Schwachpunkt Vorsteherdrüse: Die Prostata

Bei Prostatakrebs hilft eine Radionuklidtherapie
Die Prostata sorgt für das Wohlfühlambiente der Spermien

Wie ein guter Party-Service übernimmt die Vorsteherdrüse mit ihrem nahrhaften Sekret das Catering für die Spermien

Eine gesunde Prostata ist gerade mal so groß wie eine Kastanie, doch meistens wird erst dann über sie gesprochen, wenn sie wächst und dadurch Probleme macht. Bei etwa 75 Prozent aller Männer über 60 Jahren ist das der Fall. Es lohnt sich also, ein paar Worte über sie zu verlieren. So wie ein guter Party-Service übernimmt die Vorsteherdrüse mit ihrem nahrhaften Sekret das Catering für die Spermien. In China gilt die Drüse sogar als männlicher G-Punkt.

Testen Sie Ihren Urinstrahl: Warten Sie ab, bis Ihre Blase gefüllt ist und Sie einen starken Harndrang spüren. Pinkeln Sie in einen Messbecher. Stellen Sie fest, wie lange das Wasserlassen gedauert hat und wie viel Urin sich in dem Becher befindet. Teilen Sie anschließend das Volumen (in Millilitern) durch die Dauer (in Sekunden).

Ergebnis: Normal sind mehr als 15 Milliliter pro Sekunde. Niedrigere Werte lassen auf eine vergrößerte Prostata schließen, die den Harnabfluss behindert. „Sie sollten dann dringend zum Urologen gehen“, rät Professor Manfred Wirth, Urologe am Uniklinikum Dresden.

Den Arzt aufsuchen sollten Sie auch, wenn Sie eines der folgenden Symptome beobachten: häufiges Wasserlassen (Sie müssen auch nachts öfter raus), Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnstottern: der Urinstrahl reißt ab, und Sie müssen von Neuem beginnen), oder das Gefühl, die Blase nicht völlig entleeren zu können.

Tuning: Leinsamen enthalten östrogenartige Stoffe und können das Prostatawachstum bremsen. Eine Studie der Duke University (USA) erzielte gute Erfolge mit 30 Gramm pro Tag.

Bei Beschwerden gehen Sie zum Arzt, vom 45. Lebensjahr an regelmäßig zur Krebsfrüherkennung. „Eine Prostata-Untersuchung beim Arzt ist absolut harmlos“ beruhigt Professor Dieter Jocham, Urologe am Uniklinikum Lübeck. Die am häufigsten angewendeten Analysemethoden sind die Uroflowmetrie, bei der Sie wie in unserem Test einfach in ein Gefäß urinieren, die Untersuchung des Organs per Ultraschall und ein Bluttest auf das prostataspezifische Antigen (PSA).

Sponsored SectionAnzeige