Sportpsychologie: Entspannung vor dem Wettkampf

Vor Wettkämpfen streikt von die Psyche
Vor Wettkämpfen ist ein Mentaltraining sinnvoll

Zu hohe Anspannung beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. Diese Tipps helfen bei vier Symptomen von Nervosität

Aufregung ist nicht prinzipiell schlecht. Jeder ist mal nervös, der Körper bereitet sich dadurch auf große Anstrengungen vor. Aber: Bei zu hoher Anspannung vor Wettkämpfen nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Forscher der Cardiff University haben bei Sportprofis vier Symptome von Nervosität entdeckt. Wir sagen, was Sie dagegen tun können.

Symptom Ihr Herz rast, und Sie spüren ein heftiges Bauchkribbeln
So gehen Sie damit um
"Normalisieren Sie durch Atementspannungsübungen Ihren Herz- und Pulsschlag", rät Sportpsychologe Michael Draksal (www.wettkampfvorbereitung.de). So geht’s: Atmen Sie ein und zählen Sie dabei bis vier, dann bis acht ausatmen. Bewusst, tief und lange zu atmen entspannt den Körper. Was auch hilft: aufrecht stehen, Augen schließen, auf die Körpermitte konzentrieren. Oder: an etwas Schönes, nicht lange Zurückliegendes denken (ein Dinner mit Ihrer Liebsten)

Symptom Sie fühlen sich lustlos, schwach und krank
So gehen Sie damit um
"Hören Sie kurz vor dem Wettkampf mehrmals nacheinander Songs mit pushenden Beats", rät der Experte. Oder holen Sie sich Kraft von Dritten (Freunde, Familie, Zuschauer). Draksal: "Wenn Sie merken, dass andere an Sie glauben, gibt das Kraft."

Symptom Sie verkrampfen und können sich kaum bewegen
So gehen Sie damit um
Kommen Sie in Bewegung! Eine kurze Lockerungseinheit lenkt ab und bringt Ihren Organismus auf Touren. Ideal: Ganzkörpertraining, von oben nach unten. Beispiel: je 1 Minute vorsichtig den Kopf kreisen lassen, Schultern (abwechselnd) heben, Armrotationen (um Koordination zu verbessern: rechts vorwärts, links rückwärts), Hüftkreisen, explosive Hock-Streck-Sprünge.

Symptom Sie glauben, dass Ihnen Ihr Gegner überlegen ist
So gehen Sie damit um
Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken, denken Sie an die Schwächen des Gegners. Machen Sie sich klar: Sie sind gut trainiert, müssen niemanden fürchten. Tipp: Ziehen Sie Ihren Gegner ins Lächerliche. "Stellen Sie sich ihn mit Mickymausohren vor", rät Draksal. "Auf diese Weise verliert er seine Bedrohlichkeit."

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