1x1 des Abschleppens: Erste Pannenhilfe

Pannentipp Nr. 1: Nehmen Sie auf keinen Fall Autos mit defekten Bremsen in Schlepptau
Pannentipp Nr. 1: Nehmen Sie auf keinen Fall Autos mit defekten Bremsen in Schlepptau

Was Sie als Retter und als Betroffener beim Abschleppen beachten sollten

Tipps für den Retter

Bremsen checken: "Nehmen Sie auf keinen Fall Autos mit defekten Bremsen in Schlepptau. Solche Fahrzeuge gehören auf den Abschleppwagen", so Gerhard von Bressensdorf von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände in München.

Richtig einhaken: Abschleppseil oder -stange nur an den dafür vorgesehenen Ösen befestigen. Von Bressensdorf: "Stangen sind besser, denn sie sorgen für den nötigen Abstand zwischen den Fahrzeugen – so entstehen keine Auffahrunfälle."

Zeichen setzen: Beim Spurwechsel sollte der Vordermann Handzeichen aus dem Fenster geben. Fürs Abbiegen nach links den Arm gerade aus dem Seitenfenster strecken, bei einer Rechtskurve Arm einfach anwinkeln.

Tipps für den Pechvogel:

Schnell schalten: Gang rausnehmen, beziehungsweise beim Automatikwagen den Schalthebel auf Leerlauf stellen. Fahren Sie maximal 50 Kilometer pro Stunde, sonst droht Ihnen Getriebeschaden.

Kräftig lenken: Servolenkung und Bremskraftverstärker arbeiten nur bei laufendem Motor. "Um defekte Autos zu lenken, müssen Sie bis zu viermal so viel Kraft aufbringen wie gewohnt", erklärt der Experte.

Bitte anschnallen!: Bedenken Sie: Auch in abgeschleppten Fahrzeugen besteht Anschnallpflicht. Wer ohne Sicherheitsgurt erwischt wird, kriegt einen Punkt in Flensburg und muss zudem 40 Euro Strafe zahlen.

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