Kampf der Comic-Titanen: Filmtipp „Batman V Superman: Dawn of Justice“

In „Batman V Superman: Dawn of Justice“ dürfen die 2 größten Comic-Giganten aufeinander losgehen
Trailer zum Actionfilm "Batman V Superman: Dawn of Justice"

In „Batman V Superman: Dawn of Justice“ dürfen die 2 Comic-Giganten aufeinander losgehen. Ein düsteres Zusammentreffen der Superheldenschwergewichte, das etwas schwerfällig in die Gänge kommt

Wer ist besser? Batman oder Superman? Wer würde in einem direkten Duell gewinnen? Viele Comicfans haben diese Fragen bereits auf dem Schulhof diskutiert. Regisseur Zack Snyders Batman V Superman: Dawn of Justice will das nun offenbar ein für alle Mal klären. Bevor allerdings die ersten Punches zwischen dem stählernen Halbgott und Gothams dunklen Rächer verteilt werden, ist der Bombast-Blockbuster, der inhaltlich direkt an Man of Steel (2013) anschließt,schon fast wieder vorbei. Vorher gibt’s viele düstere Einblicke in die beiden sehr unterschiedlichen Superheldenwelten, die Snyder in Batman V Superman: Dawn of Justice geschickt zu einer einzigen vereint. Inklusive Einführung von Superman-Oberbösewicht Lex Luthor und der Superheldin Wonder Woman. Vielleicht etwas viel, selbst für ein 2,5-Stunden-Epos. 

Held oder Scharlatan? Das Image von Superman (Henry Cavill) bröckelt
Held oder Scharlatan? Das Image von Superman (Henry Cavill) bröckelt

Darum geht’s in Batman V Superman: Dawn of Justice

Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) muss mitansehen, wie Superman (Henry Cavill) und Bösewicht Zod im Men of Steel-Finale große Teile von Metropolis in Schutt und Asche legen und damit sehr viel Leid anrichten. Wayne macht Superman dafür mitverantwortlich. So wie auch der psychotische Großunternehmer Lex Luthor (Jesse Eisenberg), der den unbesiegbaren Außerirdischen loswerden will. Nachdem Superman seine Freundin und Reporterin Lois Lane (Amy Adams) aus den Händen afrikanischer Warlords rettet und dabei auch Zivilisten sterben, kippt zudem die öffentliche Zustimmung. Lex hat derweil eine ultimative Waffe gegen Superman entdeckt, auf die es auch Batman abgesehen hat. 

Weibliche Unterstützung für Batman und Superman: Wonder Woman (Gal Gadot)
Weibliche Unterstützung für Batman und Superman: Wonder Woman (Gal Gadot)

Schwerfällige Superheldenschwergewichte

Wer mit einer Comic-Verfilmung heutzutage im Blockbuster-Kino noch für Aufsehen sorgen will, muss sich schon etwas einfallen lassen. Daher schickt Comic-Schmiede DC Comics gleich die 2 berühmtesten Superhelden gegeneinander in den Ring. Und gibt damit den Startschuss für eine eigene Film-Reihe mit Superheldenteams, ähnlich wie Marvel Comics mit den Avengers. Eigentlich eine großartige Idee. Tatsächlich kommt das Zusammentreffen der Superheldenschwergewichte etwas schwerfällig in die Gänge. Zuviel muss erzählt werden über Batmans Motive und Vergangenheit, über Supermans moralische Selbstzweifel und über Lex Luthors verschlagene Manöver. Und schließlich ist da auch noch die Amazonenkriegerin Wonder Woman, die leider kaum zu Wort kommt. Für ein richtig rasantes und packendes Action-Spektakel reicht das nicht. Immerhin: Optisch und atmosphärisch ist an Batman V Superman: Dawn of Justice nichts auszusetzen. Musik und Setting passen zur düsteren und teilweise schon philosophischen Abrissparty in Metropolis und Gotham City.

Fazit

Wer wirklich besser ist, Superman oder Batman, klärt auch Snyders Action-Epos nicht. Natürlich müssen beide zusammenarbeiten, um Superschurke Lex Luthor das Handwerk zu legen. Große Überraschungen – auch von der Story her – hat Batman V Superman: Dawn of Justice nicht zu bieten. Dafür aber solides, atmosphärisches Superhelden-Kino. Plus: Wer wollte nicht schon immer mal sehen, wie Batman Superman eins auf die Nase haut?

Batman V Superman: Dawn of Justice (USA 2016)

Regie:

Zack Snyder

Drehbuch:

Chris Terrio, David S. Goyer

Darsteller:

Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Gal Gadot

Länge: 

153 Minuten

Start: 

24. März 2016

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