Intermittierendes Fasten: Kann man mit der 8-Stunden-Diät abnehmen?

Abnehmen mit der 8-Stunden-Diät heißt, nur 8 Stunden täglich zu essen
Unsere Erfahrungen mit der 8-Stunden-Diät geben wir gerne Preis

Stellen Sie sich vor, Sie futtern, was Sie wollen, und nehmen trotzdem ab. Klingt irre? Geht aber – mit der 8-Stunden-Diät. Men’s Health hat die neue Ernährungsweise ausprobiert

In diesem Artikel:

Abnehmen mit der 8-Stunden-Diät – so funktioniert's

Was macht eine Frau, wenn sie abnehmen will? Sie isst wie ein Mäuschen. Genau das tun Sie ab jetzt auch – nur ganz anders. Um das zu erklären, müssen wir uns einen Versuch anschauen, den im letzten Jahr US-Biologen am Salk Institute in La Jolla durchgeführt haben. Sie unterteilten eine Ladung Labormäuse in 2 Gruppen. Beide Mäuseteams durften so viel essen, wie sie wollten. Das eine Team jedoch durfte rund um die Uhr futtern, das andere nur innerhalb eines Zeitfensters von 8 Stunden. 16 Stunden täglich mussten diese Nager fasten. Das Resultat: Die Mäuse der 8-Stunden-Gruppe wogen nach 18 Wochen im Schnitt 32 Gramm, hatten somit Idealgewicht. Dagegen waren die Tiere der 24-Stunden-Gruppe stark fettleibig und brachten 48 Gramm auf die Waage – das entspricht 120 statt 80 Kilo beim Menschen! Die fetten Mäuse litten darüber hinaus unter schlechten Leberwerten, Entzündungen und  Bewegungsproblemen sowie unter Glucose-Intoleranz, einer Vorstufe von Diabetes.

Labormaus während der 8-Stunden-Diät
Diese Maus bekam nur 8 Stunden täglich Futter und blieb schlank

Nach dem Mäuse-Experiment nahmen die kalifornischen Forscher 2 Landkarten zur Hand. Die eine zeigte eine Verteilung des Diabetesrisikos in den USA, die andere eine nächtliche Aufnahme aus dem Weltraum. Beim Vergleich der beiden Karten fällt auf: Wo nachts Licht brennt, erkranken deutlich mehr Personen an Diabetes als in Gegenden, wo die Menschen das Licht ausschalten. Keine Angst, Licht als solches ist kein Diabetes-Auslöser! Es ist allerdings ein Anzeichen dafür, dass die Menschen nachts aktiv sind, etwa fernsehen, feiern oder am PC sitzen – und dabei essen: Chips, Flips oder Pizza. Und dazu Cola trinken.

Für den Körper bedeutet das: Verlängerung der Nahrungsaufnahme, pausenlose Verdauung – das bringt den natürlichen Rhythmus des Körpers durcheinander. Unsere Vorfahren hörten auf zu essen, wenn es dunkel wurde. Die Dämmerung war ein natürliches Stoppschild für den Körper. Elektrisches Licht und die zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten verlängern heute die Tage und damit auch die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme. Das führt nicht nur zu einem dauergefüllten Magen, sondern greift sogar in den Hormonhaushalt ein. So steigt zum Beispiel der Blutspiegel des dickmachenden Hormons Insulin. Dadurch lagern Körperzellen mehr Kohlenhydrate ein und wandeln sie in Fett um. Der Körper kann die Zusatzkalorien nicht verbrennen, und sie enden dort, wo kein Mann sie haben möchte: am Bauch, über dem Sixpack. Weitere Folgen: steigender Blutzucker und Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und möglicherweise sogar Krebs. Das alles passiert nicht, weil Menschen so viel essen, sondern weil sie so häufig essen. Fazit: Du bist nicht nur, was du isst – du bist auch, wann du isst.

Wir werden immer dicker!

Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin zufolge hat sich der Anteil fettleibiger Männer in Deutschland zwischen 1998 und 2012 von 19,5 auf 23,3 Prozent erhöht, Tendenz weiter steigend. Im Jahr 2009 litten rund 8,8 Prozent aller erwachsenen Deutschen unter Diabetes, also 4,8 Millionen Menschen. Zum Vergleich: 2003 waren es nur 6,1 Prozent (3,3 Millionen). Ein Anstieg um 1,5 Millionen innerhalb von 6 Jahren, Tendenz ebenfalls weiter steigend.

Futtern wie ein Mäuschen?

Wie Sie Ihr Risiko senken können? Indem Sie leben wie die Labormäuse in Team 2 und nur 8 Stunden am Tag essen. Wir erklären Ihnen hier in Kürze, was die US-Journalisten David Zinczenko und Peter Moore in ihrem Buch „The 8-Hour Diet“ (Rodale, um 20 Euro, noch nicht auf Deutsch erhältlich) empfehlen. Denn was die Forscher aus Kalifornien mit Mäusen gemacht haben, das ist auch aus Studien mit Menschen bekannt, wenngleich nicht mit so extremen Ergebnissen. Eine im US-Fachblatt „American Journal of Clinical Nutrition“ publizierte Studie zeigt, dass so genanntes inter-mittierendes Fasten die Körperproportionen verändert und Fett reduziert. Eine aktuelle US-Untersuchung der University of Colorado in Boulder zeigt ergänzend, dass Schlafmangel Übergewicht verursachen kann. Probanden nahmen innerhalb von 5 Tagen 1 Kilo zu, wenn sie nachts lediglich 5 Stunden Ruhe hatten. Die Forscher führen den Effekt nicht allein auf den Schlafmangel zurück – auch darauf, dass die Menschen automatisch viele Extrakalorien zu sich nehmen, wenn sie länger wach sind.

Essen, bis der Arzt kommt

US-Kardiologen an der University of Utah in Salt Lake City haben in einer Untersuchung den Zusammenhang zwischen Essenszeit und Herzinfarkt nachgewiesen. Dabei sank die Gefahr, einen Infarkt zu erleiden, allein dadurch um 58 Prozent, dass die Testpersonen die Zeitspanne zwischen Abendessen und Frühstück verlängerten. Das nächtliche Fasten verbessert außerdem die Cholesterinwerte, verhindert so Entzündungsprozesse und Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße (Arteriosklerose). Bei der Entstehung von Tumoren könnte die Zeit der Nahrungsaufnahme ebenfalls eine Rolle spielen. Forscher der University of California in Berkeley vergleichen die Verbrennung von Kohlenhydraten in den Körperzellen mit einem lodernden Ofen: Je stärker er befeuert wird, desto heißer wird er und desto schneller verläuft die Zellteilung im Körper. Wer ständig Nahrung zuführt, der  schürt das Feuer in den Zellen, beschleunigt deren Teilung, sagen die Wissenschaftler. Dies könnte die Entstehung von Krebs begünstigen, denn Krebs ist nichts anderes, als dass sich Zellen unkontrolliert teilen und dadurch zu wuchern beginnen.

Die 8-Stunden-Diät in der Praxis

Am Anfang könnten Sie bei der 8-Stunden-Diät noch etwas hungrig sein, aber eine gute Planung ist alles – © Lolostock / Shutterstock.com

Die Theorie kennen wir, aber wie funktioniert die 8-Stunden-Diät in der täglichen praktischen Anwendung für Sie? Wir sagen's Ihnen

  1. Nur 8 Stunden täglich essen
    Statt dem Körper ständig neue Nahrung zuzuführen, begrenzen Sie Ihre tägliche Essenszeit auf 8 Stunden. Ihr Verdauungstrakt genießt in der Zwischenzeit eine natürliche Pause. Das Hirn sucht dann anderswo nach verwertbarer Energie – und findet sie auch: weiter außen am Körper, in Form von Bauchfett. Durch das intermittierende Fasten beschleunigen Sie die Fettverbrennung, erhöhen die Gesamtmenge der täglich verbrauchten Kalorien. Ein weiteres Resultat der Forschergruppe am Salk Institute: Je länger Sie die tägliche Essenszeit ausdehnen, desto träger arbeitet auch der Stoffwechsel. Wer hingegen nur 8 Stunden täglich Nahrung aufnimmt, kurbelt den Grundumsatz an, und das lässt die Pfunde besonders rasch purzeln. Die meisten Männer gewöhnen sich innerhalb von wenigen Tagen an die Umstellung.
  2. Sie dürfen grundsätzlich alles essen, was Sie wollen 
    Das Abnehmen gelingt Ihnen abernoch schneller, wenn Sie sich an den 8 Power-Lebensmitteln orientieren, die jeden Tag auf Ihrem Speiseplan stehen sollten: Fisch, Nüsse, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Beeren, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. 4 der 8 Nahrungsmittel lassen das Fett schmelzen, die anderen 4 verbessern die Gesundheit. Wählen Sie aus beiden Gruppen pro Mahlzeit je 1 Produkt aus, etwa: zuerst ein Müsli mit Obst, Beeren, Nüssen, später Lachs mit Mangold und Kartoffeln, zuletzt Vollkornspätzle mit Linsen und Saitenwürstchen.
  3. Ohne Sport geht es nicht
    Aber Sie müssen zum Abspecken nicht stundenlang schwitzen. Bei einer 8-Stunden-Diät genügen lächerlich kurze 8 Minuten Workout täglich, um die für die Fettverbrennung nötige Initialzündung auszulösen. Diese Mini-Sporteinheit legen Sie am besten direkt nach dem Aufstehen ein, vor der ersten Mahlzeit. Auf diese Art und Weise sorgen Sie nämlich dafür, dass Kohlenhydrat-Restbestände in den Energiespeichern der Leber und der Muskulatur sofort aufgebraucht werden. Das bedeutet, dass der Körper noch  schneller auf seine Fettreserven zurückgreift.

Wenn Sie morgens mal nicht dazu kommen, 8 Minuten Sport zu machen, können Sie die Einheit später nachholen. Allerdings nicht zu spät: Bewegung erhöht die Körpertemperatur, dieser Effekt kann bis zu 4 Stunden anhalten. Das führt bei vielen dazu, dass sie am Abend schlechter einschlafen. Sie sollten also nicht später als gegen 18 Uhr sporteln, wenn Sie um 22 Uhr entspannt einschlummern möchten. Natürlich ist es erlaubt, sich zu steigern. Wenn Sie den Bedarf spüren, dann verlängern Sie die Sporteinheit auf 16 oder 32 Minuten. Wichtiger aber ist, dass Sport zur Selbstverständlichkeit wird. Besser, Sie absolvieren 7 Tage pro Woche 8 Minuten als 2-mal in der Woche 32 Minuten. Erst wenn das Workout fester Bestandteil der Morgenroutine geworden ist, legen Sie zeitlich eine Schippe drauf.

Starten Sie noch heute mit dem 8-Stunden-Programm und nehmen Sie im ersten Monat bis zu 5 Kilo ab. Wer danach mit der Diät weitermacht, der kann mit rund 3 Kilogramm monatlicher Gewichtsabnahme kalkulieren. Jede Wette: So einfach sind Sie überflüssige Pfunde noch nie losgeworden!

Fisch, Beeren & Co.: Power-Lebensmittel in der 8-Stunden-Diät

Auch Obst kann Bäremkräfte verleihen – © Nomad_Soul / Shutterstock.com

Bei der 8-Stunden-Diät dürfen Sie essen, was Sie wollen. Es gibt trotzdem 8 Nahrungsmittel, die Sie im besten Falle täglich zu sich nehmen sollten, um gesünder und schneller abzunehmen. Die Power-Lebensmittel lassen sich in 2 Kategorien einteilen: Gesundheitsbooster und Fettschmelzer. Gönnen Sie sich möglichst aus jeder Kategorie zu jeder Mahlzeit eines der Lebensmittel – dann purzeln die Pfunde!

Kategorie A: FETTSCHMELZER

Fisch: Enthält reichlich Proteine. Der Körper muss viel Energie aufwenden, um sie zu verdauen – und verbrennt so Körperfett. In Fisch sind darüber hinaus besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Diese senken die Ausschüttung des Hormons Leptin, das eine wichtige Rolle bei der Speicherung von Körperfett spielt. Eine US-Studie der University of Wisconsin in Madison hat gezeigt: Je mehr Omega-3-Fettsäuren Sie aufnehmen, desto schneller verschwinden auch Ihre Fettpolster.

Nüsse: Oft schreckt das viele Fett ab, das in Nüssen und Mandeln steckt. Doch beide helfen Ihnen beim Abnehmen. Wie eine im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlichte Untersuchung belegt, senken beispielsweise Mandeln Ihr Hungergefühl besonders effektiv, je länger Sie drauf herumkauen. Wenn Sie dann auch noch ein Gläschen Wasser dazu trinken, quellen die Ballaststoffe auf, und Sie fühlen sich satt. Alternativ sind auch Sonnenblumenkerne und Avocados geeignet.

Milchprodukte: Käse, Jogurt und Milch sind reich an Calcium. Das Mineral beschleunigt die Gewichtsabnahme. Laut einer US-Studie der University of Tennessee bauen Menschen doppelt so viel Körperfett ab, wenn sie jeden Tag 1200 bis 1300 Milligramm (mg) Calcium aufnehmen. Ein Glas Milch (0,2 Liter) liefert 240 mg Calcium, 100 g Hüttenkäse enthalten zirka 80 mg des Mineralstoffs. In 100 g Parmesan stecken gar 1176 mg Calcium – allein damit hätten Sie praktisch ausgesorgt.

Hülsenfrüchte: Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen und Sojabohnen – sie sind allesamt reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Eine Studie der University of Illinois in Chicago kam zu dem Ergebnis, dass Testpersonen im Durchschnitt 25 Prozent weniger Kalorien pro Mahlzeit aufnahmen, wenn das Essen an einfach ungesättigten Fettsäuren reich war. In der Folge greift der Organismus zur Energiegewinnung verstärkt auf körpereigene Fettreserven zurück – und baut so seinen Schwimmring ab.

Kategorie B: GESUNDHEITSBOOSTER

Beerenobst: Die leckeren Zwerge platzen beinahe vor Antioxidantien –
das sind gesunde Inhaltsstoffe, die Ihre Zellen vor Alterung und Erkrankungen schützen. Der Spitzenreiter: Heidelbeeren. Alle Beeren enthalten besonders viele Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe verbessern Ihre Sehfähigkeit, das Balancegefühl, die Koordination beim Sport und Ihr Kurzzeitgedächtnis. Im Versuch schnitten Ratten, die Blaubeeren fraßen, bei diversen Koordinations- und Intelligenztests besser ab.

Anderes Obst: Apfel, Orange & Co. sind vollgepumpt mit Antioxidantien, Ballaststoffen und Vitamin C. Sorgen Sie stets für eine gut gefüllte Obstschale zu Hause und bei der Arbeit. Das Wirkungsspektrum ist breit, vor allem bekämpfen sie Herzerkrankungen, Übergewicht und Krebs. In einer US-Studie mit 100 Übergewichtigen an der Scripps-Klinik in San Diego nahmen Probanden, die mit jeder Mahlzeit eine halbe Grapefruit verzehrten, im Durchschnitt 1,8 Kilo innerhalb von 12 Wochen ab.

Gemüse: Im Gemüsegarten gedeihen viele gesunde Allzweckwaffen, die erste Wahl sind im Kampf gegen das Übergewicht, aber auch gegen Volkserkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs. Brokkoli, Paprika und Grünkohl liefern mehr als doppelt so viel Vitamin C wie Apfelsinen. Das Power-C repariert Zellschäden und beschleunigt die Regeneration nach dem Sport, schützt außerdem vor Infekten. Die Kaloriendichte von Gemüse ist extrem niedrig, und das hilft Ihnen beim Abnehmen.

Vollkornprodukte: Ihr Körper benötigt Kohlenhydrate, aber essen Sie nie die falschen, also Weißbrot, Chips oder Gummibärchen. Setzen Sie lieber auf Vollkornbrot und Haferflocken. In einer US-Langzeitstudie der University of Minnesota in Minneapolis lag das Sterberisiko bei Menschen, die jeden Tag 3 Portionen Vollkornprodukte zu sich nahmen, um 23 Prozent niedriger. Im Alltag erleben Vollkornesser außerdem selten Heißhunger-Attacken, da ihr Blutzuckerspiegel weniger schwankt.

Im Test: Erfahrungen mit der 8-Stunden-Diät

Das Ergebnis unseres Selbstversuchs kann sich sehen lassen – © BigLike Images / Shutterstock.com

Unsere Kollegen haben’s probiert – satte 4 Wochen lang hieß es täglich nur 8 Stunden essen. Ihre Erfahrungen mit der 8-Stunden-Diät lesen Sie hier: 

Markus Stenglein, Chefredakteur: "Zwei Aspekte haben mich beim Checken der 8-Stunden-Diät am meisten interessiert: Funktioniert das intermittierende Fasten auch unter beruflicher Belastung? Und: Schaffe ich meine normale sportliche Leistung auch, wenn ich 16 Stunden am Tag keineEnergie zuführe? Ich habe das Frühstück ausgelassen und erst ab Mittag gegessen. In der Praxis funktioniert das Fasten besser als gedacht – nur der schwarze Kaffee am Morgen, der war ungewohnt. Erstaunlich finde ich, dass ich vor allem am Vormittag sehr klar im Kopf bin. Was den Sport betrifft: Da muss das Timing der Einheiten und der Snacks stimmen. Alles muss nur gut geplant sein, dann klappt es. Mein Fazit: Immer ein klarer Kopf, Fettanteil leicht runter auf 10,6 Prozent. Für mich eine clevere und nachhaltige Ernährungsweise."

Heiko Jansen, Grafiker: "Ich gehöre zu den Krümelmonstern in der Redaktion. Wenn es Kekse oder Kuchen gibt, schlage ich zu, bis alles verputzt ist. Dabei ist mein Sixpack leider in der Tonne gelandet. 107 Kilo bei 1,93 Meter Körpergröße sind viel zu viel! Die 8-Stunden-Diät war also meine Chance. Am 1. Tag litt ich unter monströsem Hunger, am 2. Tag schon viel weniger. Beim Aufstehen fühlte ich mich zudem fitter, kam leichter aus dem Bett. 4 Wochen lang habe ich mich fast jeden Tag an die Zeiten gehalten, Power-Nahrungsmittel gegessen und das Workout gemacht. Am Sonntag gab es gerne auch mal 3 Stück Apfelkuchen, 1 Glas Wein oder sonstige Extras. Nach 10 Tagen fiel mir das Programm nicht mehr schwer, ich hätte die 16 Stunden Fastenzeit gar noch ausweiten können. Und am Schluss hatte ich 4,7 Kilo abgenommen. Das tut monstermäßig gut!"

Thomas Schrimpf, stellv. Artdirector: "Ich habe mich entschieden, erst mittags ab 13 Uhr zu essen, damit ich mir abends noch eine warme Mahlzeit erlauben kann. Die Vormittage ohne Essen waren erst echt hart. Als ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich es okay, vor allem, weil ich recht bald Resultate auf der Waage gesehen habe. Nach 4 Wochen waren 3 Kilo weg – und das obwohl ich es in dieser Zeit nur selten zum Sport geschafft und auch mal nach 21 Uhr ein Bier getrunken habe. Im Urlaub danach habe ich die Zügel natürlich ein bisschen lockerer gelassen. Jetzt bin ich wieder eingestiegen und kämpfe mich erneut durch den morgendlichen Hungerast. Aber ich weiß jetzt ja, dass es sich lohnt."

FAQs zur 8-Stunden-Diät

Mit der 8-Stunden-Diät sehen Sie bald Erfolge – © Diego Cervo / Shutterstock.com

Muss man jeden Tag im gleichen 8-Stunden-Zeitraum essen? Was ist, wenn man plötzlich Heißhunger bekommt? Wir klären die häufigsten Fragen zu 8-Stunden-Diät

Muss ich jeden Tag im gleichen 8-Stunden-Zeitraum essen?
Nein, wichtig ist nur, dass sich die Essenszeit über 8 Stunden und
die Fastenzeit über 16 zusammenhängende Stunden erstreckt. So können Sie zum Beispiel an einem Tag um 8 Uhr frühstücken und
am späten Nachmittag die letzte Mahlzeit einnehmen. An einem anderen Tag können Sie auf das Frühstück verzichten, dafür dann um 20 Uhr ein Abendessen mit Ihren besten Freunden zelebrieren.

Ich halte die Diät nicht 7 Tage die Woche durch. Geht auch weniger?
Wenn Sie sich 5 Tage in der Woche daran halten, sind Sie immer noch vorne mit dabei. Sie schaffen nur 3 Tage? Auch wenn das nicht ideal ist, werden Sie von der Diät dennoch profitieren. Halten Sie sich in dem Fall aber an das Power-Food!

Wenn ich nur 3 Diät-Tage in der Woche mache, ist es dann besser, diese am Stück zu nehmen oder sie über die Woche zu verteilen?
Beide Varianten sind in Ordnung. Manche Menschen disziplinieren sich lieber gleich zu Wochenbeginn, um den Rest der Woche genießen zu können. Andere legen lieber am Wochenende ihre Diät-Tage ein.

Darf ich die ganze Zeit weiter essen, solange ich mich in dem 8-Stunden-Fenster befinde?
Sie dürfen. Sie können 8 Stunden lang nonstop mümmeln wie ein Meerschweinchen. Oder aber zum Beispiel ein großes Mittagessen und ein ausgiebiges Abendessen einlegen und dazwischen nichts futtern. Essen Sie so, wie es Ihnen am besten bekommt. Allerdings: Wenn Sie möglichst fix abnehmen wollen, sollten Sie im 8-Stunden-Fenster niemals wie ein Berserker völlern. Essen Sie sich satt, aber stopfen Sie sich nicht wahllos voll.

Ist es gestattet, Kaffee und Tee während der Fastenstunden zu trinken? Und darf man da dann Milch und Zucker hineingeben?
Kaffee und Tee sind Ihnen erlaubt. Koffein ist sogar willkommen, da es den Appetit im Zaum hält. Milch und Zucker hingegen sind streng
genommen nicht erlaubt. Wenn Sie jedoch nur wenig davon nehmen, gefährden Sie auch nicht gleich den Erfolg Ihrer Abnehmbemühungen. Besser, Sie nehmen etwas Milch, als dass Sie schwarzen Kaffee, der Ihnen nicht schmeckt, reinwürgen.

Kann ich in den Fastenstunden auch Flüssiges zu mir nehmen,
wie Säfte, Softdrinks und Milch?

Bloß nicht! Dann können Sie die gesamte Diät im Grunde gleich bleiben lassen. Wer ein Glas Cola oder Limo (150 Kalorien) täglich zu sich nimmt, legt im Laufe eines Jahres 7 Kilogramm an Gewicht zu. Ähnliches gilt für Wein und Bier.

Ich gehe oft laufen. Ist dann die 8-Stunden-Diät richtig für mich?
Sie passt perfekt zu Sportlern! Der Fettverbrennungseffekt eines Laufes oder eines Workouts wird potenziert. Probleme könnte es
jedoch beim Ausdauersport unter Wettkampfbedingungen geben. Bei derartigen Extrembelastungen braucht der Körper kurzkettige, schnell verfügbare Kohlenhydrate, um nicht ins Energieloch zu fallen. Das heißt: Zu einem Wettkampf sollten Sie lieber nur innerhalb des 8-Stunden-Essfensters antreten – dann ist die Versorgung gesichert.

Was ist, wenn ich riesigen Hunger kriege, aber nichts essen darf?
Hunger und Durst registriert das Hirn in ein und derselben Region, im Hypothalamus. Also trinken Sie, wenn Sie Hunger verspüren: Tee (heiß oder kalt), Mineralwasser mit Zitrone, egal. Hauptsache, dieses Getränk beinhaltet keine Kalorien. Auch wichtig: Ablenkung. Machen Sie einen Spaziergang, quatschen Sie mit Kollegen, legen Sie mal ein Workout ein, fahren Sie mit dem Rad oder spielen Sie ein Spiel. Je länger Sie unsere 8-Stunden-Diät machen, desto mehr gewöhnen Sie sich an den neuen Rhythmus.

Früher hieß es immer, man solle in keinem Fall auf das Frühstück
verzichten. Wie kann das nun plötzlich empfehlenswert sein?

Es gibt viele Wege, abzunehmen. Ein proteinreiches Frühstück ist nur einer von vielen Ansätzen, die erfolgreich sein können. Wenn Sie Frühstücksfan sind, dann starten Sie nach wie vor damit in Ihren Tag. Wenn Ihnen aber das Abendessen wesentlich wichtiger ist, beginnen Sie erst mittags mit dem Futtern.

Darf ich außerhalb der 8 Stunden Protein-Shakes zu mir nehmen?
Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, den Shake einzubauen, dann brechen Sie die Regeln. Bedenken Sie aber: Den besten Erfolg erzielt, wer sich strikt an unsere Vorgaben hält. Jede Abweichung führt nur zu den zweitbesten Ergebnissen.

Sollte man nicht eher regelmäßig etwas zu sich nehmen, damit man nichts an Muskelmasse verliert?
Nein, im Gegenteil! Denn eines der überraschendsten Resultate ist, dass intermittierendes Fasten den Körper veranlasst, vorzugsweise Fett an Stelle von Muskelmasse zu verbrennen. Dies ist ein großer Unterschied zu allen anderen Diät-Formen. Tatsächlich steigen sogar die Leistungsfähigkeit beim Sport und die Muskelkraft. Der hierbei
zu Grunde liegende Mechanismus wird derzeit noch wissenschaftlich untersucht. Vieles deutet darauf hin, dass der Körper dabei mehr Wachstumshormone ausschüttet.

Darf ich auch weiterhin meine Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpillen zu mir nehmen?
Na sicher! Aber bedenken Sie: Die meisten Menschen kommen ohne so etwas aus, Ihr Arzt sollte schon einen Mangel diagnostiziert haben.

Und was ist, wenn ich die Diät für eine Woche unterbrechen muss?
Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu weit vom Ideal abweichen, also beispielsweise 10 Stunden essen, 14 Stunden fasten. Dann fallen Sie auf keinen Fall allzu weit zurück.

Ich ernähre mich vegetarisch. Kann ich trotzdem mitmachen?

Klar! Passen Sie unsere 8 Power-Lebensmittel an Ihre Bedürfnisse an. Statt Fleisch gibt es mehr Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte.

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