Erbsenzähler oder Selbstzerstörer?: Die häufigsten Typen Führungsstil

Gewalt ist keine Lösung
Haben Sie einen "Durchsetzer" als Chef?

Entscheidend ist auch zu wissen, was für ein Chef Ihr Chef ist. Sein Führungsstil bestimmt die Art und Weise, wie Sie ihn führen. Hier die 6 häufigsten Typen

Der Durchsetzer zerquetscht Sie, wenn Sie zu schwach sind. Wenn Sie sich zu sehr auflehnen, wird er Sie als Gegner betrachten – und als solchen vernichten. Experte Herzlieb: „Dieser Typ Chef hat sehr klare Vorstellungen und Ziele und setzt sie mit Engagement durch – auch gegen Widerstände. Er ist fordernd und ungeduldig und duldet selten Widerspruch.“ Zeigen Sie Widerstand, aber nicht zu viel. Eröffnen Sie durch unerwartete Argumente Nebenschauplätze, lassen Sie sich aber auch von seiner Wucht mitreißen. Dann nimmt er Sie als eigenen Kopf mit eigenem Willen wahr, aber nicht als Gefahr.

Der Paranoide wittert überall Feinde und will diese durch Präventivschläge davon abhalten ihm zu schaden. Das heißt aber auch: Er ist einsam und sucht immer nach Verbündeten, denen er vertrauen kann. Seien Sie dieser Verbündete – und schüren Sie seine Angst: Entwerfen Sie Bedrohungsszenarien, bieten Sie sich selbst als Retter an. Er wird dafür dankbar sein und Ihnen immer mehr Verantwortung übergeben.

Der Emotionale steckt voller Ideen und Optimismus, aus seiner Sicht ist alles machbar. „Er verändert häufig die Richtung und fängt Neues an, ohne das Alte fertiggestellt zu haben“, so Herzlieb. „Gespräche mit ihm dauern ziemlich lange, weil er viel zu erzählen hat. Spenden Sie ihm Beifall und pflegen Sie Ihre gute Beziehung.“ Dabei sollten Sie stets versuchen, ihn dazu zu bewegen, die vereinbarten Aktivitäten zum Abschluss zu bringen.

Der Erbsenzähler ist ein risikoscheuer und detailorientierter Vorgesetzter. Genauigkeit und analytisches Vorgehen sind für ihn eminent wichtig. „Um bei ihm etwas zu erreichen, müssen Sie Zahlen, Daten und Fakten liefern. Er braucht Zeit für Entscheidungen – ihn zu drängen verzögert es nur“, erklärt der Management-Trainer. Je dichter das Netz Ihrer Argumente, desto sicherer der Erfolg.

Der Selbstzerstörer arbeitet zu viel, isst und trinkt zu viel. Er tanzt auf einem schmalen Grat und jagt Sekretärinnen durch die Tiefgarage. Sehen Sie ihm dabei zu und lassen Sie ihn mit einem Lächeln wissen, dass Sie seine dunkle Seite kennen. Er wird versuchen, Sie mit nach unten zu ziehen. Denn das ist seine einzige Art zu siegen: Menschen herunterzuziehen und sie dann versinken zu sehen. Bleiben Sie standhaft! Weisen Sie ihn aber auch nicht ab, sondern reichen Sie ihm die Hand. Bald wird er sich daran festhalten und ohne Sie keinen Schritt mehr machen.

Der Teamworker hat viel Geduld und unterstützt seine Mitarbeiter nach Kräften. „Allerdings ist er in seinem Führungsverhalten oft zu rücksichtsvoll und setzt sich nach oben nicht durch“, sagt Herzlieb. „Einflussnahme auf ihn funktioniert nur mit Geduld und in kleinen Schritten. Wichtig sind harmonische, aber beharrliche Gespräche, in denen Sie Optimismus zeigen. Konkrete, nützliche Vorschläge haben gute Chancen. Sie sollten immer Ihre Loyalität betonen und beweisen.“

Seite 3 von 4

Sponsored SectionAnzeige