Lenkrad-Training: Die Kurvenstrecke Herrenberg

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Die Kurvenstrecke: Von Herrenberg bis Herrenberg

Von Herrenberg bis Herrenberg, Länge: 270 km, Dauer: 6 Stunde, Fahrweise: drehfreudig, bestes Reiseauto: leichter Sportwagen

Die natürlichen Feinde des begeisterten Kurvenkratzers sind betuliche Limousinenfahrer. Auf sie läuft er stets vor den schönsten Kurven auf, muss halb so schnell, wie er könnte, hinter ihnen durch die Biegung zuckeln und kann erst ­danach überholen. Kleiner Trost: In ganz Schwaben gibt es nicht genug Limousinenfahrer, um einen vor allen Kurven auf dem Rundkurs ab Herrenberg auszubremsen. Bis Bisingen sind sie noch weit gezogen und schnell, dann beginnt mit dem Lochenstein die Bergetappe.

Über das Hochplateau des Großen Heubergs geht die Kurvenhatz weiter nach Fridingen. Der Rhythmus ist gefunden. Bremsen. Runterschalten. Schnell einlenken. Gas geben. Gegenlenken. Mehr Gas. Stärker gegenlenken. Hochschalten. Vollgas. Glöckchen ­bimmelt. Nächster Gang. Weiter zur nächsten Kurve. Und wieder bremsen. So geht es über die Schwäbische Alb bis Bad Urach. Die restlichen ­Kilometer, vorbei an Reutlingen und Tübingen, dienen nur noch der Entspannung und dazu, sich wieder daran zu gewöhnen, das Lenkrad mehr als 100 Meter gerade zu halten. Von Holzgerlingen aus überquert man noch den Schönbuch, dann kann er in ­Herrenberg enden, dieser Drehtag.

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