Surfen lernen : Die Bewegungsabläufe beim Surfen

Surfen lernen
Bis es bei Ihnen so aussieht, dauert es wohl noch eine Weile

Jetzt ist es endlich soweit: ready for Take-off. Bestimmte Bewegungsabläufe müssen beim Surfen einfach sitzen, daher heißt es üben, üben, üben

Zuerst drückt man sich mit den Armen seitlich am Board ab, stellt danach den hinteren Fuß quer und setzt zuletzt den vorderen Fuß auf. „Diesen Bewegungsablauf musst du automatisieren. Am besten übst du ihn jedes Mal ein, bevor du in das Wasser gehst“, sagt Matt, der mit jedem von uns den Ablauf mehrfach probt. Dann sind wir bereit.

Surfen lehrt Demut, ähnlich wie Golfen. Aber irgendwann kippt der Schalter, und es klappt – im Gegensatz zum Golfen. Nur noch rasch die Leash am hinteren Fuß befestigen, und schon stürzen wir uns in die Fluten.

Zugegeben, das Rauspaddeln durch den Shore-Break ist echt anstrengend. Ich sitze auf dem Brett und warte auf eine Weißwasser-Welle (die großen sind anfangs tabu). Das Wasser rollt an. Jetzt schnell mein Board in Richtung Strand drehen und mit voller Kraft paddeln.

Ich merke, wie das Board sich hinten hebt, paddle wie verrückt, aber die Welle läuft unter mir durch. „Zu langsam“, ruft Matt, „du musst schneller sein.“ Beim nächsten Mal mobilisiere ich alle Kraftreserven und gleite meine erste Welle. Zwar noch im Liegen, aber immerhin.

Was für ein Wahnsinnsgefühl! Das Wasser spritzt, und ich johle vor Freude. Nach einigen Stunden schaffe ich es dann sogar, auf meinem Surfboard zu stehen.

Die erste richtige Welle reite ich allerdings erst nach Tagen. Und bis ich öfter stehe als ins Wasser zu fallen, dauert es wohl noch einige Surfurlaube. Aber das macht nichts – schließlich habe ich Geduld gelernt und komme gern wieder.

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