Schuheinlage bringt Hilfe: Fersensporn - Therapie und Vorbeugung

Den Sporn können Sie mit Schuheinlagen therapieren. Hilft das nichts, gibt es eine neue Therapie mit Schallwellen

Therapie: Hat sich bereits ein Sporn gebildet, kann man dem Schmerz mit speziellen Schuheinlagen entgegenwirken, da diese einen direkten Kontakt des schmerzhaften Bereichs der Ferse zum Schuh verhindert. Nachteil von Einlagen: Sie müssen meist Monate oder Jahre getragen werden. Dehn- und Kräftigungsübungen der Fußmuskulatur, Fußbäder und spezielle Massagen können den Schmerz ebenfalls lindern. Da auch Übergewicht die Füße belastet, kann die Reduktion des Körpergewichts die Heilung begünstigen.
Bei hartnäckigen Schmerzen kann die Injektion schmerz- oder entzündungshemmender Mittel helfen.

Eine weitere Möglichkeit ist die so genannte extrakorporale Stoßwellentherapie. Hierbei werden die Kalkablagerungen durch energiereiche Schallwellen zertrümmert. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden, meist sind drei bis fünf Sitzungen nötig. Die Wirksamkeit dieser noch relativ neuen Methode ist noch nicht endgültig belegt, erste Studien stimmen jedoch optimistisch.

Da die Operationsnarben häufig Beschwerden verursachen und die Erholungsphase viele Monate betragen kann, wird nur dann operiert, wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos geblieben sind. Durch einen kleinen Einschnitt wird der Sporn abgemeißelt und ein schmaler Streifen von der Sehne entnommen.

Vorbeugung: Treten Schmerzen im Bereich der Ferse auf, sollten belastende Aktivitäten vermieden werden. Achtung: Nach der operativen Entfernung eines Fersensporns kann sich ein neuer bilden, wenn die Ferse weiter überbelastet wird. Auch hier gilt: die Druckbelastung der Ferse reduzieren, optimales, gedämpftes Schuhwerk tragen und nötigenfalls Übergewicht abbauen.

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