Survival: Feuer und Wasser

So verdursten Sie nicht
Mit ein paar Tricks müssen Sie in der Wildnis nicht verdursten

Erde und Luft haben Sie in der Wildnis gratis. Um die anderen beiden der vier Elemente müssen Sie sich selbst kümmern. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie man Feuer macht und Trinkwasser herstellt.

Wasser

Sieben Tage kann ein Mensch bei Temperaturen um 30 Grad ohne Wasser überleben – aber nur bei Bewegungslosigkeit. So kommen Sie an Flüssigkeit:

Regenwasser sammeln: Spannen Sie zu diesem Zweck eine Plane auf. Die Ränder durch Stöckchen straffen!

Tau aufsammeln: Im Morgengrauen ein Tuch in langes, feuchtes Gras legen, voll saugen lassen und über einem Behälter auswringen.

Bäume geben über die Blätter Wasserdampf ab. Binden Sie einen Plastikbeutel um einen Zweig oder eine Pflanze – darin schlägt sich Kondenswasser nieder.

Kakteen Feigenkakteen kann man einfach auskauen. Bei Kugelkakteen schneidet man zuerst die Spitze ab, stampft dann das Fruchtfleisch im Innern mit einem Stock zu Brei. Dadurch gibt das Fleisch seine Flüssigkeit frei, die Sie mit einem hohlen Gras- oder Schilfrohr aussaugen können.

Schnee schmelzen

Meerwasser destillieren: Das Wasser zum Kochen bringen und den Dampf mit einem darüberliegenden Tuch auffangen. Ist es vollgesogen, mit einem Stock abheben, auskühlen lassen und das Trinkwasser auswringen.

Pfützen: Zur Not kann man Wasser aus einem Schlammloch trinken. Allerdings muss es mindestens eine Minute abgekocht werden. Um verschlammtes Wasser zu klären, lässt man es zwölf Stunden lang stehen, durch ein mit Sand gefülltes Bambusrohr sickern oder gießt es in ein mit Sand gefülltes Tuch.

Urin Urin in eine Schüssel geben, in die Mitte einen Becher stellen. Dann eine Plastikfolie über die Schüssel ziehen und festbinden. Einen Stein auf die Folie legen, sodass diese direkt über dem Becher konisch zuläuft. Die Luft unter dem Plastik erhitzt sich und erwärmt den Urin, der an der Unterseite der Folie als Wasser kondensiert und in den Trinkbecher tropft.

Feuer

Nicht nur Wasser, auch Feuer machen will gelernt sein. Hier erfahren Sie alle Basics Schritt für Schritt.

Untergrund: Sie wollen Feuer machen, nicht einen Waldbrand legen! Also räumen Sie alle brennbaren Materialien im Umkreis von zwei Metern weg. Grenzen Sie die Feuerstelle außerdem mit Steinen ab, oder machen Sie Feuer in einer kleinen Erdgrube.

Holzvorrat anlegen! Tragen Sie brennbares Material schon vor dem Feuermachen zusammen. Sonst können Sie dem Feuer keine Nahrung geben, und Ihre Mühe war umsonst. Dass das Holz trocken sein sollte, versteht sich von selbst.

Feueranzünder: Sie haben die praktischen Grillanzünder vergessen, die Sie zu Hause immer verwenden? Die folgenden Hilfsmitteln tun´s auch: Reisig (Rinde entfernen), Rindenstücke, Verbandwatte, Vogelnester, Harz, Patronenpulver, wachsgetränkte Holzstücke.

Anzünden Falls Sie keine Streichhölzer dabei haben, helfen Ihnen die folgenden Mittel weiter:
Halten Sie einen Feuerstein über das Brennmaterial, und schlagen Sie mit einem Messer darauf, so dass die Funken gegen den Zunder sprühen. Blasen und fächeln nicht vergessen!
Sie können auch Signalmunition auf den Boden schießen und den Zunder daran anstecken.
Eine dritte Möglichkeit ist, ein Brennglas zu benutzen: Bündeln Sie die Sonnenstrahlen in einer Lupe, einer Kameralinse oder einem konvexen Flaschenboden.

Löschen Sie das Feuer gründlich, wenn Sie gehen! Zum Beispiel mit Wasser, Sand, Steinen – oder notfalls Urin.

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