Kicker-Training: Eine Woche im Leben eines Fußballprofis

Von Profis lernen: Interview mit Florian Bruns vom FC St. Pauli
Von Profis lernen: Interview mit Florian Bruns vom FC St. Pauli

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel — Wir haben Profikicker Florian Bruns vom FC St. Pauli eine Woche begleitet

Sonntag: Der Tag des Neubeginns
Florian Bruns wirkt dynamisch, spritzig, wach. Und das, obwohl der Mittelfeldspieler in Diensten des Bundesligisten FC St. Pauli an diesem Sonntagmorgen bereits um 9.15 Uhr am Trainings-gelände an der Kollaustraße in Hamburg aufgelaufen ist. Wie alle anderen des Teams. Wie fast immer am ersten Tag nach einem Spiel. Dem ersten Tag der neuen Zeitrechnung. Das Leben in der Zeitschleife: Grüßt einen Kicker wöchentlich das Murmeltier? "Nicht wirklich", erzählt der ehemalige U21-Nationalspieler. "Als ich vor zirka 15 Jahren als Profi angefangen habe, konnte man diesen Eindruck gewinnen. Da wusste ich sonntags, was ich Donnerstag trainiere. Das war jede Woche dasselbe.

Aber heute gibt’s solche Automatismen im Fußball nicht mehr." Trotzdem: Das erste Training nach einem Spiel ist oft austauschbar — zum Beispiel der rund 40-minütige Regenerationslauf durch ein in der Nähe gelegenes Waldgebiet. Während Bruns noch locker austrabt, sieht er hinüber zu den armen Kerlen auf dem Platz, die ein knallhartes, zweistündiges Belastungstraining durchziehen. Es sind die Spieler, die im Match des Vortages nicht zum Einsatz gekommen sind — Spiel-Ersatztraining für Ersatzspieler. Bruns: "Wenn etwas im Fußballgeschäft wirklich belastend ist, dann ist es dieses Leistungsprinzip." Was er damit meint: elf Leute spielen, weitere sieben nehmen auf der Bank Platz, was keiner gerne macht. Doch es geht noch schlimmer: Der Rest des 28 Mann starken Kaders muss auf die Tribüne — Abstellgleis. "Entscheidend ist die Frage: Wie geht man damit um, wenn man zwei-, dreimal nicht spielt? Geht man daran zu Grunde oder kann man sich motivieren?", so der Kiezkicker.

Wir haben Florian Bruns eine Woche lang begleitet
Florian Bruns: Mittelfeldspieler in Diensten des Bundesligisten FC St. Pauli

Montag: Der Tag der Ruhe
Für das, was heute ansteht, ist keine Motivation erforderlich. Der Rasen am Trainingsgelände bleibt unberührt. Von Sonntagmittag bis zum Dienstagmorgen genießen die Profikicker oft ihr Wochenende. "Klar ist diese Zeitverschiebung für das Familienleben nicht immer ganz einfach. Wenn meine Eltern am Wochenende runden Geburtstag feiern, müssen sie das ohne ihren Sohn tun", sagt der gebürtige Oldenburger. Auch Wochenendpartys oder Spritztouren mit Freunden sind nicht drin. Beklagen mag Bruns sich trotzdem nicht: "Wir Fußballer haben in der Woche mehr frei als ein normaler Arbeitnehmer mit Fulltimejob." Auch wenn an freien Tagen wie diesem schon einmal PR-Termine eingeschoben werden. Mal hat Bruns jede Woche einen davon, mal ist 14 Tage Ruhe. Mal muss er Dinge tun, zu denen er keine Lust hat — etwa, wenn er dafür vom Termin zum Training hetzen muss oder umgekehrt —, mal ist Angenehmes dabei: "Zum Beispiel, wenn ich was mit Kids mache — wenn deren Augen leuchten, bringt es schon richtig Spaß", sagt Bruns.

Ein Mann sieht rund: Florian Bruns vom FC St. Pauli
Ein Mann sieht rund: Florian Bruns vom FC St. Pauli

Wochenmitte: Leiden beim Training

Jetzt fängt die Woche richtig an: Mit seinen 31 Jahren muss Florian Bruns harte Einheiten verletzungsfrei überstehen

Dienstag: Der Tag der Arbeit
An diesem Morgen ist der Spaß vorbei. Die Arbeitswoche fängt an, der Auftakt ist heftig. Bruns: "Dienstags ist fast immer zwei Mal Training. Beschreiben würde ich die Einheiten so: Da das nächste Spiel noch weit weg ist, kann man sich körperlich so richtig verausgaben." Das finden vor allem auch die Trainer Holger "Stani" Stanislawski und André "Truller" Trulsen. Damit nicht genug: Die Pauli-Profis müssen stets 45 Minuten vor Trainingsbeginn da sein. Das ist Pflicht und heißt heute: um 8.45 Uhr. Aber warum das? Brauchen die so lange, um sich umzuziehen? Bruns klärt auf: "Es kann nicht sein, dass einer 3 Minuten vorher in die Kabine kommt, in die Sportklamotten hüpft und auf den Platz rennt. Dafür ist etwas mehr Vorbereitung notwendig."

Jeder Spieler präpariert sich in dieser Dreiviertelstunde vor dem Training individuell — etwa mit Stabilisationsübungen im Kraftraum oder mit einem Tapeverband auf dem Sprunggelenk. Auch im Training arbeitet jeder an den persönlichen Schwächen, das ist ein Teil des Trainingskonzeptes beim FC St. Pauli. Und es ist besonders wichtig für alte Hasen wie Bruns. Die Nummer acht der Kiezkicker ist 31 Jahre alt, in der Fußball-Zeitrechnung: 1633 Wochen. "Ein Spieler über 30 kann nur wettbewerbsfähig sein, wenn er von Verletzungen verschont bleibt. Dafür muss ich heute bestimmt etwas mehr tun als junge, nachrückende Spieler", erzählt Bruns. Bislang ist in seiner Krankenakte nichts Dramatisches verzeichnet. Hier eine Bänderdehnung, dort eine Sprunggelenksprellung — das ist Alltag für jeden Fußballer. "Wir müssen uns nichts vormachen: Fußball ist kontaktreich, er belastet den Körper. Von ein paar blauen Flecken oder Schrammen brauchen wir gar nicht reden. Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, wovon ich spreche."

Mittwoch: Der Tag der Halbzeit
Damit es nach dem intensiven Doppelpack vom Vortag nicht zur Überbelastung kommt, wird in der Wochenmitte meistens nur einmal trainiert. Meistens. Kommen die Spieler nach dem Training aus der Dusche, hält Stanislawski oft noch eine kurze Ansprache. Bruns: "Kann sein, dass er sagt: Super, Jungs, da war Feuer drin, bis morgen. Kann aber auch sein, dass er sagt: Das Training war Mist, wir sehen uns heute Nachmittag wieder."

Dies ist nur eine von vielen Unwägbarkeiten im Leben eines Fußballers. Darum hält Bruns es mit Verabredungen spontan: "Zu Beginn meiner Karriere gab es öfter mal enttäuschte Gesichter, wenn ich was Privates absagen musste. Daraus habe ich Lehren gezogen." König Fußball diktiert seine Zeit. Dann wird etwa auch der eigene Geburtstag zu einer Nebensächlichkeit: "Wir haben letztes Jahr an meinem Geburtstag zu Saisonbeginn in Freiburg gespielt. Da hat die Mannschaft für mich einmal 'Happy Birthday' gesungen, das war’s dann", sagt Bruns. "Auf der Rückfahrt gibt man nur noch ein Bier aus, und erst am nächsten freien Tag feiert man dann vielleicht nach." Wenn es an einem Mittwoch zu einer zweiten Trainingseinheit kommt, wird sie wie jede andere Herausforderung gemeinsam im Team durchgestanden. Die gute Kameradschaft ist für Bruns ein Grund, warum der FC St. Pauli als Club so besonders ist: "Alle halten hier zusammen. Außerhalb des Trainings wird herumgealbert, das ist sensationell!" Zufall ist das nicht. Der Verein pflegt dieses kumpelhafte, aber respektvolle Miteinander, mit seinen Fans, aber auch intern. Kommunikation auf Augenhöhe hat in diesem Club einen hohen Stellenwert. Bruns: "Das gibt’s in Deutschland sonst nirgends, dass jeder im Verein geduzt wird. Dass sich der Trainer hinstellt und sagt: Ich bin der Stani. Oder Corny Littmann, der ehemalige Präsident — irgendwann sagte er mal zu mir: 'Wenn du mich noch einmal siezt, rede ich kein Wort mehr mit dir.'" So lässt es sich prima gemeinsam arbeiten. Und eben auch mal herumalbern, um dem harten Trainingsalltag ein freundlicheres Gesicht zu geben.

Florian Bruns im Kraftraum mit dem Team-Athletiktrainer Dr. Pedro Gonzalez
Florian Bruns im Kraftraum mit dem Team-Athletiktrainer Dr. Pedro Gonzalez

Spielvorbereitung: Das Ziel vor Augen

Jetzt wird's Ernst: Das kommende Spiel ins Visier genommen, muss alles andere hinten anstehen

Donnerstag: Der Tag des Ausrichtens
Vorletzter Tag vor dem nächsten Spiel. Wieder zwei Einheiten, diesmal aber mit deutlich weniger Intensität. "Nun geht’s mit dem Feinschliff los", so Bruns. Die Mannschaft, aber auch jeder für sich arbeitet an Schwächen, die sich im letzten Spiel offenbart haben. "Spätestens von diesem Tag an sind alle voll auf die anstehende Partie fokussiert." Auch im Privatleben werden die Grundlagen für die Fitness am kommenden Samstag gelegt. "Donnerstagabend gibt’s keine Familienpizza mehr. Und wenn mein bester Kumpel Geburtstag hat und zu Hause etwas feiern möchte, muss ich ihm absagen. In Clubs oder Bars werden Sie auch keinen mehr von uns treffen", erklärt Bruns. Und wenn doch? Einen expliziten Strafenkatalog für Donnerstagabend-Ausgeh-Vergehen gibt es nicht. "Aber wenn unsere Trainer das mitbekommen, dann kracht es richtig", so Bruns. In der Praxis bedeutet das für ihn: Wenn er abends in der Woche mal in der Kneipe internationalen Fußball schaut, gibt es zur Champions League (dienstags, mittwochs) vielleicht ein Bier — zum UEFA-Cup am Donnerstag aber keins.

Freitag: Der Tag des Einschwörens
Etwa 30 Stunden vor dem Spiel beginnt das Abschlusstraining der Woche, zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Lokalpresse spricht da gern von "Geheimtraining". Tatsächlich wird hier alles Bedeutsame, die gesamte Arbeit der Woche komprimiert. "Standardsituationen, taktische Dinge und Ähnliches", berichtet Bruns. Im Anschluss ist dann frei — bei einem Heimspiel. Jedes zweite Wochenende jedoch steht der Tag vor dem Spiel im Zeichen einer mehr oder weniger beschwerlichen Reise durch die Republik. Kürzere Strecken fährt man per Bus, etwa nach Bremen oder Hannover, weiter entfernte Ziele erreichen sie per Bahn oder Flugzeug. "Mitzureden haben wir da nicht", so Bruns. "Zwei bis drei Tage vorm Spiel hängt ein Plan aus, wie wir reisen — und dann haben das alle so zu machen."

Die letzten Anweisungen von Trainer Stanislawski vor Bruns' Einwechslung als Joker
Die letzten Anweisungen von Trainer Stanislawski vor Bruns' Einwechslung als Joker

Samstag: Der Tag der Entscheidung
Ob die Spieler mit oder ohne Anreise in den Knochen erwachen, ob Sie zu Hause am Küchentisch oder im Hotel frühstücken, derartige Kleinigkeiten können ein Spiel entscheiden. Es gibt aber keine Ausreden: "Alles, was die Woche über trainiert worden ist, was der Trainer gesagt hat, was man sich selbst vorgenommen hat, muss heute auf den Punkt umgesetzt werden", sagt Bruns. Der Coach ist in dieser Situation gefordert: "Besonders durch die Ansprache von Stani und Truller vor einem Spiel bekommen wir noch mal den letzten Kick. Die beiden machen uns richtig heiß und versuchen, aus jedem alles herauszukitzeln", erzählt Bruns. Dann ist es so weit: Anpfiff. Abpfiff. Jede Woche aufs Neue, aber irgendwann zum letzten Mal. Was kommt für Florian Bruns nach dem Fußball? 31 Jahre ist eigentlich kein Alter für einen Mann — für die Bänder, Sehnen und Muskeln eines Fußballers schon. Die sind über die Jahre ordentlich strapaziert worden. Er selbst gibt sich noch drei oder vier Jahre, „fünf, wenn alles gut läuft“. Damit er nicht bei null anfangen muss, studiert er derzeit BWL im Fernstudium. Er hatte sogar mal kurz überlegt, etwas völlig anderes zu machen — ganz raus aus dem Fußballgeschäft. Aber schon der Schwerpunkt seines Studiums, Sport- und Unternehmensmanagement, ist ein ganz klarer Fingerzeig: "Ich bin jetzt so lange in diesem Geschäft, das würde nicht funktionieren. Ich kann nicht mehr ohne Fußball." Möglicherweise liegt das doch an der Zeitschleife, in die er als Profifußballer geraten ist — an dem Reiz, mit jeder Woche eine neue Lebensphase zu beginnen. Das bliebe ihm als Trainer oder Funktionär erhalten. Nur auf die Knochen gäb’s da nichts mehr.

Lesen Sie hier das Interview mit Carsten Lütten und Johannes Holz, Mannschaftsärzte des FC St. Pauli. Sie erklären, wie die Spieler fit bleiben.

Florian Bruns gibt vollen Einsatz auf dem Spielfeld
Florian Bruns gibt vollen Einsatz auf dem Spielfeld

Spielerbetreuung: Wie viel steckt der Körper eines Kickers weg?

Wir haben Florian Bruns eine Woche lang begleitet. Er machte dabei einen entspannten Eindruck. Muss er als Profi nicht ständig Angst haben, sich zu verletzen?

Lütten: Auf keinen Fall. Florian ist wie alle Spieler des Clubs ausgewogen trainiert. Das Konzept von Pauli: individuelle Vorsorge und Trainingsgestaltung. Damit haben wir in den letzten 5 Jahren im Kader die Zahl und die Intensitäten von Verletzungen deutlich reduziert, die Leistungen verbessert.

Weshalb gibt es trotzdem so viele verletzte Profis?
Holz: Bei uns ja nicht. Aber Verletzungen durch Fremdeinwirkung sind im kontaktreichen Fußballspiel niemals auszuschließen. Kein Training schützt Sie davor, dass jemand Sie umgrätscht. Wichtig ist: Es sollte individuell genug trainiert werden, ins Training müssen muskuläre Dysbalancen, Muskel- oder Sehnenverkürzungen sowie Einschränkungen durch frühere Verletzungen einfließen.

Sie lassen also jeden Spieler individuell trainieren?
Holz: Ja. Natürlich gibt es auch gemeinsame Einheiten. Aber die neue Trainingssteuerung, 2006 von den Trainern Holger Stanislawski und André Trulsen eingeführt, beruht darauf, dass wir uns alle biomechanischen Gegebenheiten jedes Spielers ganz genau anschauen: Der mit verkürzten Muskeln muss ja zum Beispiel mehr auf Dehnung achten als der mit lockeren Muskeln oder Bändern. Dazu messen wir in speziellen Tests Werte wie etwa Sprungkraft, Kraftausdauer, Stoßkraft der Beine, Armkraft und Ausdauer.

Welche Schlüsse ziehen Sie denn aus diesen Daten?
Lütten: Jeder Spieler erhält einen individuellen Trainingsplan. Wie der genau umgesetzt wird, entscheidet Trainer Stanislawski. Der stellt sein Team zusammen, in dem wir Ärzte, wie auch die Physiotherapeuten und der Athletiktrainer, nur ein Baustein sind. Auf der Basis neuer Tests und Untersuchungen wird der Trainingsplan alle 6 Wochen angepasst, denn die Spieler entwickeln sich natürlich weiter.

Der Verein auch. Gibt Ihnen der Erfolg Recht?
LÜTTEN: Mit Sicherheit. Im November 2006 standen wir auf dem 13. Platz in der Regionalliga, 2010 sind wir in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Schon in der Regionalliga-Rückrunde 2007 ging die Zahl der Verletzungen im Team von 87 auf 42 zurück — innerhalb einer halben Saison, mit denselben Spielern! Und: Vor der Umstellung haben wir die meisten Tore im letzten Spieldrittel kassiert, hinterher haben wir sie in genau diesem Zeitraum geschossen. Dies beweist eindrucksvoll, dass ein individuell ausgerichtetes Training nicht nur vor Verletzungen schützt, sondern auch zu Bestleistungen führt. Wichtig ist, dass am Anfang stets eine individuelle Bestandsaufnahme erfolgt, denn kein Körper gleich dem anderen. Auch der Freizeitsportler ist gut beraten, sich von einem Sportarzt durchchecken zu lassen.

Was kann der Freizeitsportler sonst noch tun?
Holz: Prophylaxe ist das A und O. Wir raten jedem Team im aktiven Breitensport zum eigenen Physiotherapeuten — einem Fachmann, der mit den Sportlern vernünftig dehnt und Stabilisationsübungen macht sowie instabile Gelenke tapt. Bei uns zum Beispiel bekommt zum Spiel die halbe Mannschaft stabilisierende Tapes auf die Sprunggelenke.

Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten zu typischen Fußball-Verletzungen.

Bruns und seine Mannschaftskollegen beim warm laufen
Auch das gehört dazu: warm laufen ist Pflicht!

Fußball-Verletzungen: Schmerzfrei Kicken

Auf dem Platz geht's nicht immer sanft zu. Deswegen klären wir die wichtigsten Fakten zu typischen Verletzungen

  • 87 Prozent der Fußballverletzungen sind Beinverletzungen — am häufigsten betroffen ist die Muskulatur im hinteren Oberschenkel (12 Prozent). Im Schnitt ist jeder Profi 2 Mal pro Saison verletzt. Nur 21 Prozent der Verletzungen gehen auf Fouls zurück
  • 1400 Kurzzeitreaktionen (etwa: Richtungswechsel, Sprints) gibt es ungefähr in einem Profi-Spiel. 50 Prozent davon sind maximal 10 Meter lang, nur 4 Prozent länger als 30 Meter. Trotzdem kommt ein Profi im Schnitt auf 11 Kilometer pro Spiel
  • Zwölf Prozent aller Sportverletzungen von Fußballprofis treten dort auf, wo schon einmal etwas kaputt war. Sehr oft ist zu frühe Belastung der Grund dafür. 18 Tage Ausfall zieht die Erstverletzung im Durchschnitt nach sich, die erneute Verletzung 24 Tage
  • 23 Prozent der Beinverletzungen betreffen den Oberschenkel. Andere Bereiche des Beins: Sprunggelenk (17 Prozent), Knie (16 Prozent) und der Unterschenkel (14 Prozent). Beim Hallenfußball ist das Verletzungsrisiko übrigens insgesamt 6-mal so hoch

Tipps für heile Knochen beim Kicken:

  • Schwachpunkte erkennen,zum Sportarzt gehen
  • Ausdauer ausbauen, Verletzungsrisiko: müde Muskeln
  • Defizite bedenken, nicht überbelasten, langsam kräftigen
  • Gelenke stützen, mit Hilfe von Tapeverbänden
  • Verletzungen versorgen, siehe PAULI-Formel, unten
  • Dysbalancen ausgleichen, durch gezieltes Muskeltraining
  • Koordination optimieren ,schützt vor Verletzungen
  • Beweglichkeit trainieren, propriozeptive Übungen helfen
  • Pausen einhalten, kein Übertraining, richtig regenerieren
  • Technik verbessern, senkt das Verletzungsrisiko
  • Schäden berücksichtigen, Belastung behutsam steigern

Erste Hilfe bei Sportverltzungen:
Weltpremiere der PAULI-Formel für die Erstversorgung bei Verletzungen! Gehen Sie in der genannten Reihenfolge vor.

  • Pause machen Körperteil sofort entlasten und ruhigstellen
  • Auf Eis legen Kühlen — das mindert den Gewebeschaden und lindert den Schmerz. Eis nie auf die nackte Haut legen!
  • Unter Druck setzen Verband anlegen Dadurch verhindern Sie, dass sich Blutungen und Schwellungen ausbreiten
  • Luftig lagern Betroffenen Körperteil hochlegen, möglichst über Herzhöhe — das verbessert den Rückfluss des Blutes
  • Instand setzen lassen Gehen Sie möglichst sofort zu einem
    Sportmediziner — die ersten 24 Stunden sind entscheidend!
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