Karriere: Durchstarten nach dem Urlaub

Am ersten Tag nach dem Urlaub darf der Ehrgeiz im Job ruhen
Erholen Sie sich bloß gut im Urlaub, denn der 1. Tag im Job hat es in sich

Sollte Ihnen Ihr erster Arbeitstag jetzt schon wieder bevorstehen, hören Sie bloß nicht auf zu lesen

Noch eine Woche Urlaub, und Sie denken nur an Ihren Job. An die Berge von Post, die Unmengen von E-Mails und die unerfreulichen Neuigkeiten, von denen Sie noch überhaupt nichts wissen. Doch das lässt sich ändern – es gibt da nämlich ein paar Tricks, mit denen Sie das Chaos beim Arbeitsantritt verhindern können.

Wie rette ich die Urlaubslaune in den Job rüber?
Das hängt davon ab, wie wohl Sie sich bisher an Ihrem Arbeitsplatz gefühlt haben. Wichtig ist, dass Sie sich mit der Situation abfinden, wieder zur Arbeit gehen zu müssen (schließlich finanzieren Sie sich mit dem Gehalt Ihren nächsten Urlaub).
Tipp 1: Je konstruktiver Ihre Einstellung zur Rückkehr in das Berufsleben ist, desto besser. Nutzen Sie beispielsweise den ersten Arbeitstag als Neubeginn – also als Chance, eingefahrene Strukturen in der Arbeitsroutine aufzubrechen. Ob es sich dabei um die längst fällige Umstrukturierung der Büro-Organisation oder ein klärendes Gespräch mit dem verhassten Kollegen handelt, ist Ihnen überlassen. Auf jeden Fall geht es Ihnen dann besser, weil Sie Ihr Arbeitsumfeld (und die Atmosphäre) entschärfen.
Tipp 2: Auch wenn es Ihnen unlogisch erscheint: Lassen Sie es die ersten Tage ruhig angehen. Wer nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz sofort wieder Nächte durchschuftet, ist nach drei Tagen wieder schlapp. Nehmen Sie sich lieber vor, in der ersten Woche höchstens eine Stunde länger zu arbeiten und halten Sie die Pausen ein – auf diese Weise konservieren Sie den Urlaubs-Entspannungseffekt am längsten.

Schreibe ich eine Karte?
Auf keinen Fall. Erstens können Sie sich wegen des üblicherweise minimalen Informationsgehalts das Porto sparen. Zweitens nervt es alle, wenn Sie was von blauem Wasser blubbern, während die Belegschaft schuftet. Das sorgt nur dafür, dass Ihre Kollegen über Sie herziehen. Aber wenn Sie es nicht gar lassen können, schreiben Sie wenigstens Texte, die richtig neidisch machen. Zwei Beispiele:
1. "Gestern wurde hier am Strand ein Porno gedreht."
2. "Gestern wurde hier am Strand ein Porno gedreht. Ich musste den Aufheller halten."

Erwartet mein Boss etwa, dass ich Ideen mitbringe?
Das ist unterschiedlich. Machen Sie's einfach wie Ihr Chef: Lässt er es in den ersten Tagen nach dem Urlaub ruhig angehen, gilt das auch für Sie. Also machen Sie sich keinen Kopf. Bringt er aber stapelweise Konzepte mit, hat er bestimmt die gleiche Erwartung an seine Mitarbeiter. Wenn Sie also beim Chef Punkte machen wollen, überlegen Sie sich was im Urlaub. Selbstverständlich sollten solche Souvenirs aber nicht sein. Denn nur wer mal richtig abschaltet, kann auch wieder kreativ sein.

Am ersten Arbeitstag gleich früher kommen?
Wer gleich nach dem Urlaub unter Zeitdruck gerät, landet ruckzuck wieder im Strudel der Hektik. Akzeptieren Sie, dass Sie am ersten Tag weniger schaffen als normal. Bei Gleitzeit können Sie etwas früher kommen und das Chaos ordnen. Für alle anderen aber gilt: Der Antritt nach dem Urlaub ist ein normaler Arbeitstag.

Wie schnell muss ich alle Vorgänge kennen?
Den Know-how-Vorsprung der Kollegen kann kein Heimkehrer aus dem Stand aufholen. Deswegen gilt am ersten Tag eine Art Schonfrist. Am zweiten Tag aber sollte man möglichst alle eingegangenen Infos quergelesen, Anrufbeantworter, E-Mails abgefragt und Kollegen zum Stand der Dinge interviewt haben.
Ergiebiger als das Gespräch zwischen Tür und Angel ist, sich eine halbe Stunde mit dem wichtigsten Ansprechpartner in Ruhe zusammenzusetzen und alles konzentriert durchzusprechen.

Mit wem gehe ich essen?
Eigentlich egal. Wenn Sie wollen, gehen Sie mit einem Kollegen aus dem direkten Arbeitsumfeld, der erzählt vielleicht etwas Wichtiges. Gerade erst zurück und gleich mit dem Chef lunchen – das sieht nur nach Wichtigtuerei aus. Schlaue Strategen pirschen sich behutsam an den Drahtzieher heran. Garantiert auf offene Ohren stößt beim Abteilungsleiter aber die Bitte um ein kurzes, informatives Rückkehrgespräch.

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