Sex-Varianten: Elf Spielarten der Liebe

Nun haben Sie Zeit, um herauszufinden, was Ihre Liebste im Bett mag. Elf Vorschläge für ein Fest der Liebe

Spielarten der Liebe: Kuschel-Sex

Sind Sie ein Romantiker?

Wie das geht: Sie liegen mit Ihrer Holden im Bett oder – noch besser – auf einer weichen Decke inmitten einer Blümchenwiese. Einige Stunden lang küssen und streicheln Sie sich und reiben kindlich lächelnd Ihre Nasen aneinander, knutschen, bis die Zunge schmerzt. Irgendwann ist ihr Blümchen dann so weich gekrault, dass Sie Ihren Bienchenstachel mal kurz hineinhalten dürfen.

Was Sie dafür brauchen: Alles, was weich und flauschig ist. Ihre Liebste könnte Schleifchen im Haar tragen. Ein Riesenvorteil Es gibt wohl kaum eine Frau, die sich darauf nicht einlässt. Sie müssen nur den richtigen Moment abpassen, um die Intensität zu steigern. Dann geht’s los.

Was Sie dabei vergessen können: Auf geradem Wege zum Orgasmus zu gelangen. Was im schlimmsten Fall passieren kann Dass Sie sich richtig anstrengen müssen, um zum Zug zu kommen. Aber mal ehrlich: Es gibt auch guten Sex ohne Reinstecken.

Was im besten Fall passiert: Sie sagt „Mann, das ist ja total langweilig. Jetzt besorg’s mir endlich richtig!“

Spielarten der Liebe: Kamasutra

Wollen Sie Sex als Sport?

Wie das geht: Sie probieren die 64 Stellungen des indischen Kamasutras durch, pro Abend eine – oder so viele, wie Sie schaffen. Was Sie dafür brauchen Eine Vorlage, zum Beispiel „Das Kamasutra“ von Anne Hooper (Dorling Kindersley, um 11 Euro). Und ein stabiles Bett mit Möglichkeiten sich festzuhalten (falls einer von beiden das Gleichgewicht verliert). Ach so, ein Buch über Chiropraktik und die Telefonnummer Ihres Krankengymnasten wären vielleicht auch ganz clever.

Ein Riesenvorteil: Wenn Sie ein bisschen trainiert haben und sich auskennen, können Sie die Vorlage weglassen. Dann kommt tatsächlich so etwas wie Spaß auf. Was Sie dabei vergessen können Dass Sie dabei Entspannung finden.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Ihre Liebste verliert in der aufrechten Reiterstellung das Gleichgewicht und kippt nach unten. Weil sie gleichzeitig einen Scheidenkrampf bekommt, bricht Ihr bestes Stück.

Was im besten Fall: passiert Sie treiben es – kulturhistorisch abgesichert – in allen erdenklichen Stellungen und sehen Ihre Liebste in Positionen, nach denen Sie niemals zu fragen gewagt hätten.

Spielarten der Liebe: Tantra-Sex

Wollen Sie Sex als Religion?

Wie das geht: Zunächst taufen Sie beide Ihre Geschlechtsteile um: Der Penis heißt nun Lingam, und das da gegenüber, das ist die Yoni. Die beiden werden nach dem Massieren miteinander verschmolzen. Das heißt, Sie schlüpfen mit Ihrem Lingam in die Yoni und bleiben da ziemlich lange drin, die meiste Zeit ohne sich zu bewegen.

Was Sie dafür brauchen: Etwa 120 Liter Massageöl und anfangs einen Lehrer. Genau, das sind diese weichgespülten, dürren Typen mit langen Haaren und Fistelstimme, die ihre Sexualität schon vor Ewigkeiten befreit haben und mittlerweile schon beim Frühstück über Yoni-Geschmacksrichtungen referieren.

Ein Riesenvorteil: Wenn Sie gut aufpassen und Ihre Haare auch schön wachsen lassen, können Sie selbst Kursleiter werden. Dann kennen auch Sie bald ganz viele Yoni-Aromen. Denn Mädels stehen immer auf den Lehrer.

Was Sie dabei vergessen können: Frauen unter 40, Frauen mit rasierten Beinen, Frauen, die Sie interessieren.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Sie verschlucken sich am Massageöl. Was im besten Fall passiert Sie bekommen einen multiplen Ganzkörper-Orgasmus, den Sie nie wieder vergessen und nach dem es Ihnen vollkommen egal ist, ob die Frau neben Ihnen über 40 ist oder behaarte Beine hat.

Spielarten der Liebe: Rollenspiel

Treiben Sie es gern als jemand anders?

Wie das geht: Heute beispielsweise ist Ihre Liebste die strenge Lehrerin, die ihren Schüler nach der Stunde länger bleiben lässt. Sie reibt ihren Hintern an seinem Gesicht und sagt ihm in kurzen Befehlen, wie er seine Note aufbessern kann. Morgen sind Sie der Chefarzt, der einer neuen Krankenschwester zeigt, wie man richtig die Temperatur misst. Und so weiter.

Was Sie dafür brauchen: Überzeugende Kostüme, Perücken und die Fähigkeit, plötzliche Lachanfälle zu unterdrücken.

Ein Riesenvorteil: Wenn Sie das einige Jahre praktiziert haben, sind Sie wahrscheinlich ein richtig guter Schauspieler.

Was Sie dabei vergessen können: Vater-Tochter-Spiele und Mutter-Sohn-Geschichten – da wird’s pathologisch.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Ihre Partnerin fährt so auf den gespielten Chefarzt ab, dass sie sich einen echten nimmt.

Was im besten Fall passiert: Sie bekommen ein sehr realitätsnahes Gefühl, wie es ist, die neue Hausärztin oder die nette Kellnerin von gestern zu besteigen. Sie können fremdgehen ohne Ihre Beziehung zu gefährden.

Spielarten der Liebe: Show-Sex

Lieben Sie es, beinahe erwischt zu werden?

Wie das geht: Sie treffen Ihre Popp-Beauftragte an Orten, wo jederzeit Menschen auftauchen und Sie beide sehen können: an Bushaltestellen zum Beispiel, in Aufzügen, in Umkleidekabinen. Dort angelangt, entblößen Sie sich beide an den nötigsten Stellen, gehen in Stellung und hecheln dem unvermeidlichen Ende entgegen. Dann öffnet sich die Tür.

Was Sie dafür brauchen: Nerven wie Drahtseile (um ihn hochzukriegen), einen gesunden Hang zum vorzeitigen Samenerguss (um ja schnell genug fertig zu werden) und einen guten Anwalt (Erregung öffentlichen Ärgernisses ist nämlich strafbar).

Was Sie dabei vergessen können: Das Gefühl von Geborgenheit und Wärme.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Oh, einiges! Nur mal ein Beispiel: Sie tun es in der oberen Etage eines Doppeldecker-Busses. Sie sind allein. In dem Moment, als Sie völlig entfesselt von hinten das emporgereckte Gesäß Ihrer Beifahrerin bearbeiten, kommen 15 japanische Touristen mit 8-Megapixel-Digitalkameras die Treppe hoch, erblicken entzückt Ihren arglos auf und ab federnden Hintern.

Was im besten Fall passiert: Der Adrenalin-Rausch verschafft Ihnen einen Mordskick, und beim Orgasmus jodeln Sie die halbe Stadt zusammen.

Spielarten der Liebe: Porno-Sex

Wollen Sie es tun wie im Film?

Wie das geht: Sie leihen sich gemeinsam mit Ihrer Porno-Königin in einer Videothek eine DVD aus, sehen sich das Filmchen an und gehen dann in den Nahkampf. Beide können Wünsche äußern, welche Teile des Streifens sie nachstellen möchten.

Was Sie dafür brauchen: Ein entsprechendes Abspielgerät kann nicht schaden. Am besten mit guter Standbild-Funktion, falls sie dem Verlauf des Films nicht folgen können. Werden im Film Hilfsmittel wie 40-Zentimeter-Dildos oder Nippelklemmen verwendet, sollten auch Sie sich damit eindecken. Salatgurken und Wäscheklammern kommen uncool daher.

Ein Riesenvorteil: Alles geht. Wenn’s im Film zu sehen war, können Sie’s vorschlagen, ohne dass es gleich heißt, es wäre Ihrer krankhaften Fantasie entsprungen. Was Sie dabei vergessen können Dass Sie alles genauso leichtfüßig hinbekommen wie der gute alte Rocco Siffredi.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Sie klappen noch vor dem Finale erschöpft zusammen. Oder: Sie macht alles mit, weigert sich jedoch am Ende, den Cum-Shot mit dem Nasenloch aufzufangen.

Was im besten Fall passiert: Sie entdecken Ihr riesiges Talent und finden Ihre wahre Bestimmung im Leben. Aber sehen Sie sich vor: Das Porno-Geschäft ist hart. Die wollen Sie alle bloß ... – genau!

Spielarten der Liebe: Gruppen-Sex

Wollen Sie Teil einer Gemeinschaft sein?

Wie das geht: Also, Sie besorgen es der Babsi, während die Babsi dem Enrico einen bläst, der wiederum mit der Margit knutscht und seine Finger in der Mandy hat. Später kommt noch der Mike hinzu, und dann doppeln Sie beide die Babsi, damit die auch was zu erzählen hat, wenn ihr Mann von der Doreen steigt.

Was Sie dafür brauchen: Einen Raum mit Matratzen, einige Rollen Klopapier (noch besser: saugstarke Küchentücher) und einen sehr aufgeschlossenen Freundeskreis. Oder eine Mitgliedschaft im Swingerklub.

Ein Riesenvorteil: Bald ist Ihnen gar nichts mehr peinlich, das entspannt ungeheuer.

Was Sie dabei vergessen können: Intimsphäre. Da gibt es nur Intimdeo, das aber en masse.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Sie wissen nicht mehr so genau, mit wem Sie es gestern alles getrieben haben. Oder: Sie wissen es nur zu genau.

Was im besten Fall passiert: Die Babsi besorgt Ihnen Prozente auf einen neuen Wagen, der Mike fliest Ihnen schwarz das Badezimmer, und der Enrico macht Ihnen die Steuer für lau.

Spielarten der Liebe: Fetisch-Sex

Lieben Sie schöne Dinge?

Wie das geht: Sie beischlafen munter vor sich hin, nur, dass Sie dabei mit erregenden Gegenständen hantieren. Das können Gummihandschuhe sein oder Strumpfhosen, Perlenketten oder Pudelmützen.

Was Sie dafür brauchen: Toleranz. Das bedeutet konkret: Die Vorliebe Ihrer Gefährtin für Plüschtiere hat die gleiche Berechtigung wie Ihre für Wärmflaschen.

Ein Riesenvorteil: Sie sehen die Welt der Dinge plötzlich mit ganz anderen Augen.

Was Sie dabei vergessen können: Windeln und Babyflaschen, das ist eklig.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Sie verbrennen sich Ihren kleinen Prinzen, weil Sie ihn zu heftig an ihrer Strumpfhose reiben.

Was im besten Fall passiert: Irgendwann brauchen Sie nur noch die Wärmflasche.

Spielarten der Liebe: Fuß-Sex

Ist Schuhverkäufer Ihr Traumjob?

Wie das geht: Im Grunde ist dies eine spezielle Form von Fetisch, die aber auf Grund ihrer weiten Verbreitung hier eigens erwähnt werden soll. Sie kopulieren also friedlich vor sich hin, nur, dass Sie dabei jederzeit einen freien Blick auf die Füße Ihrer Nymphe haben und diese auch gelegentlich in den Mund nehmen. Ja, von uns aus auch ganz. Möglich wäre auch ein Footjob, bei dem Ihre Partnerin Ihnen mit den Fußsohlen einen runterholt.

Was Sie dafür brauchen: Wenn sie gerne Turnschuhe trägt, raten wir zum Fußbad. Ein Riesenvorteil Diesen Fetisch hat jede Frau immer dabei.

Was Sie dabei vergessen können: Dass Ihre Bettgefährtin jederzeit bierernst bleibt. Ein » kopulierender, schwitzender, schnaubender Mann mit einem Fuß im Mund sieht wirklich erbarmungslos komisch aus.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Verschlucken werden Sie ihn nicht, aber zu tief hineingeraten kann so ein Fuß schon.

Was im besten Fall passiert: Sie reduzieren die Frau nicht auf Bauch-Beine-Po, sondern auf Zehen und Knöchel – das ist mal was anderes.

Spielarten der Liebe: Fessel-Sex

Sind Sie bindungsfreudig?

Wie das geht: Sie schnüren Ihre Liebste mit Seilen in allen möglichen Positionen zusammen, binden ihre Brüste ab, bis sie lila werden, oder lassen sie mit auf den Rücken gefesselten Armen von der Decke herabhängen. Dabei können Sie auch ein wenig in sie eindringen. Umgekehrt kann auch Ihre Partnerin Sie einwickeln, Ihr Gemächt umknoten und Sie ein bisschen daran aufhängen.

Was Sie dafür brauchen: Neben angenehm weichen Seilen, ein paar Stangen und einigen fest in Wand und Decke verschraubten Ringen vor allem eine gute Ausbildung. Bondage – so heißt das erotische Fesseln – ist eine sehr ernste Angelegenheit, die Sie sich keinesfalls durch Herumexperimentieren aneignen können. Kein Seil um den Hals, und Finger weg von Hauptschlagadern! Außerdem wichtig: ein Codewort, mit dem der oder die Gefesselte die Sache abbrechen kann!

Ein Riesenvorteil: Die Fotos können es sogar bis in angesagte Galerien bringen.

Was Sie dabei vergessen können: Eine gemütliche Stimmung, Spaß im Sinne von Disney-Filme anschauen.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Es können Gliedmaßen absterben oder Gelenke herausrutschen. Wenn ein gefesselter Mensch aus einem Meter Höhe auf das Gesicht fällt, ist das wie ein Autounfall.

Was im besten Fall passiert: Durch die fixierte Haltung und das Binden können Empfindungen entstehen, die normaler Sex nicht auslösen kann. Auch das Gefühl ausgeliefert zu sein, die totale Hilflosigkeit und Hingabe steigern oft das Lustgefühl. Ganz zu schweigen von dem Kick, den die Macht über einen (wenn auch nur spielerisch) gefesselten Menschen produzieren kann.

Spielarten der Liebe: Sadomaso-Sex

Hören Sie gern Schreie?

Wie das geht: Wenn Ihre Gespielin Ihre Sklavin sein möchte, können Sie ihr erlauben, ein wenig am Boden herumzukriechen, etwa, um Ihre Füße zu lecken. Wenn sie sich dabei zu doof anstellt, können Sie ihr das in gewählten Worten mitteilen und ihr mit einer Gerte den Hintern versohlen – Hauptsache, sie schreit. Entweder bleiben Sie dauerhaft bei dieser Rollenverteilung oder Sie wechseln später. Dann sind Sie dran mit dem Stiefellecken.

Was Sie dafür brauchen: Eine ähnlich versierte Ausbildung wie beim Fesseln. Außerdem brauchen Sie auch hier ein Codewort. Denken Sie sich ein Wort aus, das sich auch geknebelt einigermaßen deutlich sagen lässt. Darüber hinaus: Manche Schlaggeräte – zum Beispiel Ruten, Peitschen und so genannte Paddles – sorgen für Abwechslung. Auch Gummiknebel und Fesselvorrichtungen können das gemeinsame Spiel außerordentlich bereichern.

Ein Riesenvorteil: Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Was Sie dabei vergessen können Mit Ihren Eltern darüber zu reden.

Was im schlimmsten Fall passieren kann: Eingerissene Haut, heftige Blutungen und Entzündungen, sofern Sie dabei mit unsauberem Material arbeiten.

Was im besten Fall passiert: Sie zerren an ihren Haaren, besorgen es ihr von hinten und bearbeiten ihren Hintern mit einem Lineal. Ihre gestrengen Hiebe machen die Partnerin rasend und verhelfen ihr schließlich zu einem ungeheuren Orgasmus. Oder umgekehrt.

 
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