"McDonald's-Diät": Macht Fast Food nicht jeden krank?

Trotz 6000 Kalorien pro Tag kein "Super Size"-Effekt

Ein Monat Junk Food pur führt nicht zwangsläufig zu Gesundheitsproblemen und Fettleibigkeit

Sich 30 Tage ausschließlich von Fast Food zu ernähren, führt offenbar nicht automatisch zu den schwerwiegenden Gesundheitsproblemen, wie sie im Dokumentarfilm "Super Size Me" aus dem Jahre 2004 gezeigt werden, so eine schwedische Studie.

Die Wissenschaftler der Universität Linköping hatten knapp 20 Freiwillige die strenge "Diät" aus McDonald's-Produkten von Filmemacher Morgan Spurlock verordnet. Ergebnis: Trotz 6000 Kalorien pro Tag zeigten viele Teilnehmer keine krankhaften Veränderungen in ihren Cholesterinwerten, berichtet Studienleiter Fredrik Nyström. Weitere Erkenntnis: Einige wurden weniger fett als erwartet, die Gewichtszunahme bewegte sich zwischen 5 bis 15 Prozent, so Nyström. Unbestritten sei, dass alle zunahmen. Jedoch litt niemand an Stimmungsschwankungen oder Leberproblemen wie Spurlock in seinem Film. Die Forscher vermuten, dass einige Menschen anfälliger für Fettleibigkeit sind als andere.

Spurlock hatte sich in "Super Size Me" selbst dreißig Tage lang unter ärztlicher Aufsicht einer strengen Diät aus Fast Food ausgesetzt, um herauszufinden, was mit ihm passieren wird. Die Folge war eine körperliche Wandlung: Spurlock setzte Fett an, seine Cholesterinwerte stiegen, er litt unter Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und zeigte Symptome einer Abhängigkeit.

Sponsored SectionAnzeige