gegangen: Julia Freitag, (Ex-Fashion-Director bei Glamour und Vanity Fair) und als Stylistin für verschiedene Magazine tätig, sowie Silke Wichert, die als Redakteurin für die Welt am Sonntag und Vanity Fair gearbeitet hat und weiterhin für verschiedene Magazine schreibt. Unterstütztung gibt es von einem Team renommierter Mode- und Beautyexperten.

10 / 15 | Der Fotograf Jason Evans und ein paar Bilder, die es auf seine Seite geschafft haben

The daily nice: Die besten Mode-Blogs

Das Konzept erinnert eher an ein andauerndes Kunst-Projekt, als an einen Blog

Bei thedailynice kann man sich davon überzeugen, dass es auch im völlig überfluteten und vor allem gesättigten Netz noch Orte der Ruhe und Stille gibt. Auf dieser Seite posted der Fotograf Jason Evans pro Tag genau ein Bild, welches dann ausschließlich 24 Stunden lang auf der Seite zu sehen ist. Es gibt kein Archiv, keine zusätzlichen Infos, nur ein einziges Foto.
Jason Evans ist 1968 in Holyhead, einem kleinen Ort an der walisischen Küste geboren, er verdient sein Geld als Fotograf und lehrt an der Universität für angewandte Kunst von Farnham in der Nähe von London. Kriterium um in seinem Blog zu landen: Der Anblick muss ihn glücklich gemacht haben. Das können in seinem Fall coole Sneakers genauso erfüllen wie eine Tüte Pommes...

11 / 15 | Die Macherin von Fashion & Art, Mahret Kupka

Fashion & Art: Die besten Mode-Blogs

Mit Mode als Schnittstelle zur Kunst setzt sich Fashion & Art auseinander

Bloggerin Mahret Kupka stellt in ihrem Blog fnart seit fast vier Jahren Avantgarde-Designer wie Kris Van Assche oder Haider Ackermann vor und schreibt – mal auf Englisch, mal auf Deutsch – über Ausstellungen von Fotokünstlern wie Wolfgang Tillmans. Seit neuestem lädt sie Gastautoren ein und übt sich mehr in bissigem Sarkasmus.

DREI FRAGEN an Mahret Kupka
1. Welchen Kleidungsstil magst Du bei Männern? Unaufgeregte Avantgarde. Tendenziell klassisch. Eine Mischung aus Rick Owens, Ann Demeulemeester und Stephan Schneider. Klare Schnitte, gedeckte Farben, edle Materialien.
2. Dein Lieblings-Designer? Rick Owens, Fifth Avenue Shoe Repair und Acne für Männern und Frauen. Haider Ackermann bei Frauen. Damir Doma bei Männern.
3. Besitzt Du ein Lieblingskleidungsstück?
Einige, doch am liebsten sind mir meine All Saints Schnürstiefel. Die trage ich am meisten und die müssen auch immer mitverreisen. Lieblingskleidungsstücke sind solche, die mich nie im Stich lassen, immer gut aussehen und sich wunderbar kombinieren lassen.

12 / 15 | Der Macher von Lynn & Horst gibt seinen bürgerlichen Namen nicht preis

Lynn & Horst: Die besten Mode-Blogs

In diesem Blog geht es um die Gegenüberstellung von gutem und schlechtem Geschmack

Männliche und weibliche Modetrends werden hier als "Sausage-" und "Lipstick-" Looks präsentiert, guter als auch schlechter Geschmack wird süffisant kommentiert. In diesem 2007 gegründeten Blog lynnandhorst schlüpft der anonyme Autor in zwei krasse Klischeerollen: Attraktive Schwedin trifft übergewichtigen Deutschen. Die bunte Mischung: Shoppingtipps, eine "Bad Taste" Rubrik, Wet T-Shirt Fotos aus aller Welt, Kunsttipps, alles zum Thema Animalprints und anderes Obskures, Amüsantes und Stylishes.
DREI FRAGEN an Gründer Horst:
1. Worum geht es in Deinem Blog? High Fashion, Interpretationen von Schönheit und Absurdes.
2. Welcher Kleidungsstil gefällt Dir an Männern? Schwarz in allen Nuancen.
3. Was würdest Du tun, wenn es das Internet nicht gäbe? In die Bibliothek gehen.

13 / 15 | James Andrew, Macher von whatisjameswearing in drei verschiedenen Outfits

What is James wearing?: Die besten Mode-Blogs

Ein New Yorker Dandy verrät in diesem Blog was er trägt

James Andrew ist der ultimative Dandy. Der in New York lebende Innenarchitekt beantwortet seiner immer größer werdenden Fan-Gemeinde täglich die Frage „What is James wearing?“ indem er Bilder von sich in aktuellem Designer-Zwirn auf seiner Seite whatisjameswearing online stellt. Lieblings-Accessoire ist das Einstecktuch. Der Stil ist einfach zu beschreiben: Tom Ford trifft den großen Gatsby.
Die gezeigte Inneneinrichtung und Home-Accessoires sind vor allem pompös und passen somit perfekt zu dem, was James trägt

14 / 15 | Das Slow-wear-Team von links: Jörg Steinmetz, Gunnar Berendson und Dr. Thomas Pachmann

Slow wear: Die besten Mode-Blogs

Drei Männer, eine Idee: Eine Gegenbewegung zum allgemeinen Herdentrieb in der Mode zu initiieren

Gunnar Berendson, Dr. Thomas Pachmann und Jörg Steinmetz, aus Frankfurt
haben sich als Aufgabe die Unterstützung hochwertiger Händler und Hersteller jenseits der globalen Markenhersteller gestellt. Sie wollen unabhängig und eigensinnig über Themen rund um klassische Herrenbekleidung informieren.
Um diese Idee umzusetzen, wurde 2007 die Plattform slow-wear gegründet. Hier werden Produkte und Hersteller vorgestellt, die nur in wenigen Läden präsent sind und bisher nur für eine sehr kleine Zahl von Käufern zugänglich waren. Auf der Webpage Slow-Wear wird Stellung zu Trends bezogen und regelmäßig über Produkte, Hersteller und deren Fertigungsmethoden, sowie die wenigen Händler, die solche Produkte überhaupt noch verkaufen, informiert
Eines wird schnell klar: Hier wird nicht über gesundheitsbeschuhten, globalisierungsfeindlichen Ökö-Schick berichtet, sondern über elegante Herrenmode, die Kenner auf der ganzen Welt von denen unterscheidet, die jedem beliebigen Trend nachjagen.

15 / 15 | Ein Wohn-Beispiel auf The Selby, so leben Model Shannan Click und der Fotograf Dan Martensen

The Selby: Die besten Mode-Blogs

Hier geht für viele Menschen ein Traum in Erfüllung: Ein Blick durch das Schlüsselloch in die Wohnräume von den Reichen und Schönen dieser Welt

Zu verdanken haben wir diesen Blog dem amerikanischen Fotografen Todd Selby. Er startete im Juni 2008 auf seiner Website theselby ein unkonventionelles Projekt. Er veröffentlichte Bilder, auf denen die Wohnräume seiner Freunde und Portraits derselben zu sehen waren. Nach kurzer Zeit kamen Anfragen aus aller Welt, plötzlich wollte jeder Millionen von Usern Einblick in seine Privatsphäre gewähren.
Mittlerweile öffnen Todd Selby die Stars und Celebrities aus allen Sparten gern ihre Türen. So kann man bei the selby zum Beispiel die Wohnungen von Peaches Geldof, Julia Restoin-Roitfeldt, Helena Christensen oder Alexander Wang durchstöbern – ohne persöhnlichen Besichtigungstermin.
Bei all dem Erfolg setzt Todd Selby weiterhin auch auf das klassischeste Print-Medium: Im Frühjahr 2010 soll das Buch “The Selby is in your Place” mit den Highlights seiner Webpage erscheinen.

 
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