Internationale Abnehm-Strategien: Die weltweit besten Speck-weg-Tipps

Die weltweit besten Diät-Tipps
Jetzt würde er sich jeden Kontinent einzeln einverleiben

Die Globalisierung schreitet voran – auch in der Küche. Stibitzen wir uns einfach die besten Anti-Wampen-Zutaten von Köchen aus aller Welt

Rindfleisch, Kichererbsen, Pilze oder Fisch – jede Nation hat ihre Geheimwaffe, um Pfunde abzuwerfen. Sie möchten teilnehmen an der gemeinsamen Mission gegen den Speck? Gar kein Problem! Denn Men’s Health hat für Sie ein internationales Nahrungsmittel-Kontingent für den Kampf gegen die Wampe zusammengestellt.

1. Argentinien

Geheimwaffe 1 a Rindfleisch
Argentinier essen im Schnitt dreißig Pfund mehr Rindfleisch jährlich als Bürger anderer Industrie-Nationen – ohne höheres Herzinfarkt-Risiko. „In Argentinien fressen die Rinder nur Gras, so wie es in der Natur vorgesehen ist“, erklärt Martin Ostermeier aus der Fleischerei des Steak-Restaurants Block-House in Hamburg. Untersuchungen ergaben, dass 120 Gramm Rindfleisch aus Argentinien nur 2,5 Gramm gesättigte Fettsäuren und 140 Kalorien enthalten, während in dieser Menge US-Mastfleisch 10,8 Gramm gesättigte Fettsäuren und 328 Kalorien stecken.

Nachmachen: In Deutschland besteht keine Kennzeichnungs-Pflicht für Futtermittel – Sie erkennen nicht, ob Tiere Gras gefressen haben. Entweder kaufen Sie Importfleisch aus dem Land der Gauchos oder Sie steigen um auf Bio-Fleisch. Rinder auf Bio-Höfen müssen Freilauf haben und mit Gras gefüttert werden, um das Öko-Siegel tragen zu dürfen.

2. Tunesien

Geheimwaffe Hülsenfrüchte
In Tunesien gibt es sie schon zum Frühstück in Form von Lablabi, einer klassischen Kichererbsen-Suppe mit Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, Kreuzkümmel und Harissa (Gewürzmischung). Hülsenfrüchte führen in Deutschland zu Unrecht ein Schattendasein. Sie sind kalorienarm und besitzen Kohlenhydrate mit sehr niedrigem glykämischem Index. Reichlich Ballaststoffe sorgen zudem für ein befriedigendes Sättigungsgefühl.

Nachmachen: Natürlich müssen Sie zum Frühstück keine gewürzten Kichererbsen bezwingen. Aber versuchen Sie, Hülsenfrüchte öfter in Ihren Speiseplan einzubauen. Greifen Sie beim Nahost-Imbiss zu Falafel statt Döner. Peppen Sie Ihren Salat mit Kidneybohnen auf. Oder essen Sie einfach mal wieder Chili con Carne (mit mehr Bohnen als Hackfleisch).

3. Australien

Geheimwaffe: Schlaues Fast Food
„Australische Hamburger sind mit viel Grünzeug belegt: Kopfsalat, Zwiebel, Tomate, Rote Beete, Ananas und Gurke“, so Sharon Natoli, Leiterin von Food & Nutrition Australia. Das setzt weniger an als das traditionelle, fettlastige Fastfood – und es liefert Vitamine.

Nachmachen: Wählen Sie eine Imbissbude, in der die Burger vor Ihren Augen zubereitet werden. Fragen Sie außerdem nach einer Extra-Portion Salat zwischen den Brötchenhälften. Käse und Mayonnaise lassen Sie dafür besser weg. Übrigens: Blattgemüse ist auch ohne Rinderhack-Einlage genießbar!

4. Karibik

Geheimwaffe Schärfe
In der Karibik wird gerne feurig gegessen. Chili und Pfeffer sind aus der Küche gar nicht wegzudenken. Regelmäßiges scharfes Essen führt einer Studie indischer Wissenschaftler zufolge zu einer zügigeren Magenentleerung und zu einem schnelleren Transport der Nahrung durch den Körper. Ihr Stoffwechsel wird angekurbelt, Fett schneller verbrannt.

Nachmachen: Mischen Sie scharfe Gewürze mit Früchten – zum Beispiel in Form eines Ananas-Hähnchens. Würzen Sie dazu den Broiler mit Salz, Pfeffer und Chili. Stellen Sie eine Marinade aus Ananas, Knoblauch, Galgant und etwas karamellisiertem Rohrzucker her, die Sie auf dem Hähnchenfleisch verteilen. Dann für 50 Minuten in den Ofen schieben. Dazu Polenta oder Reis servieren.

5. Griechenland

Geheimwaffe: Zitronen-Dressing
„Zitronen wurden in Griechenland ursprünglich benutzt, um Bakterien abzutöten“, sagt Dr. Elena Paravantes von der griechischen Diätetikgesellschaft. Heute geben die Griechen zu allem Zitrone. Die sauren Dinger haben viel weniger Kalorien als andere Zitrusfrüchte.

Nachmachen: Die griechische Expertin empfiehlt, eine ordentliche Menge Zitronensaft in Salat-Dressings oder Fleischmarinaden zu melken. „Mischen Sie Zitronensaft mit Olivenöl, Oregano und Knoblauch“, sagt Paravantes. Das ist lecker und spart zudem viele Kalorien im Vergleich zu Fertig-Dressings.

6. Spanien

Geheimwaffe: Viele kleine Snacks
Tapas sind aus dem spanischen Speiseplan nicht wegzudenken. Das Geheimnis: Tapas sind zwar häufig fettreich, die Mengen sind allerdings klein und sättigend. Außerdem wird fast nur Olivenöl eingesetzt, welches eine günstige Fettsäuren-Zusammensetzung besitzt. Eine hauchdünne Scheibe Serrano-Schinken, Manchego-Käse, Meeresfrüchte oder in Olivenöl eingelegtes Gemüse mit etwas Brot reichen völlig aus.

Nachmachen: Entweder essen Sie kleine Men-gen und hören auf, wenn Sie satt sind. Oder Sie greifen auf kalorienärmere Alternativen zurück. Boquerones sind beispielsweise eingelegte Sardellen, die lediglich mit einer Vinaigrette aus Essig, Olivenöl, Knoblauch und Petersilie zubereitet werden. Meiden Sie Tapas, die in Fett schwimmen. Essen Sie einen Bohnensalat oder Safran-Gemüsereis. Diese Gerichte kommen fast ohne Fett aus.

7. Japan

Geheimwaffe: Shiitake-Pilze
„Shiitake gehören zu den empfehlenswertesten Pilzen“, sagt Dr. Bradley Willcox, Autor des Buches „The Okinawa Diet Plan“ (noch nicht auf Deutsch erschienen). Ihr Kaloriengehalt ist unerheblich, aber Inhaltsstoffe senken Blutdruck und Cholesterinwerte. Das erklärt, warum auf den japanischen Inseln mehr Hundertjährige wohnen als im Rest der Welt.

Nachmachen: Kaufen Sie Shiitake-Pilze frisch oder getrocknet (15 Minuten in heißem Wasser hydrieren). Schneiden Sie die Pilze in Suppen, Salate und Pasta-Gerichte – oder mit Öl bestreichen und grillen. „Mit ihrer fleischähnlichen Konsistenz sind diese Pilze auch als Steak-Ersatz geeignet“, sagt Willcox. Zudem ist ihr Protein-Gehalt relativ hoch.

8. China

Geheimwaffe Tofu
Das für die meisten deutschen Männer abschreckend wirkende Sojaprodukt setzen die Chinesen geschickt ein. Mangels Eigengeschmack nimmt Tofu diverse Aromen an und eignet sich sogar für Desserts. 100 Gramm Tofu haben nur 125 Kalorien, dafür aber jede Menge Eiweiß mit hoher biologischer Wertigkeit. Und das Schönste: Es macht pappsatt.

Nachmachen: Braten Sie Tofu mit etwas Öl in der Pfanne an, dann löschen Sie es mit Wasser und Sojasoße ab. Dazu Gemüse dünsten, mit Ingwer und Sambal Oelek würzen. Nicht vergessen: lecker klebrigen Reis als Beilage.

9. Grönland

Geheimwaffe: Fisch
Das Leben als Robbenjäger ist hart: Kälte, kein Obst und Gemüse, stattdessen jeden Tag Fisch auf dem Speiseplan. Der Vorteil: eine optimale Jodversorgung. „Bei Jodmangel ist der Grundumsatz herabgesetzt“, erklärt Günter Wagner vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. „Dann sinkt der Energieverbrauch, man nimmt leichter zu, und Diäten sind weniger erfolgreich.“ Achten Sie auf eine ausreichende Jodzufuhr, damit Ihr Grundumsatz im normalen Bereich ist.

Nachmachen: Zander ist besonders jodreich. Er ist außerdem sehr mager und hat nicht den typischen Fischgeschmack – das qualifiziert ihn also selbst für Fischmuffel. Verwenden Sie außerdem jodiertes Speisesalz.

10. Nigeria

Geheimwaffe: Ziegenfleisch
In vielen Regionen Afrikas ist die Ziege das Nutztier der Wahl. Ihr Fleisch ist mager und fettarm. Es kommt auf die richtige Zubereitung an. „Ein typisches nigerianisches Gericht ist die Egusi-Suppe“, sagt Mameri Ododo, Studentin der Ökotrophologie aus Nigeria. Gekochtes Ziegenfleisch mit Palmöl, Egusi-Kernen (ersatzweise Kürbiskerne), Okaazi-Kraut, Ogbono (pulverisierte Kerne der wilden Mango), Curry und scharfem Pfeffer. Dazu Klöße aus Weichweizengrieß.

Nachmachen: Die Zutaten für die Suppe bekommen Sie im Afro-Shop. Einfach alles nacheinander in den Topf werfen. „Ziegenfleisch muss mindestens eine Stunde gekocht werden“, so Ododo. „Sonst schmeckt es trocken.“ Achten Sie darauf, dass Sie eine junge Ziege kaufen – die schmeckt besser!

+++ EXTRA +++

Auch die Art, wie Sie sich eine Mahlzeit zwischen die Kiemen schieben, bestimmt über Schwimmring oder Waschbrettbauch. In dieser Disziplin sind die Koreaner Meister

Klappe halten
Regel Nummer eins: In Korea gilt es als unhöflich, sich beim Essen zu unterhalten. Alle Beteiligten widmen ihre ganze Aufmerksamkeit dem kulinarischen Genuss.

Keine Mega-Platte für 1 Person
Das Essen wird nicht für jeden Einzelnen als standardmäßig überdimensioniertes Tellergericht oder Menü serviert, sondern alle Anwesenden bedienen sich selbst.

Müheloser Futter-Mix
Eine Vielzahl von Speisen steht gleichzeitig auf dem Tisch. Ausgewogene und vollwertige Ernährung gelingt ohne Kopfzerbrechen.

In Ruhe genießen
Durch bedachtes Essen kleiner Einheiten zerkauen Koreaner einzelne Bissen gründlicher und essen automatisch weniger.

Seite 1 von 1

Sponsored SectionAnzeige