Echte Männer im Gang

Laufen hemmt die Naschlust
Der geht gar nicht

Der kleine Unterschied ist auch im Gang zu erkennen: Echte Supermänner gehen wie Westernhelden, scharfe Frauen dagegen wie auf einem Drahtseil

Dass die Attraktivität von Männern und Frauen sich auch der Art ihres Ganges belegen lässt, haben Bochumer Wissenschaftler herausgefunden. Um die unterbewusste Körpersprache zu entschlüsseln, sollten Testpersonen die sexuelle Attraktivität von verschiedenen Männern und Frauen bewerten. Die Probanden bekamen allerdings nur stilisierte Lichtpunkte von deren Gangschema zu sehen, das Geschlecht oder gar das Gesicht waren nicht zu erkennen.

Die Experimente untermauerten altbekannte Schemata: Machos, die bei den Testpersonen ankamen, gingen breitbeinig und mit weit herausgestreckten Ellbogen. Männer setzten alles daran, so viel Raum wie möglich einzunehmen, damit sie breiter und größer wirken, schlossen die Forscher daraus.

Umgekehrt sah es bei der Beurteilung der Anziehungskraft des weiblichen Ganges aus: Attraktive Frauen versuchten, ihre Silhouette möglichst schmal zu halten. Sie drehen beim Gehen die Hüfte ein und setzen einen Fuß vor den anderen, wie beim Balancieren auf einem Drahtseil. So entsteht der typisch katzenhafte Gang, den Models auf dem Laufsteg perfektioniert haben.

Das Studienergebnis: Attraktive Frauen unterscheiden sich im Gang völlig von Männern. Die Bochumer Wissenschaftler sehen in den Bewegungsmustern einen Quelle sozialer Informationen.

Dumm nur, dass Frau selbst die Anziehungskraft ihres schätzt völlig anders einschätzt: Sie denkt, Männer würden voll auf einen schwungvollen, entspannten Gang abfahren. Schade!

Sponsored SectionAnzeige