Leistungssteigerung: Doping mit Asthmaspray?

Frage: Enthalten eigentlich alle Asthmasprays solche Stoffe, die auf der Dopingliste stehen?
Tobias Schäfer, Erlangen

Unsere Antwort:

"Das Problem der Sprays sind die ß-2-Agonisten", erklärt Professor Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Von der großen Zahl der ß-2-Agonisten sind zur Zeit für Sportler nur drei als Inhalationspräparate erlaubt: Salbutamol, Terbutalin und Salmeterolol. Die Einnahme als Tabletten ist verboten. Und selbst die erlaubten Sprays müssen angemeldet werden. "Der Verband stimmt nur zu, wenn ihre Anwendung wirklich therapeutisch begründet ist", erklärt der Experte. Eine der wesentlichen Wirkungen dieser ß-2-Agonisten ist die Erweiterung der Blutgefäße, die sich bei einem Asthmaanfall in den Bronchien krampfartig verengen.

Die Wirkstoffe sorgen wieder für eine Durchblutungssteigerung und erleichtern so das Atmen. In hoher Dosierung zeigen die Medikamente allerdings eine anabole Wirkung (was übrigens auch in der Tiermast ausgenutzt wird). "Wenn Sie auf alternative Inhalationspräparate ausweichen möchten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen wie Corticosteroid, Theophylliun und Chromoglicinsäure."

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