Schuhwerk: Die richtige Trail-Ausrüstung

Ein guter Trailschuh muss viele Kriterien erfüllen um geeignet zu sein
Achten Sie vor allem auf richtiges Schuhwerk

Ob Laufen Spaß macht, hängt auch von den Schuhen ab. So finden Sie Ihre perfekten Laufschuh

1. Ein richtiger Trailschuh
Der Trail fängt da an, wo die Straße aufhört. Was danach folgt, kann jedoch sehr unterschiedlich aussehen. Und ebenso unterschiedlich sind die auf dem Markt erhältlichen Trailschuhe. Natürlich braucht man nicht für jeden Waldweg gleich einen speziellen Trailschuh. Entscheidend für die Kaufentscheidung eines Trailschuhs ist die Frage, für welches spezielle Terrain der Schuh benötigt wird. Braucht man eher einen Schuh für gewöhnliche Trainingsläufe auf Waldwegen und -pfaden oder für anspruchsvolles Offroad-Gelände, also für Läufe abseits ausgebauter Wege oder auf alpinem Terrain?

Daran erkennen Sie einen guten Trailschuh:

  • Allgemeine Kennzeichen: Trailschuhe sind meist sehr leicht an ihrer Optik zu erkennen. Das oft in dunkleren Tönen gehaltene Obermaterial ist robuster und fester als bei gewöhnlichen Laufschuhen. Einige Modelle sind sogar mit einer Membran erhältlich. Im Zehenbereich ist die Außensohle nach oben gezogen. Funktionell fällt vor allem das grobstolligere Außensohlenprofil auf, das auf losem Untergrund besseren Halt bieten soll.
  • Ein Obermaterial mit Membran ist nicht nur bei Regen- oder Schneefall sinnvoll, sondern auch beim Durchlaufen feuchter Wiesen. Die Atmungsaktivität der Membran kann aber geringer als bei Mesh-Obermaterial ausfallen. Folge: Der Fuß wird schneller warm.
  • Einige Modelle haben einen komplett um den Schuh laufenden Besatz. Dieser verhindert das Eindringen von Wasser und gibt zusätzlich Halt.
  • Das Profil der Außensohle ist vergleichbar mit der Bereifung beim Auto oder beim Mountainbike, die auch mit grobstolligen Reifen besser im Matsch vorankommen. Oft werden gegensätzliche Profilrichtungen miteinander kombiniert, um einen sicheren Halt sowohl beim Auftreten wie auch beim Abrollen des Fußes zu gewährleisten.
  • Gummimischung der Außensohle: Mit Trailschuhen kann man unangenehme Überraschungen erleben. Viele Modelle sind auf nassem Stein oder Asphalt sehr rutschig, denn durch das gröbere Profil hat der Schuh weniger Kontaktfläche zum Untergrund. Manche Sohlen sind für Nässe sogar gänzlich ungeeignet.
  • Schnürung: Die Schnürung muss den Mittelfuß besonders gut fixieren, damit auch in Schrägstellung kein Umknicken möglich ist. Eine flache, verdeckte Schnürung kann sich im Gestrüpp nicht so leicht verfangen.
  • Mittelsohle: Ein Trailschuh ist flach gebaut. Das bedeutet, dass der Fuß dichter am Boden ist und die Hebelwirkung einer dickeren Mittelsohle vermieden wird. Folge: Der Fuß knickt nicht so leicht um.
  • Dämpfung: Aus der flachen Bauform ergibt sich eine schlechtere Dämpfung. Manche Hersteller verwenden deshalb besonders hochwertige Dämpfungsmaterialien oder -komponenten, um einen Kompromiss zu schaffen.
  • Gewicht: Trailschuhe sollten möglichst leicht sein. Aber ähnlich wie bei Geländewagen sind auch bei manchen Trailschuhen die für einen erhöhten "Insassenschutz" eingesetzten Komponenten relativ schwer. Daher wiegen viele Modelle mehr als normale Straßenschuhe. Aus diesem Grund benutzen manche Topläufer bei Bergläufen immer noch Lightweight-Trainer.
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