Vorteile für Gesundheit: Die Fette sind im Kommen

Gesättigte Fette in Milch können das Blutprofil verbessern
In Milch und Milchprodukten stecken gesättigte Fettsäuren, die das Blutfettprofil verbessern können

Fette haben ihren schlechten Ruf eigentlich gar nicht verdient, denn sie schützen vor Krankeiten

Unter den Fetten sind nur Transfettsäuren eindeutig schädlich. Man muss sie überall da vermuten, wo „gehärtete pflanzliche Fette“ auf dem Etikett steht. Gesättigte Fettsäuren (vor allem in Milchprodukten, Eiern, Fleisch) verhalten sich im Blut überwiegend neutral. Sie verbessern das Bluttfettprofil sogar, wenn dafür weniger Kohlenhydrate gegessen werden.

Sehr günstig wirken einfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem in Olivenöl) und Omega-3-Fettsäuren. Aus ihnen stellt der Körper Substanzen her, die das Herzinfarktrisiko senken und wohl auch vor vielen anderen chronischen Erkrankungen schützen. Sie stecken vor allem in Fisch, Lein- und Rapsöl. Andere Pflanzenöle enthalten einen zu hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren, den Omega-3-Gegenspielern. Da in der Lebensmittelindustrie vor allem solche Pflanzenöle genutzt werden, ist die Übermacht von Omega 6 viel zu groß.

LOGI – eine Ernährungsmethode
Auf Grund all dieser Erkenntnisse wurde an der Harvard University LOGI (Low Glycaemic Index) entwickelt – eine Ernährung, die auf Obst und Gemüse setzt, dazu Nüsse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Fisch. Leicht verdauliche Kohlenhydrate wurden in die Spitze der Ernährungspyramide verdrängt. Wichtigster Unterschied zu anderen Low-Carb-Konzepten: die Beachtung der Fettqualität.

Kann man sich so gesundessen? Dr. Peter Heilmeyer von der Reha-Klinik Überruh in Isny ist überzeugt davon. Er hat Diabetes-Patienten untersucht, deren Blutwerte sich mit LOGI und ohne Kalorieneinschränkung schon nach 3 Wochen so gebessert hatten, dass die Medikation ganz abgesetzt oder halbiert werden konnte. Und das Tollste dabei ist: Die Probanden fanden es total lecker.

Seite 23 von 42

Sponsored SectionAnzeige