Einkaufsführer: Die richtige Fotokamera für Sie

Die besten Fotoapparate
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Ob Gelegenheitsknipser, ambitionierter Hobbyfotograf oder Profi: Wir helfen Ihnen bei der Wahl des richtigen Kameratyps

Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkamera: Welcher Typ passt am besten zu Ihnen? Und wann reicht die Handy-Kamera aus? Unser Experte Michael Hoberg, Fotograf aus Magdeburg (www.michaelhoberg.de), stellt die wichtigsten Kategorien vor und gibt konkrete Empfehlungen:

Handy-/Smartphonekamera
Mittlerweile liefer diese kameras ganz passable Qualitäten, so dass es sogar schon eigegen Kunstfotografie-Zweig damit gibt. Für mehr als gelungene  chnappschüsse reichen aber selbst die edelsten Smartphones kaum aus. Zumal die Qualität der verbauten Kamera nur selten ein Hauptkriterium beim Handykauf ist. Wer darauf jedoch Wert legt, achtet auf Geräte, die vom Hersteller konkret mit ihren Fotoqualitäten beworben werden. Das „Nokia N8“ glänzt etwa mit 12 Megapixeln Auflösung, Carl-Zeiss-Objektiv und Xenon-Blitz. Unterm Strich sind Handykameras ideal für Urlaub- und Party-Situationen, wenn ein Zweitgerät einfach nur stören würde, oder auch als visuelles Notizbuch. Die Bildqualität steht dabei im Hintergrund.

Kompaktkamera
Ein guter Kompromiss aus Mobilität und Qualität. Klein und handlich für unterwegs mit ausreichend bis guten Bildergebnissen. Im Vergleich zu Handykameras stecken in der Kompaktklasse mehr Gestaltungsmöglichkeiten, ein größerer Chip, der für weniger Bildrauschen sorgt, und auch der Blitz ist leistungsfähiger. Die Mobilität ist durch kleine Maßen und geringes Gewicht immer noch gewährleistet. Neuere Modelle können außerdem HD-Videos in 720p-Qualität aufnehmen, die jedoch mit der von Camcordern nicht mithalten kann, da der Bildstabilisierer zu schwach ist oder erst gar nicht vorhanden. Es gibt auch besser ausgestattete Kompaktkameras wie die PowerShot-Serie von Canon oder die Cyber-shot-Familie von Sony. Preislich gesehen liegen diese aber schnell zu nahe an den Spiegelreflexkameras und bieten – bis auf den erhöhten Zoombereich (besonders im Tele) und die bessere Haptik – kaum zunehmende Qualität. Bevor Sie also zu einer teuren Kompaktkamera mit Vollausstattung greifen, überlegen Sie sich, ob Sie auf Kosten des Taschenformats nicht lieber in die nächste Kameraklasse mit Wechseloptik einsteigen wollen.

Das lässt das Fotografenherz höher schlagen
Spiegelreflex: Die richtig dicken Dinger gibt's schon ab 400 Euro. Für Edel-Objektive zahlen Sie mitunter das dreifache

Systemkamera ohne Spiegel
Ab jetzt versagt die Mobilität, aber die Qualität steigt deutlich. Systemkameras bieten Wechselobjektive, die den Umgang komfortabler, flexibler und spannender gestalten. Beispielsweise 30 Millimeter „Pancake“-Objektive (besonders flache Bauweise) bei der Panasonic Lumix „DMC-G2“. Sie fotografieren aktiver, setzen persönliche Akzente in der Bildgestaltung und erleben das Fotografieren intensiver und konzentrierter. Der fehlende Spiegel ermöglicht eine kompaktere und leichtere Bauweise als bei Spiegelreflexkameras. Nachteil: Der elektronische Sucher versagt oft in dunklen Situationen, was zu ruckeligen und rauschstarken Bildern führt.

Spiegelreflexkamera
Der heutige Standard für alle ambitionierten Fotografen bis hin zur professionellen Fotografie. Nahezu für jeden bezahlbar, denn sämtliche Hersteller führen auch günstige Einsteigergeräte, die bereits eine qualitativ hochwertige Basis bieten – etwa die „DSLR-A290“ von Sony für knapp 450 Euro. Männer mit etwas mehr Taschengeld greifen idealerweise zu größeren Mittelklasse-Bodys im 1000-Euro-Bereich, beispielsweise zur neuen „D7000“ von Nikon. Idealisten und Kompromisslose leisten sich eine Vollformatkamera, die sich durch eine bessere Haptik (für Männerhände) auszeichnet, ein optimales Rauschverhalten gewährleistet und ein sanftes Bokeh (Verlauf zwischen scharfem und unscharfem Bereich) liefert. Preisspanne: ab 1500 Euro bis Kleinwagen. Tipp: die Canon „EOS 5D Mark II“ für knapp 2000 Euro.

Egal für welche Qualitätsklasse Sie sich letztendlich entscheiden: Bei der Anschaffung müssen Sie auf jeden Fall auch auf die Wahl des Objektivs achten: Für Einsteiger reichen sparsame Kits zur Grundausstattung. Wer mehr will und eine gewisse Professionalität anstrebt, greift zu hochwertigen Objektiven. Die können dann aber auch schnell mal über 1000 Euro kosten.

Die neueren Spiegelreflex-Modelle bieten auch HD-Videoaufnahme, die im Vergleich zu anderen Kameratypen aufgrund des größeren Sensors am besten überzeugt. Für gute Ergebnisse brauchen Sie jedoch ein teures Objektiv mit Bildstabilisator und ein externes Mikrofon. Für kleine und technisch anspruchslose Sequenzen reichen Kompaktkameras und gute Handykameras völlig aus.

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