Bänder und Sehnen: Engpass-Syndrom

Schultergelenk
Wenn zwischen Schulterdach und Oberarmkopf ein Engpass liegt, werden Muskeln und Sehnen gereizt.

Wenn das Armgelenk in vielen Stellungen und sogar nachts schmerzt, dann liegt es womöglich an einem Engpass

Der Begriff Impingementsyndrom steht für einen Engpass zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Dadurch werden die Muskeln und Sehnen gereizt, die unter dem Schulterdach in der Rotatorenmanschette zusammenlaufen, und die der Schulter ihre große Beweglichkeit ermöglichen. Gleichzeitig betroffen ist auch der darauf liegende Schleimbeutel. Folge: Der Arm schmerzt beim Ein- und Auswärtsdrehen, beim Anheben und nachts beim Liegen. Das Impingement kann auch durch muskuläre Dysbalancen bedingt sein, wenn untrainierte oder einseitig belastete Muskeln den Oberarmkopf nicht mehr optimal in der Schultergelenkspfanne stabilisieren können.

Symptome: Typisch ist, dass es nur schmerzt, wenn der Arm gehoben wird. Sobald sich die Hand auf Kopfhöhe und darüber befindet, ist der Schmerz weg. Bestehen die Beschwerden längere Zeit, können die Schmerzen auch in Ruhe, insbesondere Nachts, auftreten.

Ursachen: Ein Sturz auf die Schulter oder ein trainingsbedingtes Ungleichgewicht der Muskulatur im Bereich der Rotatorenmanschette (Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularis), etwa bei Schwimmern und Werfern, kann dazu führen, dass die Sehne bei jedem Heben des Arms eingeklemmt (Impingement) und gereizt wird. Wiederholtes Einklemmen kann zur Entzündung und Verdickung führen, was ein weiteres, verstärktes Einklemmen der entzündeten Sehnen bewirkt.

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