Woche 1: Pimp den Prakti – die erste Trainingswoche

Das neue Training schlaucht gewaltig
Mein heißgeliebtes Boxtraining ist gleichzeitig meine Ausdauereinheit

Es geht endlich los! Welche Übungen werden mich erwarten, was darf ich essen und vor allem, wie wird mein Körper darauf reagieren?

Montag 31. August: Tag eins

Jetzt ist er endlich da, mein Fahrplan zu einer athletischeren Erscheinung. Das Anforderungen meines Trainers Dr. Stefan Geisler sind hart, ich soll klotzen statt trödeln und mein normales Trainingspensum wird von bisher wöchentlich zwei Krafteinheiten auf vier Einheiten angehoben.

Ich muss in einem Workout bis zu zehn Übungen in kurzer Zeit und hoher Intensität (bei nur zehn Wiederholungen) bewältigen. Die nächsten acht Wochen werden, sportlich gesehen, die wahrscheinlich härtesten in meinem Leben werden, doch das reizt mich eher, als das es mich schockt. Schwieriger wird es wohl eher den Ernährungsplan einzuhalten, mein Schlemmermaul muss die nächste Zeit nämlich dicht halten. Ich werde Kohlenhydrate größtenteils aus meinem Plan streichen und auf Eiweiß setzen müssen. Vier Mal die Woche werde ich mindestens meine Einheiten absolvieren, um optimal in Form zu kommen.

Zum Glück berücksichtigte Geisler in seinem Plan auch, dass ich leidenschaftlicher Boxer bin. Meine Ausdauereinheiten werde ich deshalb am Sandsack oder im Ring verbringen dürfen, wenn auch eingeschränkt. Mein Fokus soll dem Krafttraining gelten und ich kann es mir nicht leisten meine Reserven anderswo zu verschwenden.

Das neue Training schlaucht gewaltig

Viel Gewicht, viel Intensität, viel Schweiß: Das Programm verlangt mir einiges ab

Mittwoch 2. September: Zum ersten Mal das neue Training

Nachdem ich am Montag den Trainingsplan bekommen hatte hieß es für mich erst mal, das neue Workout einzustudieren. Brust, Schulter und Trizeps stehen heute an. Heute ist um halb sieben Dienstschluss, und ich weiß: Nach der Arbeit ist vor dem Training. Also statt Ausspannen ab ins Studio. Mit der Auswahl der Übungen blieb mein Trainer auf dem Boden. Basics waren angesagt. Das heißt, dass ich die klassischen Übungen wie beispielsweise Bankdrücken und Schulterpresse auf dem Plan habe. Nur sollten es, wie angekündigt, viel Gewicht bei maximal zehn Wiederholungen sein.

Da das Workout heute quasi ein erster Testlauf mit meinem neuen Plan werden soll, taste ich mich erst einmal an meine Grenzen. Ich frage deswegen auch immer wieder die Studiotrainer nach dem korrekten Ablauf, denn ich will vom Start weg alles richtig machen. Vor allem beim Frontheben oder den Schulterpressen muss ich oft nachhaken. Vorher trainierte ich meine Schultern nämlich nicht besonders. Ich dachte, durch das Boxen schon genug Übungen für diese Gruppe zu machen ein Fehler, denn diese Muskelgruppe muss natürlich auch ausgiebig trainiert werden.

Nach dem ersten Durchlauf dampfe ich richtig und meine Akkus sind entleert. Gerade die letzte Übung auf dem Zettel, die Dips, kann ich kaum noch zu Ende bringen. Meine Muskeln sind zu müde, ich bekomme mich nicht mehr hochgepresst und schaffte nur die Hälfte der vorgegebenen Wiederholungen. Das muss und wird sich beim nächsten Mal ändern!

Lest am Freitag weiter ob das erste Training Muskelkater brachte und wie jetzt mein „neues Frühstück“ aussieht.

Standardübung für den Rücken: Klimmzüge

Klimmzüge, wie ich sie liebe. In allen Variationen ein super Rückentraining

Freitag 4. September: Morgens in die Gänge kommen

Frühstück, ab sofort meine liebste Mahlzeit. Wieso? Weil mein Coach mir hier erlaubt hat, alles zu essen, was ich will. Das Frühstück ist für mich die einzige Mahlzeit am Tag, bei der ich mir so richtig genüsslich Kohlenhydrate reinpfeifen kann. Und wie ich das mache! Natürlich mit Bedacht und alles gesund, es soll ja ein vernünftiger Start in den Tag sein.

Also futtere ich morgens eine Mischung aus Flakes und Müsli mit frischem Obst (meistens Nektarinen) oder Datteln. Dazu gibt’s noch ein Vollkornbrötchen, richtig dick bestrichen mit Erdnussbutter und der Sauerkirschmarmelade meiner Oma (hier nochmal Dank an dich Omi, die ist ein super Treibstoff!)

Schon fast sündhaft, oder? Aber man braucht ja auch eine gute Grundlage für einen guten Start in den Tag! Schließlich schleppe ich mich ja fast täglich von Muskelkater geplagt ins Studio. Apropos Muskelkater: Die Antwort meines Körpers auf das erste Training vom Mittwoch ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem mein Trizeps brennt mir heute Schmerzfalten ins Gesicht. Ich bin gespannt, ob das nach den nächsten Einheiten auch so ist.
Bis bald,

Euer Sascha

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