Diese 5 Hautkrankheiten lauern im Fitness-Studio

Im Fitness-Studio lauern diverse Hautkrankheiten auf Sie
Schon das Teilen eines Handtuchs im Fitness-Studio kann Hautkrankheiten übertragen

Dicke Muskeln sind nicht das einzige, was Sie vom Fitness-Studio mit nach Hause bringen. Hier sind die 5 häufigsten Hautkrankheiten, die Sie sich im Gym einfangen können – und wie Sie diese wieder loswerden

Wie oft schauen wir uns die vom Vorgänger nass geschwitzte Hantelbank an und fragen uns, ob das eigentlich hygienisch ist? Natürlich ist es das nicht – soviel sei verraten. Jeder im Fitness-Studio hinterlässt mit seinem Schweiß eine Unmenge an Viren, Pilzen, Keimen und Bakterien, die fiese Hautkrankheiten verursachen können. Diese 5 sollten Sie besonders ernst nehmen:

1. Hautkrankheit: Hautflechte

Woran erkenne ich diese Hautkrankheit?

Eine Hautflechte ist eine Pilzinfektion der oberen Hautschicht. Sie sieht aus wie ein rötlicher Ring, kann leicht schuppen und juckt manchmal etwas. Doch außer dem rötlichen Hautausschlag gibt es keine weiteren, eindeutigen Symptome, an denen Sie die Hautkrankheit erkennen können. Die Hautflechte kann überall am Körper auftauchen, am liebsten mag sie es jedoch in der Regel am Oberkörper, an den Oberarmen oder den Oberschenkeln.

Wie infiziere ich mich mit Hautflechten?

Pilze fangen Sie sich im Fitness-Studio besonders schnell ein, denn sie lieben Feuchtigkeit wie Schweiß und verbreiten sich darin prächtig. Haben Sie winzige Einrisse in Ihrer Haut, zum Beispiel durch trockene, aufgeraute Haut oder kleine Schrammen, sind Sie besonders gefährdet. Die Ansteckungsgefahr besteht aber auch schon allein durch bloßen Kontakt mit einem infizierten Gegenstand, etwa beim Griff zur Hantelstange.

Wie werde ich Hautflechten wieder los?

Fragen Sie in der Apotheke nach Clotrimazol. Das Antimykotikum gibt es bis zu einer gewissen Dosis rezeptfrei als Salbe, Tinktur oder Creme. Innerhalb weniger Tage sollte die Hautflechte damit komplett verschwunden sein. Sollten Sie nach einer Woche noch immer Beschwerden haben, gehen Sie zu Ihrem Hautarzt, um sich ein stärkeres Mittel verschreiben zu lassen.

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Gegen Fußpilz helfen diverse Mittel aus der Apotheke
Mitteln wie Lamisil, Canesten oder Clotrimazol bekämpfen Fußpilz sehr effektiv

2. Hautkrankheit im Fitnessstudio: Fußpilz

Woran erkenne ich Fußpilz?

Der Fußpilz ist eine Gattung der Hautflechte, die, wie die Bezeichnung schon verrät, an den Füßen entsteht. Die ersten Anzeichen sind normalerweise ein Jucken an den Fußsohlen und trockene, rissige Haut zwischen den Zehen. Der Ausschlag hat die gleiche Farbe wie Ihre Haut und verursacht manchmal kleine, juckende Bläschen.

Wie infiziere ich mich?

Fußpilz ist in öffentlichen Einrichtungen im Grunde immer auf der Lauer, so auch im Fitness-Studio. Hygiene bringt wenig, denn wie auch die Hautflechte, verbreitet sich der Fußpilz gerne in feuchten Umgebungen. Es reicht schon, wenn nur eine Person im Fitness-Studio einen Fußpilz hat, seine verschwitzten Schuhe auszieht und barfuß in der Umkleide herumläuft. Danach ist der Pilz überall. Jetzt müssen Sie nur noch selbst barfuß dort herumlaufen und den Fußpilz durch kleine Risse in der Haut willkommen heißen.

Wie werde ich Fußpilz wieder los?

Fragen Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt nach Mitteln wie Lamisil, Canesten oder Clotrimazol, die die Mykose effektiv bekämpfen und gesunden Hautzellen unversehrt lassen. Doch warten Sie nicht allzu lange, bevor Sie handeln: Der Fußpilz kann sich ausbreiten und unter Ihre Zehennägel kriechen. Folge: eine Langzeit-Infektion, die nicht so schnell zu heilen ist.

Vorsorge-Tipp: Sprühen Sie direkt nach dem Besuch im Fitness-Studio Ihre Füße mit einem Anti-Pilz-Spray ab!

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Im Fitness-Studio sind Erreger von Hautkrankheiten besonders häufig anzutreffen
Wo viel geschwitzt wird, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Denn Pilze und Bakterien lieben feuchte Stellen.

3. Krankheit: Staphylokokken

Woran erkenne ich diese Hautkrankheit?

Staphylokokken sind Bakterien, die eher selten im Fitness-Studio übertragen werden. Doch falls es passiert, kann es richtig ernst werden. Eine Staphylokokken-Infektion zeigt sich auf der Haut als kleine, rote Beule, in der sich oft eine Eiterhöhle bildet. Die Entzündung fühlt sich warm an und schwillt an. Schmerzt die Haut um die Beule herum oder bekommen Sie gar Fieber, sind das Anzeichen dafür, dass sich die Infektion bereits in den tieferen Schichten der Haut ausgebreitet hat.

Wie infiziere ich mich Staphylokokken?

Staphylokokken werden über offene Wunden und Geschwüre am Körper übertragen. Allerdings auch, wenn Sie zum Beispiel einfach nur ein Handtuch mit jemandem teilen, der infiziert ist, oder auf einer dreckigen Bodenmatte im Fitness-Studio trainieren.

Wie werde ich Staphylokokken wieder los?

Mit einer Staphylokokken-Infektion müssen Sie zum Arzt, der Ihnen sehr wahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben wird. Es ist wichtig, dass Sie diese Hautinfektion nicht unbehandelt lassen, denn eine Gattung der Staphylokokken, genannt MRSA (steht für "Multi-resistenter Staphylococcus aureus"), kann tödlich enden. Schützen Sie sich direkt im Fitness-Studio: Säubern Sie Matten und Geräte vor der Nutzung, kleben Sie ein Pflaster auf Ihre noch so kleinen Wunden und teilen Sie niemals ihr Handtuch.

4. Hautkrankheit: Follikulitis

Woran erkenne ich diese Krankheit?

Follikulitis ist eine Abwandlung der Staphylokokken-Infektion. Die Entzündung entsteht, wenn Bakterien in die Haar-Follikel eindringen und dort eine Infektion verursachen. Follikulitis zeigt sich bevorzugt an behaarten Körperteilen in Form von roten, kleinen Beulen – in etwa wie Pickel, die mit Eiter gefüllt sind.

Wie infiziere ich mich mit Follikulitis?

 Wie auch bei den anderen genannten Hautkrankheiten, sind feuchte Stellen und spröde Haut die Wege, über die sich Follikulitis am liebsten einschleicht.

Wie werde ich Follikulitis wieder los? 

Tupfen Sie eine antibakterielle Salbe auf die betroffene Stelle, um die Bakterien abzutöten. Wenn sich nach einer Woche keine Besserung einstellt, müssen Sie zum Arzt. Er wird Ihnen ein Antibiotikum verschreiben, das die Infektion abtötet.

Vorsorge-Tipp: Rasieren Sie sich nicht kurz vor dem Training, denn so können die Bakterien durch die frisch verletzte Haut leicht in die Follikel-Kanäle eindringen und sich dort ausbreiten. Schützen Sie Wunden mit einem Pflaster und tragen Sie Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen. Verwenden Sie eine antibakterielle Seife, um Bakterien regelmäßig von der Haut zu entfernen.

Wichtigste Regel, auch für die Dusche: Laufen Sie im Gym nicht barfuß herum!
Wichtigste Regel, auch für die Dusche: Laufen Sie im Gym nicht barfuß herum!

5. Hautkrankheit: Dornwarzen

Woran erkenne ich diese Hautkrankheit?

Dornwarzen, auch Platarwarzen genannt, sehen aus wie kleine, hautfarbene Pickel mit schwarzen Pünktchen obendrauf. Normalerweise bündeln sich mehrere an der gleichen Stelle. Es kann aber auch nur eine einzige Warze entstehen. Die Warzen sind typischerweise berührungsempfindlich und entstehen an den Fußsohlen oder an der Handinnenfläche.

Wie infiziere ich mich mit Dornwarzen?

Ein möglicher Übertragungsweg von Dornwarzen im Fitness-Studio ist über infizierte Trainingsgeräte. Generell lauert das Virus oft an feuchten Stellen, wo es sich ideal ausbreiten und vermehren kann. Wie auch beim Fußpilz gilt: Laufen Sie im Gym nicht barfuß herum!

Wie werde ich Dornwarzen wieder los?

Holen Sie sich eine Salbe mit Salizylsäure und tragen Sie diese auf die Warze auf. Tragen Sie den Wirkstoff allerdings nicht auf gesunde Haut auf. Das brennt nicht nur, sondern kann sogar zu einer Entzündung führen. Ist die Warze nach ein paar Monaten nicht verschwunden oder fängt sie an zu schmerzen, suchen Sie einen Hautarzt auf.

Im Fitness-Studio wimmelt es nur so von Keimen, Bakterien, Pilzen und Viren. Die einzigen Waffen dagegen: Vorsorge und strickte Hygiene. Wenn Sie alle Geräte vor dem Trainieren mit Desinfektionstüchern abwischen, immer ein Pflaster über selbst kleine Wunden kleben und in der Umkleidekabine ihre Badelatschen tragen, bleibt Ihre Haut gesund und unversehrt.

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