Die ersten Fältchen bei Männern

Männerhaut: erst keine Falten, dann tiefe Furchen
Männerhaut: erst keine Falten, dann tiefe Furchen

Die Haut von Männern hat eine gröbere Struktur und besitzt festeres Bindegewebe als die von Frauen. Deshalb bekommen Kerle nicht so früh Knitterfältchen

"Wenn aber die ersten Falten erscheinen, sind sie dafür gleich recht tief", sagt Liane Jochum, Leiterin der Naturkosmetikschule Academia Balance in Bad Endbach. Beschleunigt und verstärkt wird dieser Prozess bei Männern durch die gleichen Dinge wie bei Frauen auch: Vor allem Rauchen und viel Sonnenlicht lassen die Haut alt aussehen, weil beide Faktoren die straffenden Kollagen- und Elastinfasern schädigen. Die Haut von Männern hat eine gröbere Struktur und besitzt festeres Bindegewebe als die von Frauen. Deshalb bekommen Kerle nicht so früh Knitterfältchen. 

Junge und alte Haut im Vergleich
Die Haut besteht aus unterschiedlichen Schichten. Die Hornschicht der Oberhaut (A, auch Epidermis genannt) schützt vor äußeren Einflüssen und wird laufend er­neuert. Sie ist 0,03 bis 0,05 Millimeter dick. Die Lederhaut (B) wird auch als Dermis bezeichnet. Sie enthält Kollagen- und Elastinfasern, die Festigkeit und Elastizität verleihen. Bei alter Haut sind alle Schichten dünner geworden – die Zelldichte der Epidermis ist geringer, so dass ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, abnimmt. Die Haut wird trocken und spröde. Durch weniger Kollagen in der Lederhaut geht Festigkeit verloren, es entstehen Falten. Die Abnahme der Elastin-Menge macht die Haut schlaff. Aber auch die Unterfütterung mit Fett (C) ist im Alter geringer. Dies führt dazu, dass die Haut einsinkt.

(1) Haarwurzel mit (2) Talgdrüsen und (3) Muskel zur Aufrichtung der Haare (verursacht bei uns die Gänsehaut); (4) freie Nervenenden und Sinneszellen (Kälte und Wärme, Berührungsreize); (5) Blutgefäße; (6) Schweißdrüse; (7) Pacini-Körperchen (Berührungsreize)

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