Nicht bestanden: Diese Diäten fallen durch

Glauben Sie nicht an alles!
Zu- und Abnahme von Mond und Körper werden von Naturgesetzen bestimmt. Miteinander zu tun haben diese jedoch nichts

Bitte vermeiden! Fünf bekannte Abnehm-Theorien, die allenfalls Ihre Geldbörse schrumpfen lassen

Zitronensaft-Blitz-Diät
Behauptung: Durch eine Normalisierung des Stoffwechsels entschlacken und abnehmen.

So soll’s gehen: Pro Glas rühre man ein Gemisch mit Wasser an, das zwei Esslöffel frischgepressten Zitronensaft, zwei Esslöffel Ahornsirup und eine Prise Cayennepfeffer enthält. Das soll dem Körper alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe zuführen. Die auftretenden Schwächeanfälle bei dieser Diät-Kur sind angeblich nur das Resultat von Schlacken, die durch die Blutgefäße zirkulieren.

Bewertung: Blitze sehen Sie allenfalls vor Ihren Augen – ausgelöst durch einen erheblichen Mangel an allem, was der Körper braucht.

Mond-Diät
Behauptung: Traumgewicht durch die Mondphasen.

So soll’s gehen: Bei abnehmendem Mond verschwinden die Pfunde von alleine (selbst wenn man reinhaut). Nimmt der Mond zu, tun Sie dies auch (die Kalorien wirken doppelt).

Bewertung: Was der Mond mit der Gewichtszunahme oder -abnahme zu tun hat, ist mehr als unklar. Laden Sie sich lieber jemanden zum Mondscheindinner ein – vielleicht ergibt sich ja was anderes …

Hollywood-Diät
Behauptung: Proletenkost macht dick – und dick ist nicht schick.

So soll’s gehen: Man genießt exotische Früchte, teure Fisch- und Fleischsorten, zarte Gemüse sowie Champagner – darf sich jedoch davon täglich nicht mehr als 800 Kalorien gönnen (mehr wäre eh zu teuer). Brot, Kartoffeln und billige sowie gewöhnliche Lebensmittel vermeiden. Sie gelten hier als Arme-Leute-Essen und Dickmacher.

Bewertung: Mal abgesehen von der ideologischen Auffassung: Diese Diät hat nicht nur wegen des zu hohen Eiweißanteils, sondern auch auf Grund der viel zu geringen täglichen Energiezufuhr keinen Oscar verdient.

Wandmaker-Diät
Behauptung: Die besten Mittel zur Verjüngung sind destilliertes Wasser und Zitronensaft!

So soll’s gehen: Feindbild ist gekochte und damit zugleich zerkochte Nahrung. Auf dem Speiseplan eines Wandmaker-Jüngers stehen etwa 75 Prozent Früchte, 25 Prozent Gemüse und ganz wenige Nüsse, wobei man nur eine Obstart pro Mahlzeit wählen darf. Zur Deckung des Eiweißbedarfs gibt es eine "Quark/Topfen-Leinöl-Mischung". Das Pflichtgetränk (aber nur, wenn man wirklich Durst hat): destilliertes Wasser und Zitronensaft (das soll der Faltenbildung vorbeugen).

Bewertung: Vergessen Sie, dass Sie jemals von dieser Diät gehört haben. Die Fehlernährung wird nur noch von den Mangelerscheinungen wegen zu wenig und auch noch falscher Flüssigkeitszufuhr getoppt!

Evers-Diät
Behauptung: Mit Rohkost zurück zu unseren ranken und schlanken Dschungelverwandten.

So soll’s gehen: Erlaubt ist alles Unbehandelte, nicht Denaturierte: Früchte, rohe Milch, Butter, Haferflocken, Vollkornbrot, Honig, rohe Eier und Wasser. Drei Mahlzeiten pro Tag reichen aus. Verboten sind Blattgemüse und Kartoffeln, denn eins sollte klar sein: "Der Mensch hat keinen Kuhmagen."

Bewertung: Dass Vollkorn empfohlen wird, ist durchaus lobenswert, aber die Kuhmagen-Theorie ist Unsinn. Auch ohne wiederzukäuen, vertragen wir sehr wohl Blattgemüse und Kartoffeln. Was wir weniger gut vertragen, sind dagegen rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilch.

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