Paare im Vorteil: Ehe dient als Lebensstütze

Verderben die grauen Tage die Lust am Flirten?
Beide Ehepartner profitieren unterschiedlich voneinander

Verheiratete profitieren in der Regel zwar beide, aber ganz unterschiedlich von einer Ehe

Was Kirche und glückliche Eheleute schon immer behaupten, hat nun auch die Wissenshaft festgestellt: Verheiratete profitieren besonders in schlechten Zeiten vom anderen, so eine kanadische Studie. Da es in Ehen in der Regel einen Hauptverdiener (meistens der Mann) und einen Nebenverdiener (meistens die Frau) gebe, so Giovanni Gallipoli and Laura Turner von der Universität von Britisch Columbia, seien die Vorteile der Ehepartner allerdings unterschiedlich.

Während der Hauptverdiener die Beziehung finanziell absichere, sorge der Nebenverdiener als Gegenleistung für den anderen, wenn er beispielsweise krank werde. Vor allem aber könne er Einkunftsverluste ausgleichen, die der Hauptverdiener bei Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit erleide, so die Ökonomen. Zudem sei es für den Hauptverdiener unter den Bedingungen einer Ehe leichter sein Karrierepotenzial auszuschöpfen.

Als besonders stabil erweisen sich zudem so genannte Low-Risk-Ehen, bei denen der Hauptverdiener gesund und das Einkommen deshalb über einen langen Zeitraum gesichert sei. Männer hingegen, die nach kurzer Ehe krank und als Hauptverdiener ausfallen würden, profitieren zwar zunächst stark von ihrem Partner, ihre Ehe wird aber mit zunehmendem Alter anfälliger für so genannte Midlife-Krisen, so die Forscher.

Gleichzeitig steige die Stabilität einer Ehe, je länger diese andauere. Nach Angaben der Wissenschaftler schätzen vor allem Männer die Ehe in ihrem späten Stadium, dann, wenn sie kurz vor der Rente stehen und absehbar als Hauptverdiener ausscheiden – und gleichzeitig das Risiko zu erkranken stark ansteigt.

Sponsored SectionAnzeige