Fitness Fighting: Diese 9 Kampfsportarten stoppen Stress

Konzentration vorm Kampf
Kampfsportarten stoppt Stress

Kampfsportarten trainieren nicht nur den Körper, auch den Geist – wichtig bei Hektik. Neun Disziplinen im Vergleichskampf

Kampfkunst trainiert nicht nur Kraft und Kondition – sondern hilft auch Stress abzubauen. Die meisten Kampfsportarten basieren auf spirituellen Werten und haben eine klare, friedfertige Philosophie. Bei den Kämpfen liegt der sportliche Aspekt klar im Vordergrund und auch Fairness spielt eine große Rolle. Auf den folgenden Seiten zeigen wir neun Kampfsportarten und erklären, welche Kampfkunst am besten Konzentration, Kraft und Koordination schult.

Aikido Training am Strand
Die japanische Kampfsportart Aikido schult die Konzentration

1. Aikido

Worum geht’s bei Aikido? Aikido ist eine friedfertige Kampfkunst, offensive Angriffstechniken gibt es nicht. Charakteristisch sind weiche und runde Bewegungen sowie spektakuläre Würfe. "Meist geht es darum, die Energie des Gegenübers aufzunehmen und in einer neuen Bewegung umzusetzen", so der Kölner Aikido-Lehrer Bodo Rödel (www.aikido-schule.de). Dreht sich in anderen Disziplinen alles um die Wettkämpfe, geht es beim Aikido um die Genauigkeit der Bewegungsabläufe. "Im Mittelpunkt steht die Präzision der Technik. Daher arbeiten Sie nie gegen-, sondern immer miteinander", so Buchautor Rödel ("Aikido Grundlagen", Meyer & Meyer, um 23 Euro).

Woher kommt Aikido? Gründer der Kampfsportart ist der Japaner Morihei Ueshiba, ein durch die Wirren des russisch-japanischen Krieges geläuterter Soldat. Er kombinierte um 1900 verschiedene Kampfstile, vor allem solche, die mit Jiu-Jitsu verwandt sind. 1927 öffnete die erste Schule in Tokio, 1960 kam Aikido nach Europa. Einer der größten Verbände ist die Aikido-Föderation Deutschland (www.aikido-foederation.de).

Fitnessprofil
Auf dem Fitnessprofil wird sichtbar, dass Aikido alle Bereiche beansprucht

Wie sieht das Aikido-Training aus? Da keine Wettkämpfe ausgetragen werden, gibt es auch keine Alters- oder Gewichtsklassen. Deshalb sind die Gruppen in der Regel bunt gemischt. Eine typische Einheit dauert eine Stunde. Meist üben Sie zunächst einige Schrittkombinationen allein, ehe Partnerübungen auf dem Plan stehen. Hier übernehmen Sie abwechselnd die Rolle des Angreifers und des Verteidigers.

Was brauche ich für Aikido? Am wichtigsten ist ein Kampfanzug wie im Judo (ab 30 Euro). Er muss reißfest sein, da er bei vielen Techniken zum Festhalten dient. Fortgeschrittene tragen darüber einen Hosenrock ("Hakama").

Was habe ich von Aikido? "Die große Bewegungsvielfalt beansprucht Ihren Körper in jeder Richtung", so der Experte. Das Streben nach Perfektion fördert zudem Geduld und Disziplin. Bedingt ist Aikido auch zur Selbstverteidigung geeignet. "Grundsätzlich soll ein Angreifer bei dieser Kampfkunst aber nicht kampfunfähig gemacht, sondern eher zur Vernunft gebracht werden."

Wo erfahre ich mehr über Aikido? Unter www.aikikai.de findet Sie den deutschen Fachverband, die Seite bietet eine Vielzahl von Informationen rund ums Thema Aikido, inklusive Onlineshop. Auf www.bdas.de finden SieInformationen über den Bundesverband für Aikido-Lehrer. Bei www.aikido-bund.de erfahren Sie vieles Wissenswerte über den deutschen Aikido-Bund. www.aikido.de ist eine unabhängige Plattform, die allgemeine Informationen bietet.

Aikido Schrittfolge
Kampfsportarten: Aikido dient der Abwehr und nicht dem Angriff

Mit dieser Übung legen Sie ihren Angreifer problemlos aufs Kreuz

HÜFTWURF

  1. Ihr Gegenüber (rechts, in grauer Hose) greift an und packt Sie an Ihrem Arm.
  2. Sie gleiten leicht geduckt seitlich an ihm vorbei und drücken Ihre Schulter gegen seine Brust. Dabei fassen Sie sein Handgelenk.
  3. Nun drehen Sie Ihre Hüfte ein, dadurch fällt Ihr Kontrahent darüber (im Training hält er sich an Ihrer Jacke fest).
  4. Kurz darauf lassen Sie das Handgelenk wieder los.

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