Soziale Netzwerke: Facebook-Profil entscheidet Bewerbungserfolg

Bewerbungstipps
Unternehmen suchen in den sozialen Netzwerken auch Privates über einen Bewerber

Jedes zweite Unternehmen überprüft seine Bewerber in sozialen Netzwerken. Wir verraten, worauf Sie bei Twitter, Facebook, Xing und Linkedin achten sollten

Fast jeder zweite Arbeitgeber checkt die Profile von sozialen Netzwerken eines Bewerbers, bevor er eine Stelle vergibt, so eine Studie des Branchenverbandes Bitkom. Die Einträge bei Xing, LinkedIn, Facebook und Twitter geben demnach bei rund 2 Dritteln sogar den Ausschlag, ob ein Kandidat den Job bekommt oder nicht. Interessant seien vor allem Posts zu Fachthemen sowie Äußerungen über das Unternehmen und seine Wettbewerber. Wer hier patzt, wird in 90 Prozent der Fälle gar nicht erst zum Gespräch eingeladen. Aber auch Privates wird überprüft, wie etwa öffentliche Fotos, private Aktivitäten und Hobbys. Weniger wichtig: die Anzahl der Kontakte in den jeweiligen Netzwerken und die politischen Ansichten der Bewerber.

Die Gründe: "Man will wissen: Mit wem habe ich es zu tun? Aus was für einem Holz ist diese Person geschnitzt?", erklärt Bewerbungsexperte Jürgen Hesse von Hesse/Schrader aus Berlin. "Wenn Sie beispielsweise eine Leseempfehlung erotischer Literatur bei Amazon zusammenstellen, machen Sie keine gute Figur!"

So verhalten Sie sich in sozialen Netzwerken: Unternehmen legen meist Wert auf Xing oder Linkedin. Dort müssen Sie unbedingt präsent sein, rät Hesse. Ein Viertel der Personaler wirft auch einen Blick auf Facebook, Twitter und Co. Hier gilt: "Sie sind für Ihr Image mitverantwortlich", mahnt der Experte. Stellen Sie sich bei Bildern die Frage: Was könnte ein Mensch denken, der mich auf dem Foto sieht? Besser: Stellen Sie Ihre Profile bei Twitter, Facebook und Instagram auf "privat" um. Denn bereits Partyfotos vom Wochenende können selbstschädigend sein. In Foren sollten Sie nicht Ihren vollständigen Namen angeben, rät Hesse.

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