Schiffeversenken mit Waschbrettbauch: Unser Filmtipp "300: Rise of an Empire"

Noch mehr Sixpacks gegen Xerxes: In der „300“-Fortsetzung treten die Griechen zur Seeschlacht gegen die übermächtigen Perser an. Wir verraten, ob „300: Rise of an Empire“ dem Original das Wasser reichen kann

Waschbrettbäuche soweit das Auge reicht. In der langerwarteten Fortsetzung des antiken Action-Spektakels 300 stellen sich noch mehr durchtrainierte Griechen Perserkönig Xerxes und seinen Armeen in den Weg. Einziges Problem: Fast alle Hauptcharaktere der auf historischen Überlieferungen basierenden Comic-Verfilmung von 2007 sind tot. Darin war Spartanerkönig Leonidas (Gerard Butler) mit nur 300 Mann gegen die einmarschierende persische Übermacht angetreten  – und vernichtet worden. So legt 300: Rise of an Empire den Fokus auf die fast zeitgleich stattfindenden Seeschlachten der Griechen gegen die Perser. Neuer Held ist der Athener Feldherr Themistokles (Sullivan Stapleton), der mit einer Handvoll Booten die Invasoren aus dem Orient aufhalten soll. Folge: 300: Rise of an Empire ist ein episch inszeniertes Schiffeversenken vor den Küsten Griechenlands. Mit allem, was dazu gehört: Blut, Schweiß, Tränen und viel nackte Haut.

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In "300: Rise of an Empire" stellen sich durchtrainierte Griechen mit ihren Sixpacks den persischen Armeen in den Weg

Darum geht’s in 300: Rise of an Empire: Nachdem König Leonidas und seine 300 Spartaner in der Schlacht bei den Thermopylen gefallen sind, soll der Athener Themistokles (Sullivan Stapleton) die persischen Angreifer von König Xerxes (Rodrigo Santoro) auf dem Meer zurückdrängen. Xerxes macht seine beste Kämpferin zur Kommandeurin seiner Armada: die Griechin Artemisia (Eva Green).Währenddessen versucht Themistokles verzweifelt, Griechenland zu einen und vor allem die Spartaner mit Königin Gorgo (Lena Headey) zu einer Allianz zu überreden.

Artemisia (Eva Green) als unerbittliche Gegenspielerin der Griechen ist eine angenehme Abwechslung zu all dem Testosteron
Angenehme Abwechslung zu all dem Testosteron: Eva Green als unerbittliche Gegenspielerin der Griechen

Geschichtsstunde mit Blut, Schweiß und Sex
Die Regeln von Zack Snyders Überraschungshit aus 2007 gelten auch in der Fortsetzung: Wieder sind fast alle Kämpfer gut durchtrainierte Sixpacker. Plus: Alles muss in Zeitlupe geschehen. Staub, Dreck, Wasser und vor allem Ströme von Blut wabern in Slow Motion (und diesmal sogar in 3D) alle paar Sekunden in Richtung Kamera. Im direkten Vergleich mit 300 hat die Fortsetzung allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen: Themistokles wirkt blasser als sein Vorgänger, die Story ist undankbar, da weniger kompakt als Leonidas‘ Heldentat. Denn 300: Rise of an Empire ist gleichzeitig Vorgeschichte, Parallelhandlung und Fortsetzung zu 300. Das führt zu einigen Längen. Der Film nimmt nur langsam Fahrt auf – viel Vorgeschichte muss erklärt werden. Zum Glück gibt’s auch Pluspunkte: Neben all dem Testosteron sorgt Eva Green als unerbittliche Gegenspielerin der Griechen für angenehme Abwechslung. Zudem sind die Bilder der Seeschlachten einfach nur spektakulär. Auch Frank Millers düsteren Comic-Look hat Regisseur Noam Murro perfekt auf die Leinwand transportiert. Und vor den muskelgestählten Siegertypen aus Griechenland haben zuletzt nicht nur die Perser Respekt, auch jeder Workout treibende Hobby-Sportler wird beim Anblick der definierten Waschbrettbäuche vor Neid erblassen.

Fazit:300: Rise of an Empire ist wie 300 ein brutales, Adrenalin geladenes Action-Spektakel. Eine antike Geschichtsstunde mit Blut, Schweiß und Sex, bei dem zumindest Action-Fans ihren Spaß haben werden.

300: Rise of an Empire (USA 2014)
Regie:
Noam Murro
Drehbuch: Zack Snyder, Kurt Johnstad, Frank Miller (Comic-Vorlage),
Darsteller: Sullivan Stapleton, Eva Green, Lena Headey, Rodrigo Santoro
Länge: 102 Minuten
Start: 6. März 2014

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