Moderne OP-Technik: Die Meniskus-Rettung

Meniskus-Rettung
Aufbau eines Kniegelenks

Da liegt er, eingeklemmt und muss allen Druck abfedern: Sehen sie wie ein zermürbter Knorpel repariert wird

Der Meniskus ist ein Knorpel im Kniegelenk, der dafür sorgt, dass Ober- und Unterschenkelknochen reibungslos aufeinander gleiten. Er hat die Form einer Sichel, also wie ein Halbmond, außen dick, innen dünn, wobei es jeweils einen Außen- und einen Innenmeniskus gibt.

Da liegt er nun, eingeklemmt und muss allen Druck und alle Bewegung abfedern, die Laufen, Springen, Strecken und Beugen mit sich bringen. Das zermürbt ihn im wahrsten Sinne des Wortes: bei Sportlern und dicken Menschen mehr, bei leichten und vorsichtigen weniger.

Wird er zu sehr belastet, kann er reißen. Dann wird heutzutage in der Regel arthroskopisch genäht, glattgeschnitten und -gehobelt. Zuerst füllt der Chirurg das Kniegelenk mit einer Salzwasserlösung, damit er Platz bekommt und führt dann an zwei Seiten des Knies jeweils einen Schlauch ein. An einem hängt eine Lampe samt Kamera, damit er sehen kann, am anderen das entsprechende Werkzeug: Messer, Nadel, Faden.

Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Johannes Holz aus Hamburg(www.park-klinik-manhagen.de) hat uns einige seiner OP-Videos zur Verfügung gestellt, um heutige arthroskopische Operationstechniken anschaulich darzustellen.

Galgenknoten: Ist der Faden durch die beiden Risskanten gezogen, zieht der Chirurg den Knoten wie einen Galgenknoten fest und knipst das lange Ende ab

Die Prüfung: Vorsichtig tastet der Chirurg die genähte Stelle ab und schaut, ob der Knoten fest genug zusammengezogen ist

Ein gesunder Meniskus: Hell, glatt und ohne Unebenheiten – ein gesunder Meniskus sitzt zwischen den Knorpeln des Ober- und Unterschenkelknochens wie ein Stoßdämpfer

Eingerissener Meniskus: Am oberen Bildende ist der Oberschenkelknochen zu erkennen, am unteren der Unterschenkelknochen. Dazwischen befindet sich der Meniskus mit einem Riss

Teilentfernung: Befindet sich der Schaden zu sehr am gefäßarmen Rand, wird ein Teil des Meniskus mit einem Messer abgeschnitten

Der Restmeniskus: Der Restmeniskus wird nun teilresiziert. Das bedeutet: Nachdem der schadhafte Teil des Knorpels weggeschnitten worden ist, wird der verbleibende Teil mit einem so genannten Rückschneide-Messer glatt geschnitten

Ruptur im Meniskus: Der Meniskus hat einen Riss bekommen. Das tut dem Patienten zwar nicht direkt weh, da das Meniskusgewebe nicht sonderlich durchblutet ist. Aber: der Knorpel darüber und darunter kann schmerzen. Das heißt: nähen

Mit Nadel und Faden: Der Riss, die so genannte Ruptur, wird mit Hilfe eines Nahtankers zusammengenäht

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