Wartung des Atemorgans: Die wichtigsten Pflege-Tipps für die Lunge

Horror-Bilder von Raucherlunge und Lungenkrebs
Die Oberfläche der Lungenbläschen hat in etwa die Größe eines Tennisfeldes

Tipp Nummer eins gegen Lungenkrebs: Finger weg von Zigaretten

Fakten: Unser Atmungsorgan füllt den Großteil des Brustkorbs aus. Im Durchschnitt wiegt die Lunge 1,3 Kilogramm und kann 3,5 Liter Luft aufnehmen. Die Oberfläche der Lungenbläschen beträgt insgesamt 70 bis 80 Quadratmeter.

Aufgaben: Die Lunge versorgt Ihren Körper mit Sauerstoff. Die Lungenbläschen sind von winzigen Blutgefäßen umgeben, die das Atemgas aufnehmen.

Alterserscheinungen: Unter anderem auf Grund ihrer abnehmenden Elastizität sinkt die Sauerstoffaufnahme um bis zu 60 Prozent. Die Folge: geringere Leistungsfähigkeit bis hin zu Atemnot.

Häufigste Todesursachen*: Tumor in Lungen/Bronchien: 29 121 (7 %), chronische Krankheiten der unteren Atemwege wie Asthma: 14 801 (4 %), Grippe oder Lungenentzündung: 10 248 (3 %)

Pflege-Tipps:

  • Falls Ihnen der Tipp noch nicht begegnet sein sollte: Lassen Sie das Rauchen sein. Es löst Krebs aus und zerstört die für Sportler so wichtigen elastischen Eigenschaften des Lungengewebes. Das gilt auch für Passivraucher.
  • Atemtechnik:Die meisten Menschen nutzen überwiegend die ungünstige Brustatmung. Gesünder ist die Bauchatmung, bei der mehr Luft in die Lunge gelangt. Dabei sind Brustkorb und Schultern entspannt, und das Zwerchfell leistet die Atemarbeit.
  • Atmen Sie tief. Versuchen Sie es mit Pilates oder Yoga. Auch beim Singen erlernt man Bauchatmung, durch die mehr Luft in die Lungen gelangt. Übrigens: Fast jeder Chor oder Yoga-Kurs leidet unter Männermangel.
  • Meiden Sie alle Substanzen,die Allergien auslösen können. "Die Atemwege von Allergikern können bei ständiger Belastung dauerhaft geschädigt werden", sagt Professor Gerhard Schultze-Werninghaus, Pneumologe an der Berufgenossenschaftlichen Universitätsklinik Bergmannsheil in Bochum. Die Beratung durch einen Allergologen ist in jedem Falle empfehlenswert.
  • Spielen Sie Didgeridoo. Das Blasinstrument der australischen Ureinwohner erfordert Zirkularatmung, ein ständiges Luftausblasen, während weitergeatmet wird. Das ist sozusagen Lungentraining für Fortgeschrittene.
  • Ziehen Sie um. "Die Zahl von Atemwegserkrankungen ist an viel befahrenen Straßen höher", so Schultze-Werninghaus. Fein-staub ist die Hauptursache dafürMeiden Sie am Arbeitsplatz Belastungen durch Staub. Tragen Sie notfalls eine Maske, die das Einatmen von Staub verhindert.
  • Lungen-Tuning: Ausdauersport erhöht Ihr Lungenvolumen um bis zu 30 Prozent. Radfahrer wie Jan Ullrich erreichen Spitzenwerte von annähernd 8 Litern. Nikotin und Teer beschleunigen dagegen den Alterungsprozess der Lunge – die Folge sind Kurzatmigkeit und eine geringere Leistungsfähigkeit, in vielen Fällen verbunden mit chronischer Bronchitis.

    *Todesfälle unter Männern in Deutschland 2007, absolut und anteilig; Quelle: Statistisches Bundesamt

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