Leistungssteigerung: Mit Hilfe der Gene dopen

Mithilfe von Gendoping können Muskeln in Zukunft auch ohne Training wachsen
Bald könnten Muskeln auch ohne Training wachsen

Wer die Produktion nur eines Proteins in seinem Körper verändert, kann hemmungsloses Wachstum der Muskeln erreichen

Es könnte bald eine neue Form des Dopings geben: Gendoping heißt sie. Sie wurde von Forschern des Unternehmens Chimera Biotec in Dortmund entdeckt.

Beim Gendoping müsste der Athlet keine fremden Mittel mehr einnehmen, sondern könnte die leistungssteigernden Substanzen eigenständig produziert. Der Schlüssel zu dieser Erkenntnis ist das Protein Myostasin. Wenn dieses Protein ausgeschaltet werde, würde der Muskel ungehemmt wachsen, so Forschungsleiter Michael Adler. Dieses Wissen wird aktuell bei Patienten mit Muskelschwäche eingesetzt und jetzt in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA für den Sport untersucht.

Jedoch ist ein solches Vorgehen leicht nachweisbar. Denn jeder Eingriff verändert das Verhältnis aller Proteine, so dass ein Tropfen Blut genügen würde, um Proteine nachzuweisen. "Bei Abweichungen wissen wir, dass manipuliert wurde", erklärt Adler. Ein Test dafür steht jedoch frühestens in vier Jahren zur Verfügung.

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