Diese 5 Fragen nerven im Fitness-Studio

Können wir uns bei dem Gerät abwechseln? Diese Fragen nerven im Fitness-Studio
Können wir uns bei dem Gerät abwechseln? Diese Fragen nerven im Fitness-Studio

Guter Rat ist manchmal das Gegenteil von gut. Zumindest, wenn selbsterklärte Experten im Gym diese nervigen Bemerkungen fallen lassen. Die 5 anstrengendsten Fitness-Studio-Fragen

Es ist ja schon schwierig, das perfekte Fitness-Studio zu finden. Hat man sich dann final für das ideale Gym entschieden, bleibt nur zu hoffen, dass die anderen Mitglieder einem nicht das Training vermiesen. Denn richtig nervig sind die teilweise gut gemeinten, aber überflüssigen Fragen und Bemerkungen, die man als Normalo-Kraftsportler im Gym über sich ergehen lassen muss. Unsere Top 5:

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Frage 1: Hast du dir die Übung nie von einem Profi zeigen lassen? Du machst das falsch, ich zeige mal, wie das geht.

Eine Hantelstange, die nur einseitig bestückt ist, nur der halbe beim Bankdrücken ausgeführte Weg, Rudern zum Hals anstatt zum Bauch – nur totale Anfänger machen solche Fehler. 

So reagieren Sie: Wie viele Kraftübungen es gibt, ist schwer zu sagen. Sie können sicher sein: es sind viele. Sehr viele. Darum kann es durchaus sein, dass Ihr Gegenüber gerade eine (neue) Variante einer Kraftübung ausführt, die Sie noch nicht kennen. Aber deswegen macht der Kollege seine Sache noch lange nicht falsch. Machen Sie sich ernsthafte Sorgen um die Bewegungsqualität, sprechen Sie einen Trainer in Ihrem Studio an und fragen Sie ihn nach seiner Meinung. Im Zweifel ist der Coach derjenige, der den anderen auf Fehler hinweisen darf, ohne dass es für ihn unangenehm wird. Oder für Sie, weil Sie sich getäuscht haben. Denn nur einseitig bestückte Hantelstangen setzen einen neuen Trainingsreiz in punkto Körperstabilität, der halbe Weg beim Bankdrücken ist eine Intensitätstechnik, die zum Schluss eines Satzes die Muskeln nochmal ordentlich ausquetscht und Hals-Rudern löst Blockaden im oberen Rücken.

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Frage 2: Können wir uns bei dem Gerät abwechseln?

Klar, zwischen 2 Sätzen sitzt man eh nur rum, in der Zeit kann doch gut jemand anderes trainieren.


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So reagieren Sie: So eine Frage – oft von Trainingseinsteigern gestellt – erfordert schon ziemlich viel Mut. Oder Naivität. Schließlich können Sie sich auf keinen Fall mit dem Gerät abwechseln. Sie müssen Ihre Pause so lange machen, wie Sie zu Ihrem Training passt. Und sich mental vollkommen auf das Gerät einstellen. Da hat ein Typ nichts verloren, der erstens alle Einstellungen verändert, zweitens blöd rumquatscht und drittens einen schwitzigen Film auf den Griffen hinterlässt. Einzige Ausnahme ist das Training mit einem Buddy. Der liegt sicherlich auf dem gleichen Leistungsniveau wie Sie – und ist daher eine Hilfe und keine Hürde.

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Frage 3: Schon mal CrossFit (oder TRX etc.) ausprobiert?

Es gibt so viele tolle Trainings-Trends. Warum schubst man also immer die gleichen Hantelscheiben herum. Beim CrossFit zum Beispiel ist wenigstens ordentlich Bewegung im Spiel, man kämpft im Team und trainiert genauso mit hohen Gewichten. Ist doch viel besser als ödes Krafttraining!


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So reagieren Sie: Anfänger dürfen beim Vorschlag, doch lieber CrossFit als Krafttraining zu machen, gerne mit einem müden Lächeln und energischem Kopfschütteln reagieren. Die schnellen Bewegungsabläufe in Kombi mit enormen Gewichten können Einsteiger nämlich leicht überfordern, Verletzungen nicht ausgeschlossen. Fortgeschrittene Kraftsportler, die die Übungsausführung diverser Klassiker wie Kreuzheben oder einem Clean and Press sicher beherrschen, machen beim Blick in eine Box dagegen selten etwas falsch. Im schlimmsten Fall setzen Sie einen neuen Trainingsreiz. Allerdings nur, wenn das Ziel nicht auf dem Aufbau von Muskelmasse liegt. Schließlich wird beim CrossFit vor allem die Ausdauer und Schnellkraft trainiert. Zudem sollten Männer mit Vorbelastungen wie schwachen Hand-, Ellbogen- oder Kniegelenken beim CrossFit vorsichtig sein. Klassisches Krafttraining hingegen stärkt die Gelenke auf die ruhige Tour. Welche Variante die bessere ist, entscheidet letztendlich schlichtweg der eigene Geschmack. Und niemand sonst.

Frage 4: Warum gehst du bei der Kniebeuge so weit runter? Da sind Verletzungen doch vorprogrammiert!

Die weitläufige Meinung zur Ausführung einer korrekten Kniebeuge sieht so aus: Das Gesäß wird exakt bis auf Höhe der Knie abgesenkt, dann geht die Bewegung wieder nach oben. 


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Klarstellung: Wer nur die Oberschenkelvorderseite trainieren möchte, kann seine Kniebeugen gerne weiter so ausführen. Allerdings ist diese Variante ziemlich verschenkt, denn schon wenige Zentimeter mehr würden zusätzlich die hintere Muskelkette aktivieren. Und noch ein weiterer Muskel wäre involviert: der innere Schenkelmuskel, der erst bei Bewegungen unter 90 Grad zum Einsatz kommt, aber für die Stabilisierung des Knies entscheidend ist. Es kann also nicht schaden, das Gesäß deutlich unterhalb des Knies zu bringen. Je stärker der Muskel, desto stabiler das Gelenk. Zudem hält Sie die Ass-to-the-Grass-Position flexibel, da zusätzlich der große Gesäßmuskel, Quadrizeps und Rückenstrecker gedehnt werden. 

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Frage 5: Willst du dir den Rücken ruinieren? Beim Bankdrücken sollen die Füße doch in der Luft sein!

Der Rücken muss beim Bench-Press komplett auf der Trainingsbank aufliegen. Gerade Kerle mit Hohlkreuz sollten daher die Beine anheben und die Unterschenkel verschränken, damit auch der Lendenbereich die Bank berührt. So die Theorie.


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Klarstellung: Die Praxis sieht anders aus, auch wenn die Füße streng genommen nicht an der Bankdrückbewegung beteiligt sind. Sie bilden jedoch ein solides Fundament, das Ihren Körper stabilisiert. Wenn Sie die Füße kräftig in den Boden drücken und dabei leicht von sich wegschieben, überträgt sich die Kraft über die Hüfte in den Rücken und die Brust. Kurz: Eine stabile Liegeposition ist Ihnen sicher. Stellen Sie die Füße daher so auf, dass die Hüfte immer in Position bleibt, die Schienbeine senkrecht sind und die Knie nach außen zeigen. Lassen Sie die Fersen am Boden und achten Sie darauf, dass die Knie stets gebeugt sind. Auf diese Weise können Sie Ihrem Oberkörper alles abverlangen, was in ihm steckt. 

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