Fernlöschoption wird zur Pflicht: Ferngesteuerter Diebstahlschutz für Smartphones

US Bundesstaat macht Fernlöschoption für Smarphones zur Pflicht
Dienstahlsschutz: Die Fernlöschoption im Smartphone soll Diebe abschrecken

US-Bundesstaat Kalifornien macht die Fernlöschoption für Smartphones zur Pflicht. Das soll Handy-Diebe abschrecken

Das dürfte künftig auch Auswirkungen auf deutsche Smartphone-Besitzer haben: Alle Smartphones, die ab dem 1. Juli 2015 im US-Bundesstaat Kalifornien verkauft werden, müssen einen „Kill Switch“ haben, eine eingebaute Fernlöschoption. Diesen Gesetzentwurf hat der kalifornische Gouverneur Jerry Brown am Montag unterzeichnet. "Kill Switch" nennt sich die Fernlöschoption im Smartphone, die nicht erst als App installiert werden muss, sondern schon im Auslieferungszustand vorhanden ist. Bei ihrer ersten Aktivierung soll das Smartphone dem Nutzer eine Notausschaltefunktion anbieten, die das Löschen aller Inhalte aus der Ferne ermöglicht. Persönliche Daten und vertrauliche Informationen können so geschützt werden.

Bisher gibt es Fernlöschoptionen nur als App und nicht als fest eingebaute Funktion. „Mein iPhone suchen“ nennt sich beispielweise die App für Apple iPhones, mit der der Nutzer gestohlene oder verlorene Smartphones oder Tablets unbrauchbar machen kann. Für Android-Handys kann man den „Android Geräte Manager“ herunterladen. Sie funktionieren alle nach demselben Prinzip: Das Handy wird per GPS, W-Lan oder Mobilfunkzelle geortet und im Notfall werden alle Daten ferngesteuert gelöscht.

Eine Investition in die Fernlöschoption ist gerechtfertigt. Auch in Deutschland nimmt der Handy-Diebstahl stark zu. Dieses Ergebnis belegen die neuesten Daten des Statistik Portals Statista: Demnach soll sich die Anzahl der gestohlenen Handys hierzulande in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt haben. Von 102.023 gemeldeten Fällen 2009 auf 236.550 gestohlene Handys im vergangenen Jahr.

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