CDU und CSU über Männerpolitik: Die Union: Mehr Recht für Väter und mehr Investition in Bildung

Geschlechtliche Gleichstellung in der Bildung?
Jungen und Mädchen sind ihr gleich wichtig, sagt die Union

Die CDU/CSU ist derzeit eine der Regierungsparteien auf Bundesebene. Für die Konservativen sollte das Geschlechterverhältnis ja eigentlich ein Kernthema sein

Stichwort Bildung: Je geringer qualifizierend die Schulform, desto höher der Anteil an Jungen, ca. jeder zehnte Junge bleibt ohne jeglichen Schulabschluss. Anders gesagt: 62 Prozent der Schüler, die ganz ohne Abschluss bleiben, sind männlich. Jungen müssen häufiger die Klasse wiederholen als Mädchen

Men’s Health: Welche konkreten Maßnahmen werden Sie einleiten, um die Benachteiligung von Jungen im deutschen Bildungssystem zu bekämpfen? Wie begegnen Sie der hohen Anzahl männlicher Schulabbrecher?

CDU/CSU: Jungen und Mädchen sind uns gleich wichtig. Jeder hat eine faire Chance verdient. Deutschland soll Bildungsrepublik werden. Dafür wollen wir bis 2015 gesamtstaatlich zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung und Forschung investieren. Die Zahl der Schulabbrecher wollen wir bis 2012 halbieren. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel für Bildung und Ausbildung. Bis 2010 sollen alle Kinder, die eingeschult werden, Deutsch sprechen können. Wir unterstützen die gezielte Sprachförderung vor der Schule und verbindliche Sprachstands-Tests ab vier Jahren. Wir wollen eine intensive Förderung bei erkannten Defiziten und Sprachprogramme begleitend zum Unterricht. Gute Bildung für alle braucht viele Wege, klare Ziele und hochwertige Angebote. Zu jedem Abschluss gehört ein Anschluss. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder bestmöglich gefördert werden. Wir wollen für die Bildungseinrichtungen und Bildungsabschlüsse bundesweite Leistungsmaßstäbe entwickeln und durchsetzen.

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