Winter-Abenteuer: Eistauchen und Eisbaden

Winter-Abenteuer: Eistauchen und Eisbaden
Kalter Kick im Winter: Eistauchen

Minusgrade sind kein Grund, in der Bude zu bleiben. Hier der coolste Weg in die Kälte

Eistauchen: „Es ist ein mystisches Erlebnis: Die Lichtreflexe unter der Eisdecke sind unvergleichlich, und Geräusche wie das Knirschen des Eises und Schritte darauf erscheinen total unwirklich. Man kann überhaupt nicht zuordnen, woher sie kommen“, sagt Karsten Noack, Tauchlehrer aus Berlin.

Runter geht es mit Trockentauchanzug und Vollgesichtsmaske sowie kaltwassertauglichen Atemgeräten – in Seen, deren Eis tragfähig ist. Mit der Motorsäge wird dort eine Öffnung von 1,5 mal 1,5 Meter in das Eis gefräst, wo das Wasser mindestens vier Meter tief ist. Ein Rettungstaucher und ein Leinenführer bleiben zur Sicherung draußen, denn die Taucher müssen angeleint bleiben: „Ohne diese Maßnahme wäre es zu gefährlich, auch erfahrene Taucher verlieren unter dem Eis schnell die Orientierung“, erklärt Noack. Aus diesem Grund dürfen auch nur Fortgeschrittene abtauchen: Wer den „Ice-Diver“-Schein machen will, muss mindestens den „Advanced“-Schein mitbringen.

Eisbaden: Tauchen ist Ihnen zu schwierig? Dann versuchen Sie es doch mit Winterschwimmen bei Eisbade-Events (Eisschwimmen.de). So bereiten Sie sich darauf vor: „Gewöhnen Sie Ihren Körper mit wöchentlichen Saunagängen und eisigen Duschen an den Kältereiz“, rät Dr. Ralf Maaß aus Birkenwerder, aktiver Winterschwimmer, der über das Thema promoviert hat. „Man bleibt bis zu fünf Minuten im Wasser; auf die Dauer kommt es aber nicht an.“ Und warum das alles? „Weil es einen glücklich macht. Der Körper schüttet beim Tauchen nämlich Glückshormone aus.“

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