Subjektives Reizempfinden: Wer's nicht weiß, dem tut's auch nicht weh?

Schmerz-Vorstellung
Wenn man weiß, was auf einen zukommt, tut's auch ordentlich weh

Je weniger Schmerzen man erwartet, desto weniger empfindet man auch

Wie stark man Schmerzen empfindet, hängt offenbar ganz davon ab, wie intensiv man sie vorher erwartet. In einem Versuch maßen Forscher unterschiedliche Intensitäten, mit der Testpersonen Schmerzen empfinden. Wenn die Probanden einen kleinen Schmerz erwarteten, die Forscher aber ohne es anzukündigen einen größeren Schmerzreiz auslösten, nahmen die Testpersonen das gar nicht entsprechend wahr. Je niedriger vorher die Erwartung, desto geringer empfanden sie letztendlich die Intensität des Schmerzes. So nahmen sie bestimmte Schmerzpegel um bis zu 30 Prozent schwächer wahr, so die Neurologen von der Wake-Forest-Universität in den USA.

Ursache hierfür seien die eng miteinander gekoppelten Hirnareale für das Schmerz-Erwarten und das Schmerz-Empfinden. Damit sei bewiesen, so die Forscher, dass eine Psychotherapie wirkungsvoll gegen Schmerzen helfen könne und es erkläre vielleicht teilweise, warum sich Optimismus positiv auf den Zustand chronisch kranker Menschen auswirke.

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