Spießer-Eltern gegen Party-Studenten: Unser Filmtipp "Bad Neighbors"

Wenn sich Nachbarn streiten, freut sich der Zuschauer. In „Bad Neighbors“ liefern sich Seth Rogen und Zac Efron einen großartigen Nachbarschaftskrieg, bei dem Sie sich wahlweise fremdschämen oder kaputtlachen werden

Komödien sind nur so gut wie ihre Lacher. Und davon hat Bad Neighbors einen ganzen Keller voll. Darin bekommt eine junge Familie unerwünschte Nachbarn: feierwütige Studenten. Während die einen die abgefahrenste Party in der Geschichte der Studentenbewegung planen, mutieren die anderen zu verbitterten Vorstadtspießern. Ergebnis: ein absurder Nachbarschaftskrieg, der vor allem Ihre Lachmuskeln strapazieren wird. Regisseur Nicholas Stoller führt nebenbei so ziemlich alle Klischees des Nicht-Erwachsenwerdens, Elternseins und Vorstadtlebens vor. Das ist wie in anderen Filmen mit Comedian Seth Rogen vulgär, geschmacklos, aber auch irrsinnig komisch.

Kelly (Rose Byrne) und Mac (Seth Rogen) bekommen neue Nachbarn: eine feierwütige Stundenverbindung
Kelly (Rose Byrne) und Mac (Seth Rogen) bekommen neue Nachbarn: eine feierwütige Stundenverbindung

Darum geht’s in Bad Neighbors: Kelly (Rose Byrne) und Mac (Seth Rogen) haben mit Anfang 30 ihr Familienziel erreicht: ein Baby und ein Eigenheim in der ruhigen Vorstadt. Die Zeiten mit wildem Sex, Partys und Ausgehen sind vorerst vorbei. Bis nebenan eine wild feiernde Studentenverbindung einzieht. Zunächst feiern Mac und Kelly kräftig mit – man will ja nicht spießig sein. Doch dann geht ihnen der Lärm auf die Nerven und sie hetzen der Verbindung und ihrem Vorsteher Teddy (Zac Efron) die Polizei auf den Hals. Doch der weiß sich zu wehren: Der Lärm-Streit eskaliert zu einem bizarren Nachbarschaftskrieg.

Teddy (Zac Efron, links) und seine Studenten feiern wilde Parties in der Nachbarschaft
Teddy (Zac Efron, links) und seine Studenten feiern abgedrehte Partys – unter anderem in Robert-De-Niro-Verkleidung

Fremdschämen oder Kaputtlachen?
Die Story von Bad Neighbors ist zwar dünn, dafür können die großartigen Schauspieler und Gags überzeugen. Schon die Gegenüberstellung von Teenie-Schönling (Efron) und dem leicht übergewichtigen Normalo (Rogen) sorgt für gelungene Lacher. Hier ist vom pubertären Geblödel bis zu richtig guten Späßen allerdings alles dabei. Neben Geschmacksgrenzen-Humor, wie  Milchpumpen-Schweinereien und Gummi-Dildo-Duellen, gibt’s aber auch tiefgründige Scherze übers Älterwerden. Der Rest ist eine aberwitzige und überdrehte Party mit vielen Situationen, bei denen Sie sich wahlweise fremdschämen oder kaputtlachen werden.

Fazit: Wer Komödien nach der Anzahl der Lacher bewertet, landet mit Bad Neighbors sicherlich einen Volltreffer. Und lernt einiges dazu: Wir sind in jedem Fall jetzt netter zu unseren Nachbarn.

Bad Neighbors (USA 2014)
Regie: Nicholas Stoller
Drehbuch: Andrew J. Cohen, Brendan O'Brien
Darsteller: Seth Rogen, Rose Byrne, Zac Efron
Länge: 96 Minuten
Start: 8. Mai 2014

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