Doch keine Casanovas: Italiener haben Angst vor Amore

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Die Italiener sind gar nicht die Casanovas für die man sie hält. Um diese Schüchternheit zu überwinden wurde jetzt in Rom sogar ein Uni-Kurs fürs Liebesleben eingerichtet.

Den Titel der größten Lover haben die Italiener zu unrecht: Laut einer Studie der internationalen Werbeagentur EURO RSCG, bei der über 1.600 Menschen aus acht Ländern nach ihren sexuellen Vorlieben befragt wurden, sind die meisten Italiener wenig selbstsichere Liebhaber, gar nicht wie ihr feuriger Landsmann, der berühmte Casanova. 

Der Studie zufolge sind 37 Prozent besorgt, dass sie nicht gut genug im Bett sind. Und gerade mal 23 Prozent glauben, sie seien gute Liebhaber. Dafür aber scheint die Fantasie mit ihnen durchzugehen: 60 Prozent würden beispielsweise gerne Sex im Flugzeug oder Zug haben, die Hälfte der Befragten würde ein One-Night-Stand anmachen. 

In Wirklichkeit haben aber nur 16 bzw. 29 Prozent der Italiener ihre Wünsche tatsächlich verwirklicht. Für die Sexualtherapeutin Maria Rita Parsi vom Institut für klinische Sexualität der Universität Rom ist das nichts Neues. «Die Italiener sagen, sie wären große Romantiker, ich sage, sie sind einfach nur große Schwätzer wie im richtigen Leben!" Sie glaubt, dass die Italiener noch Schwierigkeiten haben, ihre sexuellen Wünsche zu äußern, da sie ja vielleicht pervers sein könnten. 

Uni-Kurs für Herzenssachen
Damit sich das endlich ändert, bieten italienische Wissenschaftler ab April einen Kurs an: "Die Kultur der Gefühle und Emotionen" wird von der Universität Siena in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten "Akademie für Gefühlskultur" in Arezzo stattfinden. 

Sieben Monate lang können die Teilnehmer bei Soziologieprofessor Enrico Cheli lernen, wie man tiefer fühlt, intensiver liebt und vor allem richtig über das eigene Seelenleben redet. Das Interesse sei groß, heißt es in der Universität.

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