Clever einkaufen: Die fiesen Tricks der Supermärkte

Functional Food macht fett und krank
Supermärkte sind voll von Kauf-Fallen, die an jeder Ecke auf Sie lauern

Über 3000 Kalorien können zusätzlich jeden Tag Ihre Energiebilanz belasten, wenn Sie unüberlegt im Supermarkt einkaufen. So entschärfen Sie die Tricks der Supermärkte

Achtung! Einkaufen kann dick machen – nämlich dann, wenn Sie zu den falschen Lebensmitteln greifen. Mehr als 3000 Kalorien können zusätzlich jeden Tag Ihre Energiebilanz belasten, wenn Sie unüberlegt im Supermarkt einkaufen, ergaben Recherchen von Men’s Health: Insgesamt standen dabei rund 450 Produkte auf dem Prüfstand. "Etwa zwei Drittel aller Einkäufe im Supermarkt werden spontan getätigt", sagt Buchautorin Silke Schwartau aus Hamburg (Vorsicht Supermarkt!, rororo, zirka 10 Euro).

Den Kaufimpuls geben meist die ausgeklügelte Ladengestaltung und raffinierte Werbestrategien, die uns weismachen wollen, dass alles gesund ist und aus den besten Zutaten besteht. Doch ein genauer Blick aufs Etikett verrät: Sie geben nicht nur unnötig Geld für überteuerte Lebensmittel aus, sondern schaden damit auch Ihrer Gesundheit, besonders Ihrem Bauch. Etwa dann, wenn sich ein vermeintlich gesundes Produkt als Fett- oder Zuckerbombe entpuppt. Wir haben für Sie das System Supermarkt genauestens untersucht und erklären Ihnen, wie Sie beim Einkaufen hinterhältige Kalorienfallen umgehen.

Wie Düfte und Musik uns manipulieren
Es gibt eine simple Formel: Je länger Sie im Laden sind, desto mehr kaufen Sie. Marktleiter wissen das, und so entwickelte sich im Laufe der Zeit eine boomende Branche: die Kundenforschung. "Es geht darum, das Einkaufen möglichst angenehm zu gestalten und dadurch den Aufenthalt zu verlängern", erläutert Gunnar Mau, Geschäftsführer vom Hamburger Marktforschungsinstitut Shoppermetrics.

Neben dem Aufbau des Ladens entscheiden viele weitere Faktoren darüber, was und wie viel Sie kaufen. So lässt ein großer Einkaufswagen Sie glauben, noch nicht viel reingelegt zu haben – der Besuch lohnt so ja gar nicht. Aber auch die Hintergrundmusik, mit der Sie beschallt werden, wirkt unterbewusst. Wenn statt französischen Chansons bayerische Blasmusik zu hören ist, wird mehr deutscher als französischer Wein gekauft, fand beispielsweise eine Studie der britischen Universität Leicester heraus. Den Kunden selbst war nicht klar, warum sie zum deutschen Wein griffen. "Auch wenn Sie es nicht bewusst wahrnehmen, Ihre Umwelt hat einen Einfluss auf Ihre Entscheidungen", erklärt Psychologe Mau.

Ebenso wird Ihr Geruchssinn im Supermarkt angesprochen. Mau: "Der Duft ist einer der mächtigsten Reize." Kitzelt der Geruch von frischem Obst die Nase, wird das Verlangen, zu Früchten zu greifen, geweckt – auch bei künstlichen Aromen, die bei vielen Märkten über die Klimaanlage in die Nasen der Kunden ziehen.

Seite 2 von 17

Sponsored SectionAnzeige