Waschbrett-Marathon, 1. Monat: Endlich Sixpack trotz Stressjob

Bei den Liegestützen musste Daniel ordentlich schwitzen
Daniel nach seinem 1. Trainingsmonat auf dem Weg zum Sixpack

Die Arbeit hinderte Daniel oft am Sport. Dachte er. Aber dann begann das Best-Bauch-Projekt. Hier sein Einstiegsbericht

Richtig unzufrieden war ich eigentlich mit nichts in meinem Leben. Doch wirklich zufrieden mit mir, das war ich auch nicht. Wenn ich Sport gemacht habe, bin ich meist Laufen gegangen. Ab und an war ich mal im Fitness-Studio, aber sehr unregelmäßig. Klar, dass ich bei dem Schmalspurprogramm niemals Muskeln aufbauen konnte. Zu Beginn des Best-Bauch-Workouts dachte ich: Was soll an den Übungen und dem Plan schon so viel anders sein als das, was ich bisher gemacht habe. Aber kein Vergleich! Zum ersten Mal in meinem Leben weiß ich jetzt, wie man richtig trainiert (hier finden Sie die Basis-Trainingsregeln). Und auch in Sachen Ernährung habe ich erstmals einen Plan. Ich war stets der Meinung, ich hätte auf ein gesundes Mittelmaß geachtet – weder auf Pizza und Burger noch auf Süßigkeiten hab ich verzichtet, aber alles eben nur in Maßen zu mir genommen. Deswegen bin ich nicht dick geworden und dachte: alles richtig gemacht. Denkste! Unser Coach Stephan Geisler machte mir rasch klar, dass ich so nie muskulöser aussehen werde.

Mit der richtigen Planung Job und Training vereinbaren
Schuld daran ist mein Stressjob beim Fernsehen, verteidigte ich mich. Der fordert mich richtig, und auch am Wochenende muss ich häufig arbeiten. Deshalb war das letzte Jahr in puncto Sport besonders mau, wenn's hoch kommt, bin ich alle 2 Wochen gelaufen. Ein Fitness-Studio habe ich seither nicht mehr von innen gesehen. Das Argument ließ der Coach nicht gelten – und siehe da: Er hatte Recht! Inzwischen weiß ich: Es geht beides, arbeiten und ausgiebig trainieren. Sicher, ich bin abends später zu Hause, und so mancher Fernsehabend fällt dafür mal aus. Wenn ich am Wochenende arbeiten muss, bin ich unter der Woche jeden Tag beim Training. Manchmal muss ich hetzen, wenn ich zum Beispiel nach dem Training noch einkaufen möchte. Aber letztlich gilt: Man muss das Training nur in den Kalender eintragen – und hingehen.

Ab der zweiten Woche schon voll im Trainingsplan
Im Kraftraum war ich zuerst etwas unsicher, wie ich Geräte und Gewichte einstellen soll. Aber ab der zweiten Woche war ich voll drin. Witzigerweise merkte ich nach dem Auftakttraining erst mal gar nichts, während mein Trainingspartner Sebastian über den Muskelkater seines Lebens klagte. Dabei ist er doch viel erfahrener als ich, was Krafttraining angeht. Aber dann wollte ich in mein tiefer gelegtes Auto steigen – da ging das Geeiere los, ich kam kaum runter in die platte Flunder. Nach der zweiten Trainingseinheit war auch ich dann fix und fertig. Und hatte gar nichts dagegen, dass am nächsten Tag trainingsfrei sein sollte. Schon diese Kleinigkeit war eine neue Art der Zufriedenheit in meinem Leben. Im Abschlusstraining der ersten Woche habe ich mich noch mal richtig ausgepowert. Und mir dann ein Paar neue Laufschuhe gegönnt. Die nahm ich gleich auf eine 3-tägige Dienstreise mit, die sich mit meinem Trainingplan natürlich nicht vertrug. Es war mit Sicherheit
nicht das letzte Mal, dass mir der Job einen Strich durch die Planung macht und ich sehen muss, wie ich auch auf Reisen fit bleibe.

Daniel mit seinem Trainingspartner Sebastian nach dem gemeinsamen Workout

Schüttel das Ding! Schon seltsam, dass die beiden zum Shaken noch die Kraft haben

Mit einem Trainingspartner kann man besser ans Limit gehen
Im Anschluss war die Freude umso größer, wieder mit Stephan und Sebastian trainieren zu können. Wahnsinn, wie groß der Unterschied ist, ob man alleine oder mit anderen Sport macht! Kann ich nur jedem empfehlen, es macht viel mehr Spaß und ist wesentlich effektiver. Wir helfen uns immer gegenseitig, und so können wir viel leichter ans Maximum gehen. Da fließt eine Menge Schweiß, oft bin ich einfach nur platt. Aber angenehm platt. So war es auch am folgenden Sonntag, als ich mich schon um sieben Uhr morgens aus dem Bett gequält hatte, um mit einer Runde Krafttraining den Tag zu beginnen. Ohne richtiges Frühstück, so was ist gewöhnungsbedürftig. Und laut Stephan auch höchstens etwas für Leute, die abnehmen müssen, aber nicht für einen dünnen Hering wie mich. Okay, okay, war ein Fehler, mache ich so nicht wieder.

Kein Rückschritt, sondern einfach nur Tagesform-abhängig
In der 3. und 4. Best-Bauch-Woche gab es kleine Probleme, die mir das Training schwer gemacht haben. Ist manchmal aber auch echt schwierig, Alltag und Training unter einen Hut zu kriegen! Einen Tag hatte ich im Job richtig Stress, bin kaum zum Atmen und gar nicht zum Essen gekommen. 12 Stunden Maloche in den Knochen, dann ab zum Training. Ja, dumm gelaufen. Nix ging, ich war schlapp wie früher. Erschreckend! Aber Stephan hat mich beruhigt: Was sich manchmal wie ein herber Rückschritt anfühlt, ist keiner, sagt er. Die Tagesform sei halt mal so und mal so, damit sollten wir uns anfreunden. Der Beweis: Vorletzten Samstag habe ich Freunden den ganzen Tag beim Umzug geholfen. Danach war ich vollkommen platt, meine Motivation im Keller. Trotzdem habe ich mich noch zum Training gequält. Und siehe da, es war super! Schön ausgepowert hab ich mich da, ein ganz anderes Gefühl als nach einem Arbeitstag.

Fazit nach 1. Monat: Mehr Kniebeugen, mehr Liegestütze, mehr Kraft
Das Training zum Abschluss der ersten vier Wochen habe ich richtig zelebriert und mich über den Riesenunterschied zum ersten Mal gefreut. Auch wenn ich ahne, dass es nächsten Monat nicht leichter wird: Vom alten Plan hatte ich nach 12 Einheiten mit immer denselben Übungen die Nase voll. Tja, leider im wahrsten Sinne – kaum hatte Stephan uns den Plan für den 2. Monat überreicht, bekam ich eine fette Erkältung, mit Halsschmerzen, Schniefnase und allem Pipapo. Super! Da bin ich heiß aufs Trainieren, und dann kann ich nicht. Darüber habe mich dann in unserem Trainings-Blog ausgeheult. Nun kuriere ich erst mal meine Erkältung aus und habe Zeit, mich über meine definitiv härter gewordene Bein- und Bauchmuskulatur zu freuen. Und über meine Leistungssteigerung: So schaffe ich jetzt 47 statt 34 Kniebeugen und 24 statt 18 Liegestütze in einer Minute. Großartig!

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