Richtig klettern: Die tollsten Bergtouren in eisige Höhen

Der Kilimandscharo in Tansania: 5895 Meter über dem Meeresspiegel
Afrikas Spitze: Kilimandscharo mit 5895 Metern

Wer hoch hinaus will, muss klein anfangen. Und damit die erste große Expedition nicht zu einer Tortur wird, haben wir gemeinsam mit Trekking-Experten die fünf schönsten Bergtouren für Sie herausgesucht – mit einer Bewertung der Anforderungen

Unsere Vorschläge reichen vom Ixtaccihuatl in Mexiko und dem Chimborazo im südamerikanischen Equador bis zu Afrikas höchstem Gipfel, dem Kilimandscharo. Über Asien schaut man vom Pik Lenin aus, und der Gipfel der Genüsse ist das Panorama vom Kala Pattar – mit Aussicht auf den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest.

Ixtaccihuatl, 5286 m, Mexico
Wird in Fachkreisen nur "Ixta" genannt. Ist zwar nicht so hoch wie der Nachbarberg Popocatepetl (5458 Meter), dafür aber landschaftlich reizvoller als der "Popo" mit seinem gleichförmigen Kegel. Außerdem ist der Ixta immer begehbar, denn er hat seine vulkanische Tätigkeit eingestellt: im Gegensatz zum Popocatepetl.
Beste Zeit: Top: Februar, März. Dann Mai, Oktober, November.
Anforderungen: Keine Klettervorkenntnisse erforderlich, Gesamtdauer: zirka zwei Wochen, Übernachtungen in Gasthäusern.
Kosten: Mind. 3000 Euro/9 Tage mit Flug (hauser-exkursionen.de).

Kilimandscharo, 5895 m, Tansania
Der erloschene Vulkan ragt mit seiner (noch) vergletscherten Gipfelregion über die tierreichen Steppen Ostafrikas. Er gilt als leicht, weil man ohne spezielle Kletterausrüstung den Gipfel erreichen kann. Trotzdem gibt es nur wenige Berge, deren Hauptgipfel so selten erreicht wird. Laut Umfragen scheitern etwa 90 Prozent aller Bergsteiger.
Beste Zeit: Ganzjährig. Extraklasse von November bis Januar.
Anforderungen Sehr gute Ausdauer, psychisches Durchhaltevermögen und viel Geduld zur Akklimatisation. Für Könner.
Kosten Mind. 2500 Euro/neun Tage mit Flug (hauser-exkursionen.de).

Kala Pattar, 5643 m, Nepal
Vom Dorf Jiri geht’s durch das üppige Grün des Tieflands bis zu den Regionen in ewigem Eis. Ausreichend trainierte Wanderer haben gute Chancen auf ihren ersten Fünftausender. Am Gipfel belohnt eine grandiose Aussicht auf den Mount Everest für die Mühen. Aber nur ein Viertel aller Aspiranten schafft den Kala Pattar, der Rest dreht vorher um.
Beste Zeit: Ideal: März bis Mitte Mai, gut im Oktober, November.
Anforderungen Keine besonderen Kletterkenntnisse erforderlich. Breiter Weg von der Hütte zum Gipfel (etwa fünf Stunden).
Kosten: Mind. 2400 Euro/20 Tage (dav-summit-club.de).

Chimborazo, 6300 m, Ecuador
Im zentralen Hochtal Ecuadors liegt die "Straße der Vulkane". Eigentlich ist es nur eine Tagestour auf den Vulkan Chimborazo – denn mit dem Geländewagen geht’s fast bis auf 5000 Meter. Aber ohne ausreichende Akklimatisation haben selbst erfahrene Bergsteiger keine Chance, den Gipfel zu erreichen. Für schnelle Abstecher ist er zu hoch.
Beste Zeit:Gute Bedingungen von Oktober bis Ende Januar.
Anforderungen:Exzellente bergsteigerische Fähigkeiten, da das Gelände teilweise 40 Grad steil und stark vereist ist.
Kosten: Mind. 3100 Euro/17 Tage mit Flug
(dav-summit-club.de).

Pik Lenin, 7134 m, Kirgistan
Es heißt, der Pik Lenin sei der leichteste aller 7000er – allerdings gibt es davon ebenso wenig wirklich leichte wie bei den 8000ern, denn er hat bereits eine Todeszone. Man darf in der Höhe keine Fehler machen, sonst drohen Erfrierungen oder Höhenkrankheit. Die Besteigungen finden immer im Team im Rahmen einer internationalen Organisation statt.
Beste Zeit: Nur im Hochsommer von Juli bis August begehbar.
Anforderungen: Gilt zwar als technisch leicht, ist aber nur für ambitionierte Bergsteiger zu empfehlen (lange Akklimatisation).
Kosten: Mind. 3900 Euro/23 Tage (hauser-exkursionen.de).

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