Yamaha Faster Sons: Die schnellen Söhne vom Hinterhof

Yamaha Faster Sons

Mit der neuen Reihe "Faster Sons" will Yamaha der Kundschaft beweisen, dass man mit den alten Schlegeln immer noch viel Spaß haben kann

Yamaha hat mit dem "Yard Built"-Programm in den letzten Jahren für ziemliche Aufruhe in der weltweiten Custom-Szene gesorgt. Als einer der ersten Hersteller hatten die Japaner verstanden, dass die Custom-Welle für mehr taugt als nur ein paar unterhaltsame Hipster-Videos mit wackeligem Fokus und Funkenflug an der Flex. BMW, Harley und Triumph ziehen mittlerweile nach.

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Bekannte Customizer wie DEUS, die Wrenchmonkees, Jens vom Brauck oder die Benders-Brüder hatten sich Bikes des "Sport Heritage"-Labels vorgeknöpft und so spannende Yard Builts geschaffen. Damit gemeint sind die ehrwürdig ergrauten und gut abgehangenen Maschinen à la XV950, SR500 und XJR1300. Ja sogar der aktuellen VMAX ging’s an die Wäsche. Die XJR beispielsweise erlebt seither eine regelrechte Renaissance.

Yamaha Faster Sons

Nun erweitert Yamaha das Custom-Portfolio um eine neue Ebene: „Faster Sons“ wird die neue Familie wesentlich modernerer Custom-Bikes genannt. Die schnellen Söhne grenzen sich mit zeitgemäßer Technik von den alten, zumeist luftgekühlten Yard Built-Vätern ab. Deren Entwicklung liegt oftmals schon mehr als 20 Jahre zurück. Die erste SR gab’s sogar schon 1978!

Yamaha Faster Sons

Beim Wheels & Waves-Festival in Frankreich wurde schließlich der erste Entwurf eines Faster Son vorgestellt. Kein geringerer als Umbau-Legende Shinya Kimura nahm sich dafür eine aktuelle MT-07 zur Brust und entwarf auf dieser Basis einen Alu-Racer, der ganz und gar dem Vermächtnis japanischer Motorradtradition folgt. Die Maschine wird so zu einem in sich geschlossener Gegensatz: Der allseits hochgelobte Zweizylinder, ein modernes Fahrwerk – das alles jedoch im Gewand eines klassischen Café Racers, der eher in die Zeit vor 40 oder 50 Jahren passt. Das ist mutig! Weil es so offensichtlich widersprüchlich ist.

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Allein die Präsenz von Kimura, der wegen seiner blechbildnerischen Fähigkeiten wie eine Gottheit verehrt wird, sorgte in Biarritz für viel Aufsehen. Der Wahl-Kalifornier blieb seinem Stil – feinen Details und viel sichtbarem Metall – treu und gibt nun den Staffelstab an andere Kreative weiter. Neue Faster Sons werden sicher folgen. Im Gespräch mit Jens vom Brauck konnte FUEL bereits vernehmen, dass auch der Kölner von der MT-07 und ihrem Unterhaltungswert extrem angetan ist. Man darf also gespannt sein, ob der Versuch, die noch recht frische Modellpalette der Japaner mit der „Szene“ zu verknüpfen kläglich scheitert oder ein Überraschungserfolg wird.

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