Minus 67 Kilo: Ein viel besseres Bauchgefühl

Deni wog vorher 152 Kilo, nachher 85 Kilo
Student Deni (24; 1,85 m) wog vor dem Abnehmen 152 Kilo und nachher 85 Kilo

Unser Leser wog mal mehr als 3 Zentner. Im Interview erzählt er Ihnen von einer radikalen Umstellung – und einem Riesenerfolg

Sie haben in anderthalb Jahren 67 Kilo abgenommen. Was gab den Anstoß?
Da kam eine ganze Menge zusammen. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr musste ich täglich Blutdrucktabletten nehmen, hatte sehr schlechte Blutzuckerwerte und litt zudem an Depressionen. Nachdem mir die Hausärztin eröffnet hatte, dass ich bei meinem Lebensstil das 30. Lebensjahr wohl nicht erreichen würde, habe ich beschlossen, endlich abzunehmen.

Eine niederschmetternde Diagnose – wie ging es danach für Sie weiter?
Ich bin zur Ernährungsberatung gegangen und habe zudem einen Psychologen aufgesucht. Nach zahlreichen erfolgslosen Versuchen, das Gewicht zu reduzieren, befolgte ich darüber hinaus den Rat meiner Mutter und wandte mich an einen Chirurgen, um mir von ihm per Operation den Magen verkleinern zu lassen.
 
Welchen Einfluss hatte der Eingriff, was hat die Magenverkleinerung verändert?
Mein Leben hat sich stark gewandelt. Durch den verkleinerten Magen ist es mir nicht mehr möglich, große Portionen zu essen. Ich gebe zu, in den ersten 2 bis 3 Monaten habe ich den radikalen Schritt bereut. Wie ein kleines Kind musste ich das Essen neu lernen. Heute weiß ich, dass es definitiv der richtige Schritt war. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich diese Erfolge auch ohne Operation erreicht hätte.

Beschreiben Sie doch mal, wie nach der Umstellung Ihr typischer Tag aussieht?
Insgesamt nehme ich jeden Tag 5 bis 8 kleine Mahlzeiten zu mir. Ich ernähre mich jetzt viel gesünder, verzichte aber auf nichts. Morgens starte ich mit einem Smoothie in den Tag – der ist schnell gemacht, lecker und gesund. Mein Mittagessen bereite ich meist am Vorabend zu, um es mit zur Uni zu nehmen. Hähnchen mit Reis und Gemüse finde ich extrem lecker. Abends gibt’s Salat. Ein Tipp bei Heißhunger: griechischer Jogurt mit Obst und Haferflocken.

Haben Sie während der Abnehmphase eigentlich auch Sport getrieben?
Zunächst durfte ich wegen der OP 6 Wochen lang keinen Sport treiben. Gleich danach habe ich mich aber im Fitness-Studio angemeldet. Zu Beginn stand viel Kardiotraining auf dem Plan. Mehr als 25 Minuten Stepper und leichte Kraftübungen an Geräten wären bei meinem damaligen Gewicht aber gelenkschädigend gewesen. Mittlerweile gehe ich 3 bis 4-mal pro Woche zum Sport. Fakt ist: Nichts motiviert mehr als der Erfolg. So stehe ich in der Woche häufig schon morgens um 5 Uhr im Fitness- Studio, um mein Programm durchzuziehen.

Haben Sie Ihr Wunschgewicht erreicht oder wollen Sie noch weiter abnehmen?
Abgenommen habe ich definitiv genug, jetzt sind Muskelaufbau und die Hautstraffung am ganzen Körper meine Ziele. Viele Menschen fragen sich insgeheim, wie wohl die Haut nach einem so starken Gewichtsverlust aussieht. Da ich schnellstmöglich viel Sport getrieben habe, hielt sich der Hautüberschuss bei mir in Grenzen. Dennoch hing es natürlich hier und da herunter, vor allem am Bauch. Aus diesem Grund habe ich mich dann Ende Oktober einer zweiten Operation unterzogen, um die Haut straffen zu lassen. Meinem Traumkörper bin ich jetzt näher als je zuvor – obwohl ich vor 2 Jahren noch dachte, es gäbe keinen Ausweg.

Deni's Lieblings-Smoothies
Mit einem dieser 3 Drinks starten auch Sie fit in den Tag
(die Zutaten jeweils in einen Standmixer geben, durchpürieren - fertig!)

Morning-Smoothie wappnet morgens für den Tag
3 bis 4 Erdbeeren
½ Banane
2 Handvoll frischer Blattspinat
100 ml stilles Wasser

POWER-Smoothie macht müde Männer fit
½ Apfel
½ Banane
¼ Sellerie
2 bis 3 EL Kokosmilch

Fatburner-Smoothie kurbelt den Stoffwechsel an
10 g Ingwer (gerieben)
1 Banane
150 ml Möhrensaft
50 g Jogurt
100 ml Wasser
1 EL Zitronensaft

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