Unfälle im Ring: Die häufigsten Boxverletzungen

Box-Unfall
Ein guter Straight Punch ist nichts für weiche Nasen

Profi-Boxer verdienen Geld damit, andere zu verprügeln. Was zu Bruch geht, muss auch wieder geheilt werden. Unsere Notfallversorgung

Am Nikolaustag steigt Dr. Vitali Klitschko wieder in den Boxring. Augen werden anschwellen, und es wird wohl auch Blut fließen. Verletzungen gehören zum Boxen wie der Ketchup zur Currywurst. Doch auch im normalen Männeralltag sind Platzwunden oder ein gebrochenes Nasenbein nicht ganz selten. Beseitigen Sie die Folgen einfach wie die Profis. Wer sagen, wie.

1. Nasenbein platt gemacht
Die Verletzung ist so geradeaus wie ein Boxkampf selbst. „Ursache eines Nasenbeinbruchs ist meist ein direkter Schlag auf die Nase“, sagt Dr. Wolfgang Gruber, Unfallchirurg an der Uniklinik Bayreuth und Ringarzt bei Profikämpfen. Mit dem Punch auf die Zwölf zerbricht die knöcherne Scheidewand des Riechorgans wie eine zarte Butterwaffel und macht aus der Nase einen krummen Zinken. Dem Boxer ist das meist egal. „Während des Kampfes spürt er das nicht.“

Nach dem Gong werden die Trümmer kurz mit den Fingern aufgerichtet, damit die Atmung frei ist, dann ein paar mit Adrenalin getränkte Wattetampons zum Blutstillen in die Nasenlöcher gestopft – fertig für die nächste Runde. Nasenbeinbrüche gehören für Boxer so zum Alltag, dass die meisten ihre Sattelnase erst nach der Karriere zu einem plastischen Chirurgen tragen – vorher lohnt es sich nicht.

Wer sich abseits des Rings die Nase ramponiert, kann es halten wie ein Boxer oder seinen platten Riechkolben gleich wieder fachmännisch richten lassen. Danach sollte man sich allerdings für mindestens zwei Wochen mit allen Menschen vertragen.

Seite 1 von 5

Sponsored SectionAnzeige