GravitySpace: Doppelgänger für daheim entwickelt

GravitySpace: Doppelgänger für daheim entwickelt
Dank druckempfindlicher Glasfläche und Infrarotkamera wird aus einem einfachen Fußboden ein interaktives Spielfeld

Ab sofort darf daheim gekickt werden. Der interaktive Fußboden GravitySpace macht aus Ball und Spielern virtuelle Doppelgänger

Eine Runde mit den Jungs im Wohnzimmer kicken, ohne dass gleich der Fernseher zu Bruch geht? Klingt schwierig, ist aber neuerdings machbar dank GravitySpace. Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Institut in Potsdam haben einen Fußboden entwickelt, der jeden, der sich darauf bewegt, als Doppelgänger abbildet.

Wie das funktioniert? In den Fußboden sind eine druckempfindliche Glasfläche und eine Infrarotkamera integrierter. Sie erkennen Formen, Farben und Bewegungen und ahmen sie nach. Wofür das gut sein soll? Zum Spielen beispielsweise. Stichwort "Kicken": Mittels hochauflösendem Projektor wird ein virtueller Ball eingeblendet, der sich von denjenigen, die sich auf GravitySpace bewegen, hin und her kicken lässt (der Boden kann nämlich auch Schussstärke und Flugbahn berechnen).

Außerdem ist der interaktive Fußboden ziemlich nützlich. Zum Beispiel soll er alten oder behinderten Menschen mit speziellen Anwendungen den Alltag erleichtern oder deren Pflegepersonal darüber informieren, wie es ihnen geht.

Nächstes Ziel der Wissenschaftler: Das System in einen Teppich integrieren, der sich ganz einfach ausrollen lässt.

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