Leinwand-Lügen: Film-Stunts in der Realität

Werden Sie zum Teufelskerl
Machen Sie platt, was Sie platt macht

Glauben Sie nicht alles, was Sie im Kino sehen. Die Realität sieht ganz anders aus

Abfackeln
Szenario: Ein Wagen fährt gegen eine Mauer und explodiert.
Realität: „Brennende Autos explodieren nicht, solange kein Sprengstoff im Kofferraum liegt“, so Ronnie Paul, Stunt-Koordinator aus Hamburg. Etwa 8 Minuten dauert's, bis ein Fahrzeug nach Entzündung voll in Flammen steht.

Abdichten
Szenario: Obst im Auspuff verhindert das Starten des Motors.
Realität: „Der Wagen fährt auch mit Beton im Auspuff“, sagt Paul. Die Verstopfung erhöht den Widerstand, und der Motor verbraucht mehr Kraft, um Abgase auszustoßen. Hat er irgendwann keine Kraft mehr, geht er aus.

Abreiben
Szenario: Ein Kavalierstart bringt die Reifen zum Quietschen.
Realität: Ständiger Wechsel der Grip-Verhältnisse sorgt für Schwingungen, die das Reifenquietschen erzeugen. Das funktioniert jedoch nur auf Asphalt und ist vergleichbar mit einer Hand, die über Luftballons streicht. Auf nassem Untergrund oder Feldwegen bleiben Reifen stumm.

Abheben
Szenario: Autobahn, Verfolgungsjagd, Raaaaaaampe – und der Wagen landet sicher auf der anderen Straßenseite.
Realität: „Das ist die größte Lüge“, sagt der Stuntman. Schon bei Sprüngen über eine Fahrzeuglänge wird das Auto in den meisten Fällen zum Totalschaden. Paul: „Da können mehrere Wagen draufgehen, bis der Sprung im Kasten ist.“

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