Alarmstufe Rot: Nitratgefahr

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Bei rot schimmernden Frücht- chen ist Vorsicht geboten

Schlechte Zeiten für rote Früchtchen: Der Men´s-Health-Test zeigt, dass Früh-Erdbeeren oft schadstoffbelastet sind.

Die Gefahr lauert, wer hätte das gedacht, im Dessert. Eine Portion Erdbeeren mit Sahne sei Ihnen gegönnt. Aber schon bei der zweiten kann es kritisch werden. Men’s Health ließ von einem unabhängigen Institut zehn Proben verschiedener Erdbeersorten unterschiedlicher Herkunft auf die Belastung durch Nitrate untersuchen. Bei fast allen fanden die Wissenschaftler erhöhte Werte.

Drei der Proben wiesen Nitrat-Werte von weit über 200 Milligramm pro Kilogramm auf (Spitzenwert: 280 mg/kg). „Das ist ganz schön viel“, erklärt Professor Hartwig Schulz von der Bundesanstalt für die Züchtungsforschung an Kulturpflanzen in Quedlinburg. „Zum Vergleich: Der Nitrat-Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 50 Milligramm pro Liter.“ Nur eine der untersuchten Erdbeerproben enthielt weniger als 150 Milligramm Nitrat pro Kilogramm Frucht.

Nitrat ist nicht akut giftig, aber die Substanz kann im menschlichen Körper zu Nitrit reduziert werden. Und daraus können im Magen krebserregende Nitrosamine entstehen. Je mehr Sie von den Früchten naschen, desto größer die mögliche Gefahr. „Wer davon isst, fällt zwar nicht gleich tot um. Aber gesund ist das auch nicht.“ Mit Abwaschen erreichen Sie nicht viel: Nitrat wird von der Pflanze übers Trinkwasser aufgenommen und verteilt sich auf diese Weise in der ganzen Frucht.

Verzichten müssen Sie deshalb nicht. Aber Sie sollten etwas vorsichtiger einkaufen. „Die Wahrscheinlichkeit der Nitrat-Belastung ist bei Freiland-Gewächsen geringer als bei stark gedüngten Gewächshausprodukten. Also warten Sie lieber, bis die echten Feld-Erdbeeren auf den Markt kommen oder in Ihrem eigenen Garten reif sind. Das ist nicht nur gesünder, diese Erdbeeren schmecken auch besser.

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