Filmtipp "Iron Man 3": Ein Superheld zeigt Schwächen

Der Held mit der fliegenden Eisenrüstung muss nicht nur einen neuen Superschurken, sondern auch seine Panikattacken besiegen. Aber, keine Angst. "Iron Man 3D" macht wieder furchtbar Spaß

Superhelden sind unverwüstlich und müssen sich normalerweise nicht mit irdischen Problemen wie Akne, Fußpilz oder Panikattacken herumschlagen. Nicht so Marvel-Star Tony Stark alias Iron Man. Der Mann im Hightech-Blechkostüm bleibt auch als arroganter Snob und Technik-Freak immer menschlich. Stark zeigt, dass er das Herz am rechten Fleck hat und steckt hin und wieder sogar mal in einer Lebenskrise. Im neusten Film über den Comic-Helden plagen den Weltretter Angstzustände – und natürlich ein neuer Superschurke, der die westliche Welt mit Terroranschlägen übersät. Was sich zunächst exakt wie das Konzept von Iron Man 2 anhört, ist glücklicherweise eine Rückbesinnung auf die Stärken des ersten Teils der Reihe, die Regisseur und Co-Autor Shane Black (Kiss Kiss Bang Bang) zu verdanken ist. Die Folge: Weniger verwirrende Nebenschauplätze und -handlungen, zurück zu klassischem Action-Kino mit viel Humor, witzigen Dialogen und mehr Zeit für den größten Pluspunkt der Iron-Man-Reihe: Schauspieler Robert Downey Jr.

Iron Man muss seine Freundin Pepper (Gwyneth Paltrow) beschützen
Iron Man will seine Freundin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) beschützen

Darum geht’s in Iron Man 3: Eben hat er noch im Avengers-Film eine Atombombe durch ein Wurmloch geworfen und die Welt gerettet, jetzt steckt Erfinder Tony Stark (Robert Downey Jr.) in einer Existenzkrise mit regelmäßigen Panikattacken. Ein neuer Fiesling namens „Mandarin“ (Ben Kingsley), der die USA mit mysteriösen Bombenanschlägen und Videobotschaften terrorisiert, zwingt Stark allerdings dazu, wieder den Weltretter zu spielen. Doch bevor Iron Man eingreifen kann, zerstört der Schurke kurzerhand Starks Villa samt Eisenrüstungen, bedroht sogar seine Freundin Pepper (Gwyneth Paltrow). Folglich muss sich der gestürzte Superheld ganz ohne Hightech-Panzerung auf seinen Erfindungsreichtum verlassen, um den geheimnisvollen Schurken zu besiegen.

Tony Stark (Robert Downey Jr.) muss sich auf seinen Erfindungsreichtum verlassen, um den geheimnisvollen Schurken zu besiegen
Tony Stark (Robert Downey Jr.) muss sich auf seinen Erfindungsreichtum verlassen, um Schurke Mandarin zu besiegen

Verstand statt Hightechwaffen
Stark kämpft in Iron Man 3D hauptsächlich ohne Rüstung, lässt seinen Anzug im Schrank hängen. Dafür bleibt Robert Downey Jr. mehr Zeit, sich mit Humor und Selbstironie durch eine actiongeladene Story zu hangeln, bei der mit furiosen Spezial-Effekten nicht gespart wird. Denn schließlich ist Iron Man 3D immer noch klassische Mainstream-Unterhaltung, die besonders beim Showdown mit ordentlich Reizüberflutung punkten will. Trotzdem stehen nicht die Technikspielereien im Vordergrund, sondern die humorvolle Story, die sogar einige sehr gelungene Wendungen nimmt.

Fazit: Tony Stark kann diesmal mit dem Verstand mehr ausrichten als mit seinen Hightechwaffen. Plus: Der Superheld ist nicht unverwüstlich, zeigt Schwächen und Selbstironie. Das macht Iron Man so sympathisch. Und mit dieser Formel wird aus einem typischen Action-Blockbuster ein intelligenter Kinospaß.
 
Iron Man 3 (USA 2013)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Drew Pearce, Shane Black    
Darsteller: Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Ben Kingsley, Guy Pearce
Länge: 130 Minuten
Start: 1. Mai 2013

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